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Nachrichten

Samstag, 16. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Die Türken in Deutschland sollten nach Ansicht des türkischen Staatspräsidenten Gül auch Teil der deutschen Gesellschaft werden. Sie sollten Deutsch lernen, "und zwar fließend und ohne Akzent" sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Bei der Eingliederung, so Gül weiter, seien in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, sowohl auf deutscher wie auf türkischer Seite. Beunruhigt äußerte er sich über eine wachsende anti-islamische Stimmung in vielen europäischen Ländern.

TOKIO: Deutschland und Japan wollen bei der Versorgung ihrer Industrien mit Rohstoffen enger zusammenarbeiten. Das teilte Bundeswirtschaftsminister Brüderle nach einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Ohata in Tokio mit. Anlass ist ein Engpass der japanischen Wirtschaft etwa bei Metallen wie den Seltenen Erden, die für die Handy- oder Computer-Produktion wichtig sind. China, das mehr als 90 Prozent der weltweiten Förderung beherrscht, hatte seine Lieferungen an Japan wegen politischer Spannungen eingestellt. Brüderle regte an, etwa Länder wie Namibia, die Mongolei oder die USA zu verstärktem Export dieser Metalle zu motivieren.

PJÖNGJANG: Nach einer kurzen Phase der Annäherung hat das kommunistische Nordkorea den Ton gegenüber Südkorea wieder massiv verschärft. Das Regierungsorgan "Minju Joson" sprach mit Blick auf das multinationale Militärmanöver vor der südkoreanischen Hafenstadt Busan von einer offenen Kriegserklärung. Die Regierung Südkoreas wurde zudem als Marionette beschimpft, die den Dialog und die Beziehungen zum Norden zerstören wolle. Zuletzt hatten Kampfflieger und Kriegsschiffe aus Südkorea, den USA, Japan und Australien in Manövern geübt, wie die Weitergabe von Massenvernichtungswaffen verhindert werden kann.

PEKING: Bei einer Gasexplosion in einer Kohlenmine in der chinesischen Provinz Henan sind 20 Bergleute ums Leben gekommen. Mehr als 30 Kumpel wurden eingeschlossen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua weiter meldet. Ihr Schicksal ist unklar. Die Minen in China gelten als die gefährlichsten weltweit. Im vergangenen Jahr kamen dort bei Grubenunglücken mehr als 2.600 Menschen ums Leben.

PARIS: Frankreich will an einem Raketenschild der NATO in Europa mitwirken, hält aber an der eigenen Atombewaffnung fest. Man sei für eine Raketenabwehr und bereit, einen finanziellen und technischen Beitrag zu leisten, verlautete aus dem Büro von Präsident Sarkozy in Paris. Zugleich hieß es, dass ein solches System das eigene Atomarsenal nur ergänzen, nicht aber ablösen könne.

SEATTLE: Gegen den ersten von fünf US-Soldaten, die in Afghanistan willkürlich Zivilisten umgebracht haben sollen, wird Anklage wegen vorsätzlichen dreifachen Mordes erhoben. Dem 22-Jährigen drohe bei einer Verurteilung vor dem Militärgericht lebenslange Haft, teilte die US-Armee in Seattle mit. Die amerikanischen Soldaten sollen sich zwischen Januar und Mai dieses Jahres in der Provinz Kandahar gemeinsam einen Spaß daraus gemacht haben, Jagd auf unbewaffnete Afghanen zu machen, sie hinzurichten und Leichenteile als Trophäen mitzunehmen.

TEHERAN: Die iranische Justiz wird nach Angaben von Außenminister Mottaki den Fall der beiden festgenommenen deutschen Reporter untersuchen. Die Deutschen hätten unprofessionell gehandelt, deshalb werde ihr Vorgehen innerhalb des rechtlichen Rahmens überprüft, zitiert die Nachrichtenagentur Fars den Minister weiter. Die Bundesbürger hatten zuvor zugegeben, ohne Journalisten-Visa in den Iran geflogen zu sein. Sie waren verhaftet worden, als sie den Sohn einer wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin interviewten.

ZUM SPORT: Borussia Dortmund hat seine Siegesserie in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Das Team von Trainer Klopp siegte im Freitagsspiel beim 1. FC Köln mit 2:1. Damit hat der BVB erst einmal wieder die Tabellenspitze übernommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bewölkt und regnerisch, nur im Nordwesten und an der Küste etwas freundlicher. Die Höchstwerte liegen zwischen fünf und zehn Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, regnerisch;
Berlin: 8 Grad, regnerisch;
Dresden: 7 Grad, regnerisch;
Köln/Bonn: 8 Grad, bedeckt;
Frankfurt am Main: 9 Grad, bedeckt sowie
München: 6 Grad, dunstig.

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