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Nachrichten

Samstag, 17. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Reisende müssen sich wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island weiter auf massive Behinderungen im Flugverkehr einstellen. Zehntausende von Passagieren sitzen auf Europas Flughäfen fest. Großbritannien, Dänemark und die baltischen Staaten verlängerten das Flugverbot bereits bis Sonntag. Deutschland und mehrere andere der mehr als ein Dutzend betroffenen Länder im nördlichen und östlichen Europa stoppten den Flugverkehr bis mindestens 20 Uhr. Die deutsche Flugsicherung teilte mit, auf dem Hamburger Flughafen werde es bis Sonntagmittag keine Starts und Landungen geben. Die Vulkan-Aschewolke überdeckt inzwischen deutlich größere Teile Europas als noch am Vortag. Der Gletscher-Vulkan auf Island stößt weiterhin eine riesige Wolke mit Wasserdampf und Asche aus. Messungen ergaben eine Höhe der Rauchsäule von acht Kilometern. Ein Ende der Vulkan-Aktivitäten ist nach Auskunft der Meteorologen in Reykjavik nicht abzusehen.

ISTANBUL: Die fünf in Afghanistan verwundeten deutschen Soldaten sind in der Nacht zum Samstag in ein Krankenhaus im türkischen Istanbul gebracht worden. Sie seien "den Umständen entsprechend in einem stabilen Zustand", teilte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit, der die Soldaten begleitete. Er dankte der Türkei für die Hilfe, die - so der CSU-Politiker wörtlich - "unglaublich flexibel" geleistet werde. Ein Weitertransport nach Deutschland ist derzeit wegen der Sperrung des Luftraums nicht möglich. Die Bundeswehrsoldaten waren am Donnerstag nahe der nordafghanischen Stadt Baghlan verletzt worden, vier ihrer Kameraden waren gefallen.

BISCHKEK: Kirgisistan soll nicht länger Spielball anderer Staaten bleiben. Die Chefin der Übergangsregierung in Bischkek, Rosa Otunbajewa, machte in einem Interview mit der "Deutschen Welle" deutlich, sie werde es nicht hinnehmen, dass ihr Land weiter von anderen Staaten ausgenutzt werde. Der neuen Regierung sei bewusst, dass Russland und die USA um Einfluss in Zentralasien ringen, das dürfe aber nicht auf dem Rücken Kirgisistans ausgetragen werden. Kirgisistan hat große strategische Bedeutung, sowohl Russland als auch die USA unterhalten dort Militärstützpunkte.

WARSCHAU: Eine Woche nach dem Tod von Präsident Lech Kaczynski nehmen die Polen Abschied von ihrem Staatsoberhaupt. Zu der Gedenkfeier für alle 96 Opfer des Flugzeugabsturzes in Smolensk werden Hunderttausende rund um den Pilsudski-Platz in Warschau erwartet. Mit einer Schweigeminute um 8.56 Uhr, dem Zeitpunkt des Absturzes, begannen die Trauerfeierlichkeiten. Am Sonntag werden Kaczynski und seine Frau in der Wawel-Kathedrale in Krakau beigesetzt.


NEW YORK: Die US-Börsenaufsicht wirft der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs Betrug im Zusammenhang mit Wertpapieren vor und hat die Bank verklagt. Demnach soll die Bank, die zu den einflussreichsten Geldhäusern der Welt gehört, kurz vor dem Beinahe-Kollaps der Finanzmärkte Großinvestoren einen umstrittenen Fonds verkauft haben, der auf zweitklassigen Hypothekenkrediten basierte. Dabei soll Goldman Sachs den Kunden wichtige Informationen über die Schuldverschreibung vorenthalten haben. Die Anleger sollen so mehr als eine Milliarde Dollar verloren haben. Goldman Sachs wies die Vorwürfe zurück. Die Börsen reagierten wegen möglicher juristischer Folgen der Ermittlungen für die gesamte Finanzbranche nervös. Die Kurse vieler Banken fielen, die Goldman-Aktie verlor fast 13 Prozent.

DETROIT: Der von einer Pannenserie geplagte japanische Autobauer Toyota ruft in den USA und in Kanada erneut insgesamt 870.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Bei den betroffenen Wagen - dem Minivan Sienna - könne sich das Reserverad lösen und auf die Straße fallen, gab das Unternehmen bekannt. Erst vor zwei Tagen war der Verkauf eines Geländewagens wegen einer Sicherheitswarnung gestoppt worden.


DAS WETTER: In Deutschland viel Sonne. Maximal neun bis 18 Grad. - Nur an der Küste gelegentlich Wolkenfelder.

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