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Nachrichten

Samstag, 17. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

POTSDAM: Die G-8-Umweltminister und ihre Kollegen aus den wichtigen Schwellenländern China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika haben in Potsdam ihre Beratungen über einen besseren Klimaschutz begonnen. Es gehe um die Frage, wie es nach 2012 mit dem Kampf gegen die globale Erwärmung weiter gehen solle und wie etwa die USA und Australien eingebunden werden könnten, sagte Umweltminister Sigmar Gabriel. Auch mit Blick auf den G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juni müsse überlegt werden, welche unterschiedlichen Wege man zur Minderung von Kohlendioxid gehen könne. Die USA haben bereits deutlich gemacht, dass sie sich vorerst nicht auf verbindliche Klimaziele festlegen wollen. Am ersten Tag der Konferenz hatten die Minister über den Kampf gegen das Artensterben beraten und zunächst eine Bestandsaufnahme beschlossen.

WARSCHAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt ihren Besuch in Polen mit Gesprächen mit Staatspräsident Lech Kaczynski fort. In dessen Sommerresidenz auf der Ostsee-Halbinsel Hela sollen auch Signale für mehr Harmonie im deutsch-polnischen Verhältnis gesetzt werden. Der Aufenthalt dort hat einen halb privaten Charakter. Bei ihrem einzigen öffentlichen Termin an der Universität Warschau hatte Merkel am Freitag die Notwendigkeit einer europäischen Verfassung betont. Zugleich warnte sie mit Blick auf die Spannungen zwischen Polen und Deutschland etwa in den Bereichen Energie und Sicherheit vor einer Spaltung Europas. Im Dauerstreit um den Umgang mit den Vertriebenen erklärte Merkel, es werde keine Umdeutung der Geschichte geben.

WASHINGTON: Angesichts der anhaltenden Gewalt beschleunigen die USA ihre Truppenverstärkung im Irak. Eine Kampfhubschrauber-Einheit mit 2.600 Soldaten soll bereits Anfang Mai und damit 45 Tage eher als geplant im Großraum Bagdad und der Unruhe-Provinz Anbar stationiert werden. Präsident George W. Bush hatte vor zwei Monaten die Entsendung zusätzlicher 21.500 Soldaten angekündigt. In Washington begannen bereits die ersten Proteste zum Jahrestag des Irak-Krieg-Beginns. Vor dem Weißen Haus wurden am Freitagabend etwa hundert Demonstranten festgenommen. Zehntausende werden heute in mehreren Städten zu Protestmärschen erwartet.

WASHINGTON: In den USA sind erste Rufe laut geworden, den Foltervorwurf des mutmaßlichen El-Kaida-Terroristen Khalid Scheikh Mohammed zu überprüfen. Zwei Senatoren, die seine Anhörung vor einer Militärkommission in Guantanamo verfolgt hatten, sagten, die Überprüfung sei notwendig. Ansonsten werde ein schlechtes Bild auf Amerika geworfen. Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch ein umfangreiches Geständnis Scheikh Mohammeds veröffentlicht. Darin bekannte er sich zu mehr als 30 ausgeführten oder geplanten Anschlägen, darunter die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der CIA warf er vor, ihn gefoltert zu haben.

WASHINGTON: Die USA prüfen, ob Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ein Einreise-Visum erteilt wird. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, er könne noch nichts zu einer möglichen Zustimmung oder Ablehnung sagen. Der letzte Antrag Ahmadinedschads sei jedoch genehmigt worden. Dieser will das Atomprogramm seines Landes vor dem Weltsicherheitsrat persönlich verteidigen.

PEKING: Nordkorea hat nochmals die Aufhebung der US-Finanzsanktionen gefordert. Der Unterhändler bei den Atomverhandlungen, Kim Kye-gwan, sagte bei seiner Ankunft in Peking, man habe noch keinen schriftlichen Beweis für die angekündigte Aufhebung. Erst wenn dieser da sei, werde Nordkorea seinen Atomreaktor Yongbyon abschalten. Derweil traf ein Vertreter des US-Finanzministeriums in Macao ein. Er will bei der Bank 'Banco Delta Asia' den Vorwurf überprüfen, sie habe Nordkorea bei Geldwäsche- und Falschgeld-Geschäften geholfen.

NEW YORK: Großbritannien hat eine Sitzung des Weltsicherheitsrats zu Simbabwe beantragt. Zur Begründung verwies UN-Botschafter Emyr Jones Parry auf die andauernde Unterdrückung der Opposition wie auch den wirtschaftlichen Niedergang in dem südafrikanischen Land. Zusätzlich müsse sich der UN-Menschenrechtsrat in Genf mit Simbabwe befassen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai konnte am Freitag das Krankenhaus verlassen. Er war am Sonntag gemeinsam mit zahlreichen Anhängern festgenommen und in Polizeihaft schwer misshandelt worden.

LA PAZ: Boliviens Staatschef Evo Morales hat sich überraschend für vorgezogene Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr ausgesprochen. Die Abstimmung solle nach Abschluss der Arbeit der verfassungsgebenden Versammlung stattfinden, sagte Morales. Er machte aber keine Angaben darüber, ob er erneut kandidieren wird. Morales war erst 2005 für fünf Jahre ins Präsidentenamt gewählt worden. Beobachter erwarten von der Versammlung eine so tiefgreifende Reform der bolivianischen Institutionen, dass auch eine Neuwahl des Präsidenten erforderlich wird.

BERLIN: Die Bundesregierung lehnt eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ab. Innenminister Wolfgang Schäuble sagte der 'Bild'-Zeitung, wer an Bundestagswahlen teilnehme, solle volljährig sein, und das sei in Deutschland mit 18 Jahren. Für Kommunal- und Landtagswahlen könnten die Bundesländer jedoch eigene Regeln erlassen. Schäuble reagierte damit auf Forderungen aus den Reihen von SPD und Grünen, dem Beispiel Österreichs zu folgen und das Wahlalter zu senken.

ZUM FUSSBALL: Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat Energie Cottbus mit einem 1:0-Sieg in Berlin Boden gut gemacht und Hertha BSC noch tiefer in die Krise gestürzt. Bei der Auslosung der Viertelfinalspiele im UEFA-Pokal erhielt Werder Bremen den holländischen Klub AZ Alkmaar als Gegner. Leverkusen trifft auf CA Osasuna aus Spanien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten anfangs Regen, später freudlich. Südlich eines Streifens vom Rheinland bis zur Lausitz trübe mit etwas Regen. Im Südwesten trocken. Höchstwerte zwischen neun und zwölf Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 17.03.2007
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  • Datum 17.03.2007
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