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Nachrichten

Samstag, 17. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

VALENCIA: Zum Abschluss seiner Beratungen hat der Weltklimarat nochmals eindringlich vor den Auswirkungen der Erderwärung gewarnt. Die im spanischen Valencia versammelten Wissenschaftler und politischen Delegationen veröffentlichten ein Papier, dass die Ursachen und Konsequenzen des Klimawandels aufzeigt. Die Erderwärmung sei eindeutig durch Menschenhand verursacht, heißt es in dem Dokument. Zugleich werden Vorschläge gemacht, wie eine Umweltkatastrophe verhindert werden könnte. Diese Vorschläge sollen als Grundlage für die UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali dienen.

DHAKA: In Bangladesch geht die Katastrophenschutz-Behörde davon aus, dass der verheerende Wirbelsturm 'Sidr' weitaus mehr Menschen in den Tod gerissen hat als zunächst angenommen. In den kommenden Tagen könnten noch tausende Leichen gefunden werden, sagte der Leiter der Behörde. Zu entlegenen Orten entlang der Küste im Südwesten des Landes, wo der Zyklon die schlimmsten Verwüstungen angerichtet hat, gibt es weiterhin keinen Kontakt. Nach offiziellen Angaben wurden bisher bereits mehr als 1.000 Leichen geborgen. Hunderte Menschen werden noch vermisst. Unzählige Häuser sind zerstört oder schwer beschädigt. Hubschrauber flogen in das Katastrophengebiet, um Lebensmittel und Medikamente für Überlebende abzuwerfen. Auch die Vereinten Nationen schickten Hilfsgüter in die Region.

ISLAMABAD: Pakistans Präsident Pervez Musharraf hat die von den USA geforderte Aufhebung des Ausnahmezustands in seinem Land abgelehnt. Erst müsse sich die Sicherheitslage verbessern, sagte Musharraf bei einem Treffen mit dem stellvertretenden US-Außenminister John Negroponte. Nach seiner Ankunft in Pakistan hatte Negroponte zunächst mit Oppositionsführerin Benazir Bhutto telefoniert. Diese verlangte nochmals den Rücktritt Musharrafs als Armeechef. Solange der Notstand gelte und der Präsident auch Oberbefehlshaber der Armee sei, könne es keine freien und fairen Wahlen geben, betonte Bhutto.

MOSKAU: In Russland ist der stellvertretende Finanzminister Sergej Stortschak festgenommen worden. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums, ohne Einzelheiten mitzuteilen. Beamte des Inlandsgeheimdienstes FSB hätten Stortschaks Büro durchsucht, berichtet die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Gegen den 53-jährigen Politiker werde möglicherweise wegen krimineller Vergehen ermittelt, heißt es.

BERLIN: Die Lokführer in Deutschland haben ihren mehrtägigen Streik beendet und -wie geplant- ihre Arbeit wieder aufgenommen. Im Personenverkehr habe sich die Lage wieder normalisiert, sagte ein Sprecher der Bahn. Nun werde mit Hochdruck daran gearbeitet, liegengebliebene Güter weiterzutransportieren. Eine Einigung in dem Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist indes noch nicht in Sicht. GDL-Chef Manfred Schell bekräftigte die Bereitschaft der Lokführer zu einem unbefristeten Streik und forderte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf zu vermitteln. Die Bahn lehnt vor allem die Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag für Lokführer ab.

PARIS: In Frankreich haben die Eisenbahner ihren unbefristeten Streik fortgesetzt. Nach Angaben der Staatsbahn SNCF werden an diesem vierten Streiktag etwa zwei Drittel der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge ausfallen. Massive Verkehrsbehinderungen werden auch wieder aus Paris und anderen Städten gemeldet. Der Protest richtet sich gegen Pläne von Staatspräsident Nicholas Sarkozy, Rentenprivilegien für Staatsbedienstete abzuschaffen.

ISLAMABAD: Bei Kämpfen im Nordwesten Pakistans sind nach Militär-Angaben bis zu 40 Rebellen getötet worden. Die Armee ging mit Kampfhubschraubern und schwerer Artillerie gegen militante Anhänger eines radikalen Predigers vor. Dieser hatte die Bewohner des pakistanischen Swat-Tals zu einem 'Heiligen Krieg' gegen die Armee aufgerufen.

WASHINGTON: Die USA und Japan wollen ihre Beziehungen weiter festigen und ausbauen. Dies erklärten der japanische Ministerpräsident Yasuo Fukuda und US-Präsident George W. Bush nach ihrem ersten Treffen im Weißen Haus in Washington. Zwischen beiden Ländern hatte es zuletzt Differenzen in der Frage gegeben, ob Nordkorea von einer Liste der Terror unterstützenden Staaten gestrichen werden kann. Fukuda sagte Bush die weitere Unterstützung bei der Stilllegung der nordkoreanischen Atomanlagen zu. Bush betonte, Nordkorea müsse zudem seine Aktivitäten zur nuklearen Bewaffnung vollständig offenlegen.

PRISTINA: In der mehrheitlich von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo sind die Bürger an diesem Samstag aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Nach jüngsten Umfragen hat die 'Demokratische Partei' des ehemaligen Untergrundkämpfers Hashim Taci gute Chancen, stärkste politische Kraft zu werden. Alle Albaner-Parteien haben sich dafür ausgesprochen, dass das künftige Parlament die Unabhängigkeit des Kosovo ausruft. Die serbische Minderheit dürfte die Wahl weitgehend boykottieren.

ZUM SPORT: Ferrari-Rennfahrer Kimi Räikkönen bleibt Formel-1-Weltmeister und muss seinen Titel nicht wieder abgeben. Das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA lehnte einen Einspruch von McLaren-Mercedes gegen das Ergebnis des letzten Saisonrennens in Sao Paulo ab. McLaren-Pilot Lewis Hamilton hatte dort auf Platz sieben die entscheidenen Punkte für den Weltmeistertitel verpasst. Einige vor Hamilton liegende Fahrer waren nicht disqualifiziert worden, obwohl das Benzin in ihren Fahrzeugen angeblich eine zu geringe Temperatur hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Entlang des Rheins und im Münsterland Sonne. Sonst meist stark bewölkt und regnerisch-trüb. In höheren Lagen Schnee. Maximal ein bis sechs Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: 6 Grad, leichtes Nieseln;
Berlin:5 Grad, dunstig;
Dresden: 2 Grad, leichtes Nieseln;
Köln/Bonn: 2 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 1 Grad, nach Schneeregen und
München: - 4 Grad, bedeckt .

Audio und Video zum Thema