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Nachrichten

Samstag, 17. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

COLOMBO: Auf Sri Lanka steigen die Spannungen zwischen Regierung und tamilischen Rebellen weiter. Mindestens 24 Menschen wurden getötet, als die Rebellen am Morgen eine Polizei- und Marinestellung im Norden des Landes angriffen. Sie reagierten damit auf die zweitägige Bombardierung ihrer Hochburg Kilinochchi. Die Luftwaffe hatte die Hochburg in den vergangenen beiden Tagen als Vergeltung für einen Bombenanschlag auf einen Bus angegriffen. Bei dem Anschlag wurden mindestens 64 Menschen getötet. Internationale Beobachter befürchten einen völligen Kollaps des seit 2002 geltenden Waffenstillstands.

WASHINGTON: Im Atomstreit mit dem Iran gibt es nach Ansicht der USA positive Signale aus Teheran. Sie hoffe, dass der Iran nun den Weg der Kooperation wählen werde, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuvor das Angebot der Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands als 'Schritt nach vorn' bezeichnet. Zugleich kündigte er eine gründliche Prüfung des Angebots an. Die UN-Vetomächte und Deutschland wollen die Führung in Teheran vor allem mit wirtschaftlichen Anreizen dazu bewegen, auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Angereichertes Uran könnte auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden.

FRIGATE BAY: Der kommerzielle Walfang bleibt bis auf weiteres verboten. Bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission scheiterte Japan mit seiner Forderung, zumindest die Jagd auf Kleinwale zu erlauben. 32 Staaten lehnten einen entsprechenden Antrag ab, lediglich 30 Länder unterstützten Japan. Damit ist die Befürchtung von Umweltschützern vorerst ausgeräumt, Japan könnte das seit 20 Jahren bestehende Moratorium aushebeln. Die Konferenz der Walfangkommission findet in diesem Jahr im Karibikstaat St. Kitts und Nevis statt.

BERLIN: Nach einem Vierteljahr steht der Ärztestreik in Deutschland vor seinem Ende. Mit einer Einigung auf mehr Gehalt und begrenzte Bereitschaftsdienste für die Mediziner an Unikliniken legten der Marburger Bund und die Länder ihren Tarifkonflikt bei. Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, sagte, er sei sicher, dass die Mitglieder der Ärztegewerkschaft dem Kompromiss zustimmen würden. Das Hauptziel - ein eigener arztspezifischer Tarifvertrag - sei schließlich erreicht worden.

BERLIN: Finanzminister Peer Steinbrück und andere Politiker der Regierungskoalition haben die beschlossene Mehrwertsteuererhöhung verteidigt. Niemand könne negative Folgen für die Konjunktur leugnen. Es gebe jedoch keine Alternative, betonten Steinbrück, SPD-Chef Kurt Beck und Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch. Der Bundesrat hatte am Freitag der Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar zugestimmt. Der Großteil der Mehreinnahmen soll zur Sanierung der Staatsfinanzen verwendet werden. Das vom Bundesrat gebilligte Haushaltsbegleitgesetz sieht auch die Anhebung der Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent im nächsten Jahr vor. Einschnitte gibt es zudem bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschlägen. Das Weihnachtsgeld von Bundesbeamten wird halbiert.

PARIS: Einen Monat nach der Nationalversammlung hat auch der französische Senat das umstrittene Gesetz zur Verschärfung des Einwanderungsrechts gebilligt. Kern der neuen Gesetzgebung ist eine so genannte 'ausgewählte Einwanderung', die Ausländern mit besonderen Qualifikationen den Vorzug gibt. Erschwert wird der Familiennachzug, der künftig nur noch bei ausreichendem Einkommen und Wohnraum des in Frankreich lebenden Angehörigen möglich sein soll. Das Gesetz sieht für Einwanderer zudem verpflichtende Französischkurse vor, die bisher freiwillig sind.

MOSKAU: Der selbsternannte tschetschenische Präsident Abdul-Khamid Saidulajew ist getötet worden. Der tschetschenische Regierungschef Ramzan Kadyrow bestätigte entsprechende russische Medienmeldungen. Saidulajew sei sei bei einem Sondereinsatz in der Stadt Argun östlich der Hauptstadt Grosny getötet worden. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Saidulajew hatte im März vergangenen Jahres die Nachfolge des vom russischen Geheimdienst getöteten Rebellenführers Aslan Maschadow angetreten.

PARIS: Die im Pariser Club zusammengeschlossenen 14 internationalen Gläubigerstaaten haben Kamerun einen Großteil seiner Schulden erlassen. Von den 3,5 Milliarden Dollar müssen jetzt nur noch 27 Millionen zurückgezahlt werden. Die Geberstaaten begrüßten bei ihrer Sitzung Kameruns Entschlossenheit, Programme gegen die Armut und zur Wirtschaftssteigerung umzusetzen. Noch keine Einigung gab es hinsichtlich einer vorzeitigen Tilgung der russischen Schulden. Wie es hieß, werde darüber weiter verhandelt. Russland wäre in der Lage, dank seiner steigenden Öleinnahmen, die Schulden vorzeitig zurückzuzahlen.

LEIPZIG: Schwere Unwetter mit Hagel, Blitz und Donner haben über dem Osten Deutschlands gewütet. Besonders betroffen waren der Raum Leipzig in Sachsen und Teile von Mecklenburg-Vorpommern. Bewohner berichteten von Tennisball-großen Hagelkörnern. Mehrere Menschen wurden verletzt. Außerdem gingen zahlreiche Scheiben zu Bruch, diverse Autos wurden demoliert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Alpenrand und im Nordosten Schauer. Sonst freundlich bei Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 13 Grad, wolkig; Berlin: 15 Grad, nach Nieselregen; Dresden: 14 Grad, bedeckt; Köln/Bonn: 12 Grad, fast wolkenlos; Frankfurt am Main: 15 Grad, fast wolkenlos und München: 18 Grad, wolkig.