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Nachrichten

Samstag, 17. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban vor der deutschen Botschaft in Kabul hat der Attentäter mindestens zwei afghanische Zivilisten mit in den Tod gerissen. Rund 30 Menschen - darunter auch einige Mitarbeiter der Botschaft sowie fünf US-Soldaten - erlitten Verletzungen. Mehrere Fahrzeuge gingen durch die Bombenexplosion im Zentrum der afghanischen Hauptstadt in Flammen auf. Ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban erklärte, der Anschlag habe deutsche Soldaten treffen sollen. In unmittelbarer Nähe der Botschaft befindet sich auch ein US-Militärstützpunkt.

GAZA-STADT: Wenige Stunden vor einer möglichen Entscheidung über einen einseitigen Waffenstillstand haben die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe im Gazastreifen mit unvermindeter Härte fortgesetzt. Nach Armeeangaben griffen Kampfflugzeuge 50 Ziele an. Bei einem Panzerangriff auf eine UN-Schule wurden nach Angaben eines UN-Sprechers zwei Menschen getötet, die in dem Gebäude Schutz gesucht hatten. Israelische Medien berichten unterdessen, das israelische Sicherheitskabinett wolle noch an diesem Samstag über eine einseitige Waffenruhe entscheiden. Nach dem UN-Sicherheitsrat hatte auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Konflikt gefordert. Seit Beginn der israelischen Offensive Ende Dezember wurden nach palästinensischen Angaben fast 2.000 Menschen getötet und über 5.000 verletzt.

MOSKAU: Im festgefahrenen Erdgasstreit mit der Ukraine hat Russlands Regierungschef Wladimir Putin für diesen Samstag zu einem Krisengipfel nach Moskau geladen. Die EU hofft auf eine Lösung für die Wiederaufnahme der Lieferungen nach Europa. Bei einem Scheitern der Gespräche will die EU ihre Beziehungen zu den beiden Kontrahenten überprüfen. Putin regte am Freitag in Berlin die Bildung eines Konsortiums aus westeuropäischen Energieversorgern an. Danach sollen die Konzerne das für den Betrieb der Verteilanlagen in der Ukraine notwendige so genannte technische Gas von Russland kaufen und bereitstellen. Die Kosten bezifferte Putin auf mehr als 550 Millionen Euro für drei Monate. Laut E.ON Ruhrgas besteht noch Gesprächsbedarf.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds hat Serbien einen Kredit in Höhe von 530 Millionen Dollar zugesagt, um die Wirtschaft des Landes zu stützen. Gut 350 Millionen Dollar seien sofort abrufbar, teilte der IWF in Washington mit. Allerdings habe die serbische Regierung entschieden, die Mittel zunächst nicht in Anspruch zu nehmen, sondern die Zusage als Sicherheit zu betrachten. - Wegen der weltweiten Finanzkrise hatte Serbien seine Wachstumsprognosen für 2009 zuletzt deutlich senken müssen. Sorgen bereitet der Regierung in Belgrad auch eine erwartete Inflationsrate von acht Prozent in diesem Jahr.

BRÜSSEL: Dem US-Softwaregiganten Microsoft droht weiterer Ärger mit der EU-Kommission. Die EU-Wettbewerbshüter eröffneten ein neues Missbrauchsverfahren gegen das Unternehmen, da es den Webbrowser Internet Explorer kostenlos mit dem PC-Betriebssystem Windows ausliefert. Dieses Vorgehen schadet nach Auffassung der Brüsseler Behörde dem Wettbewerb und schränkt letztlich die Verbraucher ein. Microsoft hat acht Wochen Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. - Die EU-Kommission hatte Microsoft bereits in anderen Fällen mit hohen Strafen belegt, die sich bisher auf knapp 1,7 Milliarden Euro summieren.

FRANKFURT AM MAIN: Die Tarifverhandlungen für die 14.000 Flugbegleiter der Deutschen Lufthansa sind in der dritten Runde gescheitert. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation UFO kündigte Warnstreiks an. Der Beginn der Protestaktionen ist noch offen. Lufthansa bot zuletzt nach eigenen Angaben 6,1 Prozent mehr Geld und eine Ergebnisbeteiligung für das laufende Jahr in Höhe von bis zu drei Prozent. Die Gewerkschaft fordert Verbesserungen im Gesamtvolumen von 15 Prozent.

DÜSSELDORF: In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hat die weltgrößte Wassersportmesse 'boot 2009' ihre Tore geöffnet. Bis zum 25. Januar präsentieren mehr als 1.600 Aussteller aus 57 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen - vom Schlauchboot über Luxusjachten bis hin zu U-Booten für zivile Zwecke. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 260.000 Besuchern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte vielfach trübe und später Regen. Nach Osten hin bewölkt, aber meist trocken. Tageshöchstwerte zwischen minus drei und plus acht Grad.

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