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Nachrichten

Samstag, 17. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

WASHINGTON: Der US-Senat berät an diesem Samstag über die Irak-Resolution, in der die Entsendung weiterer Truppen abgelehnt wird. Das Repräsentantenhaus hatte die Resolution gestern mit 246 zu 182 Stimmen verabschiedet. Auch 17 Abgeordnete der Republikaner von Präsident George W. Bush stimmten dafür. Im Senat haben die Demokraten allerdings nur eine hauchdünne Mehrheit. Das Weiße Haus erklärte nach der Abstimmung, es handele sich um eine nicht-bindende Resolution. Gleichzeitig warnte es davor, weitere Gelder für die Irak-Mission abzulehnen. Bush hat beim Kongress rund 142 Milliarden Dollar zusätzlicher Mittel für die Kriegseinsätze im Irak und Afghanistan beantragt.

QUETTA: In der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans hat sich auf dem Gelände eines Gerichtsgebäudes eine schwere Bombenexplosion ereignet. Dabei wurden mindestens 15 Menschen getötet, darunter ein Richter und mehrere Anwälte. Rund 35 Menschen wurden verletzt. Auf dem Gelände, wo sich hunderte Wartende aufhielten, befinden sich auch mehrere Polizeibüros. Die Hintergründe der Explosion sind noch unklar. Die Polizei untersucht, ob es sich um einen Selbstmordanschlag handelte. Quetta gilt als einer der Hauptstützpunkte der radikal-islamischen Taliban für ihre Aktionen in Afghanistan.

ROM: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat Pakistan nochmals vorgeworfen, die Taliban-Milizen im Grenzgebiet zu Afghanistan nicht entschieden genug zu bekämpfen. Die von den Taliban-Kämpfern angedrohte Frühjahrs-Offensive sei ohne Unterstützung aus dem Ausland nicht möglich, sagte Karsai bei seinem Besuch in Rom. Er warb in Gesprächen mit italienischen Regierungsvertretern um weitere Unterstützung für sein Land. Italien hat 1.800 Soldaten in Afghanistan stationiert. Eine Aufstockung des Kontingents, wie von der Nato gefordert, lehnt Ministerpräsident Romano Prodi allerdings ab.

WELLINGTON: Japan hat Angebote der Umweltschutzorganisation Greenpeace abgelehnt, dem in der Antarktis havarierten Walfangschiff 'Nisshin Maru' zu helfen. Ein Greenpeace-Schiff, das in der Antarktis unterwegs war, hatte den Walfänger am Freitagabend erreicht. Auf der 'Nisshin Maru' war am Donnerstag ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen gelöscht wurde. Dabei wurde auch die Leiche eines vermissten Seemanns gefunden. Da das Schiff etwa 1.000 Tonnen Öl, Benzin und Chemikalien an Bord hat, wird eine Umweltkatastrophe befürchtet. Neuseeland macht weiter Druck auf Japan, das havarierte Schiff wegzuschleppen.

FRANKFURT AM MAIN: Nach der angekündigten Haftentlassung von Brigitte Mohnhaupt könnte eine weitere frühere RAF-Terroristin in diesem Jahr freikommen. Die Justiz prüfe die Freilassung von Eva Haule auf Bewährung, berichtet die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung'. Die heute 52-jährige Haule war 1986 festgenommen und wegen dreifachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Generalbundesanwältin Monika Harms verteidigte unterdessen das Vorgehen im Fall Mohnhaupts. Wenn es keine Sicherheitsbedenken gebe, habe ein Gefangener nach der Mindestverbüßungszeit einen Anspruch, entlassen zu werden, sagte Harms der Zeitung 'Die Welt'.

OSNABRÜCK: Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) will, dass die Bedenken Russlands gegen das geplante US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa ausgeräumt werden. Der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' sagte Jung, die US-Regierung habe ausdrücklich unterstrichen, dass sich die geplante Raketenabwehr nicht gegen Russland richte. Die Nato müsse das in Gesprächen mit der Moskauer Regierung aber noch klarer zum Ausdruck bringen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die USA auf der Sicherheitskonferenz in München scharf kritisiert und gesagt, das geplante Raketenabwehrsystem provoziere einen neuen Rüstungswettlauf.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen bieten erstmals mit einem Handbuch Hilfe im Kampf gegen den Terrorismus an. Über das Internet haben Regierungen, regionale Organisationen und UN-Teams damit Zugriff auf entsprechende Informationen. Sie reichen von Abwehrmaßnahmen gegen den Diebstahl von Atommaterial bis hin zum Schutz von Menschenrechten während Anti-Terror-Kampagnen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte bei der Vorstellung des Handbuchs an die internationale Gemeinschaft, die von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossene Strategie konsequent umzusetzen.

OSLO: Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre hat nach Erkenntnissen norwegischer Forscher ein neues Rekordniveau erreicht. Als Hauptgrund hierfür sehen sie die schnelle Industrialisierung in Asien. Ein Sprecher des Polarinstituts in Oslo wies darauf hin, in China eröffne im Durchschnitt jede Woche ein neues Kohlekraftwerk, das im Gegensatz zu Atomkraftwerken oder regenerativen Energiequellen viel Kohlendioxid in die Umwelt blase. Die Konzentration von Co2 in der Atmosphäre hat danach einen kritischen Wert erreicht. Die Vereinten Nationen und andere Institutionen warnen bereits seit längerem vor einem globalen Klimawandel durch die Erderwärmung.

RIO DE JANEIRO: Zehntausende Brasilianer und Touristen haben den Karneval in Rio de Janeiro eingeläutet. Zum Auftakt der mehrtägigen Feiern überreichte Bürgermeister Cesar Maia Samba-König Momo und seinen schillernden Gefährtinnen in einer symbolischen Zeremonie einen riesigen, goldenen Schlüssel. Höhepunkt der Feiern ist wie jedes Jahr der große Umzug der Samba-Schulen am Sonntag und Montag, der weltweit im Fernsehen übertragen wird. Auf Grund der hohen Bandenkriminalität in Rio de Janeiro sollen 30.000 Polizisten für die Sicherheit der Karnevalisten sorgen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst teils neblig. Später sonnig und trocken. Höchstwerte zwischen fünf Grad an der Ostsee und bis zu 15 Grad am Rhein.

Am Morgen meldeten:

Berlin: 2 Grad, leicht bewölkt;
Dresden und Hamburg: 3 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 5 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 3 Grad, leicht bewölkt und
München: 1 Grad, wolkig.

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