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Nachrichten

Samstag, 16. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL/PRISTINA: Die EU-Mission für das Kosovo ist endgültig beschlossen. Die Entscheidung wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die sogenannte EULEX-Mission soll aus 1.800 Beamten bestehen, darunter Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Zöllner und Justizvollzugsbeamte. Die meisten werden nach Diplomatenangaben voraussichtlich aus Deutschland und Italien kommen. EULEX soll den Aufbau rechtsstaatlicher Institutionen im Kosovo unterstützen. In der Hauptstadt des Kosovo, Pristina, versammelten sich viele Menschen, um die bevorstehende Unabhängigkeit zu feiern. Es wird erwartet, dass sich die seit 1999 unter UN-Verwaltung stehende serbische Provinz am Sonntag für unabhängig erklärt.

GAZA-STADT: Der Aktivist der militanten Organisation Islamischer Dschihad, Ajman Atallah Fajed, ist bei der Explosion seines Hauses im Gazastreifen getötet worden. Mit ihm kamen nach Angaben von Ärzten mindestens sechs weitere Menschen ums Leben, etwa 40 andere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Augenzeugen berichteten, sie hätten Geschossfragmente herumliegen sehen, die möglicherweise von im Gazastreifen hergestellten Raketen stammten. Dies deutet darauf hin, dass Fajeds Haus womöglich als Waffenlager diente. Ein Sprecher des Islamischen Dschihads sagte, das Haus sei Ziel eines israelischen Luftangriffs geworden. Dies wurde aber von Israel zurückgewiesen. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, John Holmes, zeigte sich unterdessen bei einem Abstecher im Gaza-Streifen schockiert vom Elend vieler Menschen dort. Nach dem Besuch im größten Krankenhaus von Gaza sprach er von einer 'trostlosen Situation.'

KARLSRUHE: Die Behörden in Rheinland-Pfalz haben einen Deutschen pakistanischer Herkunft als mutmaßlichen Unterstützer des Terrornetzwerks El Kaida festgenommen. Der Bundesgerichtshof erließ Haftbefehl gegen den 45-Jährigen. Er wird dringend verdächtigt, die islamisch-fundamentalistische Organisation in sechs Fällen unterstützt zu haben. So soll er im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet Verantwortlichen von El Kaida mehrere tausend Euro sowie Ferngläser, Funkgeräte und Nachtsichtgeräte übergeben haben.

BERLIN: Angesichts der Ermittlungen gegen den zurückgetretenen Post-Chef Klaus Zumwinkel und rund 700 weitere mutmaßliche Steuersünder in herausragenden Positionen hat die Bundesregierung vor schweren Folgen für die soziale Marktwirtschaft gewarnt. Die Manager müssten sich ihrer Vorbildfunktion für die Gesellschaft bewusst werden, sagte Wirtschaftsminister Michael Glos der ‚Bild am Sonntag'. Andernfalls werde die soziale Marktwirtschaft unglaubwürdig. Finanzminister Peer Steinbrück forderte die Bildung eines neuen Bewusstseins bei Managern. Postchef Zumwinkel hatte am Freitag die Konsequenzen aus den Vorwürfen der Steuerhinterziehung gezogen und war von seinen Ämtern zurückgetreten. - Nach Informationen der Ermittler sollen die Verdächtigen insgesamt mehrere Milliarden Euro über Geldanlagen in Liechtenstein am Fiskus vorbeigeschleust haben.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat Eritrea wegen seines Verhaltens gegenüber der UN-Friedensmission im Grenzgebiet zu Äthiopien scharf kritisiert. Das höchste UN-Gremium warf der eritreischen Regierung vor, die Arbeit der Blauhelmsoldaten zu behindern. Das Verhalten Eritreas habe es unausweichlich gemacht, dass die UN-Soldaten vorübergehend ins benachbarte Äthiopien abgezogen werden müssten. Auch diese Verlegung werde jetzt behindert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte die Situation inakzeptabel. Das Außenministerium in Asmara wies die Vorwürfe als unberechtigt zurück. - Derzeit sind rund 2.000 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Sie sollen den Waffenstillstand überwachen, auf den Eritrea und Äthiopien sich im Jahr 2000 nach zweijährigen Grenzstreitigkeiten geeinigt hatten.

COTONOU: Zum Auftakt seiner sechstägigen Afrika- Reise ist US-Präsident George W. Bush in Benin eingetroffen. Außer Benin wird Bush in den kommenden Tagen noch Tansania, Ruanda, Ghana und Liberia besuchen. Im Mittelpunkt der Reise sollen nach Angaben des Weißen Hauses die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas und der Kampf gegen Krankheiten wie Aids und Malaria stehen.

BERLIN: Deutschland und China wollen ihre zuletzt schwer belasteten Beziehungen wieder normalisieren und ausbauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao vereinbarten bei einem Telefonat die Intensivierung der bilateralen Beziehungen und des gegenseitigen Besucheraustausches, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm mitteilte. Wen habe Merkel zur Teilnahme am 7. Europa-Asien-Treffen im Herbst in Peking eingeladen. Außerdem wollen beide Regierungen an der Vorbereitung des G-8-Gipfels im Juni in Japan eng zusammenarbeiten. Das Verhältnis zwischen beiden Ländern hatte sich nach dem Empfang des Dalai Lama durch Merkel im Kanzleramt im September deutlich abgekühlt.

PEKING: In der chinesischen Hauptstadt werden die Abgasvorschriften verschärft. Damit soll vor den Olympischen Spielen im August die Luftverschmutzung in der stark belasteten Stadt verringert werden. So müssen Neuwagen vom 1. März an den Euro IV-Standard erfüllen. Strengere Regeln gelten vom Juli an auch für Nutzfahrzeuge.

HOUSTON: Die Astronauten der Raumfähre "Atlantis" haben ihren dritten und letzten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation -ISS- abgeschlossen. Während der rund siebeneinhalbstündigen Arbeiten im All installierten zwei US-Kollegen des deutschen Astronauten Hans Schlegel eine Sonnenwarte und zwei Experimentieranlagen an dem neuen europäischen Weltraumlabor "Columbus". Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den "Atlantis"-Flug für weitere Experimente bis kommenden Mittwoch verlängert.

ZUM SPORT: Im Freitagsspiel der 1. Fußball-Bundesliga hat Schalke 04 zu Hause durch ein 1:2 gegen Wolfsburg den Sprung auf den zweiten Platz der Liga verpasst. Damit endete für Schalke eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage; die Wolfsburger feierten den vierten Sieg in Folge.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach sonnig und trocken. Im Osten auch Durchzug von Wolkenfeldern und örtlich leichte Schneeschauer. Temperaturen minus zwei bis plus drei Grad, entlang des Rheins bis fünf Grad.

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