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Nachrichten

Samstag, 16. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEU DELHI: In Indien steht die Kongress-Partei vor einem deutlichen Sieg bei den Parlamentswahlen und einer weiteren Amtszeit ihrer Mitte-Links-Regierung. Ihr größter Rivale, der Block der Hindu-Nationalisten, räumte seine Niederlage bereits ein. Jüngste TV-Statistiken sehen die von der Kongress-Partei geführte Koalition unter Ministerpräsident Singh überraschend stark bei etwa 250 Sitzen. Auf dieser Basis könnte die Partei der Gandhi-Dynastie auch leichter die zur absoluten Mehrheit noch notwendigen Unterstützer aus kleineren Regionalparteien finden. Das hindu-nationalistische Oppositionslager um die Bharatiya-Janata-Partei (BJP) könnte laut Auszählungen auf etwa 160 Sitze kommen.

WASHINGTON: Angesichts der Verhaftung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat die US-Regierung ihre Sanktionen gegen die birmanische Militärjunta um ein Jahr verlängert. Die "feindselige" Politik Birmas stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit und der Außenpolitik der Vereinigten Staaten dar, erklärte US-Präsident Barack Obama in einer Stellungnahme an den Kongress. Oppositionsführerin Suu Kyi wird vorgeworfen, sie habe in ihrem Haus einen US-Bürger empfangen und damit gegen Auflagen ihres seit langem bestehenden Hausarrests verstoßen. Kommende Woche soll sie deshalb vor Gericht gestellt werden.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama ist mit seinem Festhalten an den umstrittenen Militär-Tribunalen für Terrorverdächtige auf scharfe Kritik gestoßen. Etliche Menschenrechtsorganisationen warfen dem Präsidenten vor, eines seiner zentralen Wahlversprechen gebrochen zu haben. Indem die falsche Idee der Bush-Regierung wiederbelebt werde, rücke Obama auf gefährliche Weise von seinen eigenen Reformvorhaben ab. - Entgegen früheren Aussagen hatte der US-Präsident zuvor offiziell erklärt, er werde die Militär-Tribunale nicht abschaffen, jedoch an rechtsstaatliche Grundsätze angleichen. So sollen unter anderem Beweismittel, die durch folterähnliche Methoden gewonnen wurden, von den Sondergerichten nicht mehr verwendet werden dürfen.

BERLIN: Trotz der zunehmenden Gewalt gegen deutsche Soldaten in Afghanistan will Bundesverteidigungsminister Jung nicht von einem Kriegseinsatz sprechen. In einem Krieg würden zum Beispiel keine Schulen gebaut, sagte der CDU-Politiker der 'Rhein-Neckar-Zeitung'. Er gehe davon aus, dass der Afghanistan-Einsatz der deutschen Truppen in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stoße. Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe der Bundeswehr waren am Freitag wieder in der Nähe des Feldlagers Kundus beschossen worden. Verletzt wurde niemand.

HANNOVER: Die Freien Demokraten setzen ihren Bundesparteitag in der niedersächsischen Landeshauptstadt fort. Im Mittelpunkt des zweiten Tages steht die Beratung des Programms für die Bundestagswahl am 27. September. Kernforderung ist ein einfacheres und gerechteres Steuersystem. Zum Auftakt des insgesamt dreitägigen Treffens war Parteichef Westerwelle mit einem Rekordergebnis von fast 96 Prozent im Amt bestätigt worden. Westerwelle rief dazu auf, die große Koalition im Herbst abzuwählen und einen Linksruck zu verhindern.

KUWAIT-STADT: Die Bürger Kuwaits sind an diesem Samstag aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Umfragen zufolge müssen die radikalen Islamisten mit Stimmenverlusten rechnen. Bei der vorgezogenen Neuwahl haben erstmals auch Frauen eine reelle Chance, in das Abgeordnetenhaus des Wüstenstaats einzuziehen. Insgesamt bewerben sich um die 50 Parlamentssitze rund 200 Kandidaten, unter ihnen 16 Frauen. Die Wahl war nötig geworden, nachdem der Emir von Kuwait im März wegen Korruptionsvorwürfen das Parlament aufgelöst hatte.

GROSNY: Die russischen Behörden haben einen weiteren Erfolg gegen islamistische Kämpfer in der Teilrepublik Tschetschenien gemeldet. In Grosny, der Hauptstadt des Kaukasusgebiets, und einem nahegelegenen Dorf seien insgesamt vier bewaffnete Männer erschossen worden, die auch Verbindungen zu dem jüngsten Selbstmordattentat gehabt haben sollen, berichtete die russische Polizei. Damit seien weitere Anschläge vereitelt worden. --- Am Freitag hatte sich ein Attentäter vor dem Gebäude des russischen Innenministeriums in Grosny in die Luft gesprengt und vier Polizisten mit in den Tod gerissen.

CAPE CANAVERAL: Astronauten der Raumfähre "Atlantis" haben ihren zweiten Außeneinsatz zur Wartung des Weltraumteleskops "Hubble" beendet. Sie wechselten mehrere sogenannte Gyroskope aus, was mit acht Stunden länger als ursprünglich geplant dauerte. Gyroskope sind Schwungkreisel, die dazu dienen, die Lage des Teleskops im All zu steuern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunehmend heiter und trocken. Nur nordöstlich der Elbe bei wolkigem Himmel zeitweise Regen, im Südosten Schauerneigung. Höchstwerte elf bis 20 Grad.

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