1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 17. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: In dem Erdbebengebiet im Südwesten Chinas droht nach Angaben der Bergungstrupps ein Staudamm zu brechen. Man habe mit der Evakuierung der Menschen aus der Stadt Beichuan begonnen, berichten Korrespondenten aus dem Katastrophengebiet. Fünf Tage nach dem verheerenden Beben konnten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua mehrere Menschen lebend aus den Trümmern geborgen werden. Unter den Geretteten soll auch ein deutscher Tourist sein. Offiziell bestätigt wurden bislang knapp 29.000 Todesopfer. Etwa 50.000 Menschen dürften ums Leben gekommen sein. Allein in der Provinz Sichuan sind fast fünf Millionen Menschen durch das Beben obdachlos geworden. Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und Deutschland stockten ihre finanziellen Hilfen für die Opfer auf.

RANGUN: Zwei Wochen nach der Wirbelsturm-Katastrophe in Birma hat die Militärregierung die Zahl der Todesopfer deutlich nach oben korrigiert. Demnach kamen mindestens 78.000 Menschen ums Leben, mehrere zehntausend werden noch vermisst. Hilfsorganisationen schließen nicht aus, dass der Zyklon 'Nargis' sogar bis zu 130.000 Menschen in den Tod gerissen haben könnte. Inzwischen deutet sich eine vorsichtige Öffnung des Landes für ausländische Hilfskräfte an. Die Militärregierung erlaubte mehr als hundert Ärzten, die im benachbarten Thailand warten, die Einreise. Das berichtete EU-Entwicklungskommissar Louis Michel. Außerdem erhielt UN-Nothilfekoordinator John Holmes ein Visum.

LIMA: Die Europäische Union und Lateinamerika wollen die Armutsbekämpfung und den Klimaschutz in den Mittelpunkt ihrer künftigen Zusammenarbeit stellen. Darauf verständigten sich die Vertreter europäischer und lateinamerikanischer Staaten zum Abschluss ihres fünften Gipfeltreffens in der peruanischen Hauptstadt Lima. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Rahmen ihrer Lateinamerika-Reise teilgenommen hatte, bezeichnete die Konferenz als nützlich und weiterführend. Der Kooperation mit Lateinamerika sollte innerhalb der EU besondere Aufmerksamkeit zukommen, sagte Merkel. Im Anschluss an den Gipfel reist die Kanzlerin weiter nach Kolumbien.

LIMA: Nach seinen heftigen Verbal-Attacken gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez wieder versöhnliche Töne angeschlagen. Am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels in Peru entschuldigte er sich bei der Kanzlerin. Chavez versicherte, er habe Merkel nicht beleidigen wollen. Der Linksnationalist hatte die Kanzlerin in die Nähe Adolf Hitlers gerückt, nachdem ihm Merkel das Recht abgesprochen hatte, für alle Länder Lateinamerikas zu sprechen.

FRANKFURT AM MAIN: China hat den Dalai Lama erneut scharf attackiert. Der Dalai Lama sei ein politischer Exilant, der unter dem Deckmantel der Religion, der Menschenrechte und der Autonomie separatistische Aktivitäten gegen China betreibe, sagte der chinesische Botschaftsrat Junhui Zhang der 'Frankfurter Rundschau'. Am Vortag hatte bereits die chinesische Botschaft in einem Telefonanruf beim Auswärtigen Amt gegen ein für Montag geplantes Treffen des Tibeters mit Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul protestiert. Der Dalai Lama selbst hatte bei einem Besuch in Bochum seine Forderung nach mehr Autonomie für Tibet bekräftigt, eine Abspaltung von China aber abgelehnt.

OFFENBACH: Die hessische CDU ist zur Wiederwahl ihres Landesvorsitzenden Roland Koch zusammengekommen. Der Landesparteitag bietet den Delegierten die erste Möglichkeit, die schweren Verluste bei der Landtagswahl im Januar und die bisherigen Kurskorrekturen in größerem Rahmen zu diskutieren. Koch hatte seine Partei vorab zur Geschlossenheit aufgerufen.

TEHERAN: Die Opec wird den immer neuen Höchstständen beim Ölpreis nach iranischen Angaben nicht mit einer Erhöhung der Fördermenge entgegentreten. Mehr Produktion werde zu mehr Reserven führen, begründete Irans Ölminister die ablehnende Haltung der Organisation erdölexportierender Länder. Insbesondere die USA hatten zuletzt auf eine Erhöhung der Fördermenge gedrungen. US-Präsident George W. Bush war bei seinem Besuch in Saudi Arabien am Freitag mit der Bitte abgeblitzt, durch eine stärkere Ölproduktion zur Dämpfung der US-Benzinpreise beizutragen. Der Ölpreis hatte zum Wochenende erstmals die Marke von 127 Dollar pro Fass übersprungen.

DOHA: Führende Vertreter der rivalisierenden Parteien des Libanon beraten in der Hauptstadt des Emirats Katar über Möglichkeiten zur Überwindung der politischen Krise in ihrem Land. Die Abgesandten der pro-westlichen Parlamentsmehrheit und der von Syrien unterstützten Opposition wollen unter anderem versuchen, eine Regierung der nationalen Einheit zu Stande zu bringen. Das Treffen in Doha findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und geht auf eine Initiative der Arabischen Liga zurück.

ISLAMABAD: Nach mehr als drei Monaten Geiselhaft in Afghanistan ist der pakistanische Botschafter in Kabul, Tariq Azizuddin, freigekommen. Sein Bruder teilte mit, die Behörden hätten ihn darüber informiert, allerdings ohne Details zu nennen. Azizuddin war am 11. Februar zusammen mit seinem Fahrer und seinem Leibwächter entführt worden, als die Männer von der pakistanischen Stadt Peshawar zur afghanischen Grenze fuhren. Mitte April sagte Azizuddin in einem von einem arabischen Fernsehsender ausgestrahlten Video, radikale Taliban hätten ihn entführt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Richtung Küste nochmals heiter. Sonst viele Wolken und Schauerwetter. Temperaturen zwischen 15 und 23 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema