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Nachrichten

Samstag, 15. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Die europäischen Finanzmärkte befinden sich nach Einschätzung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Trichet, weiterhin in einer dramatischen Krise. Die Situation vor etwa einer Woche verglich er im Nachrichtenmagazin "Spiegel" mit der Zeit nach der Lehman-Pleite 2008, als die Märkte nicht mehr funktioniert hätten. Trichet drängte in dieser Situation auf strenge gegenseitige Überwachung der Wirtschaftspolitik in Europa mit wirksamen Strafen bei Verstößen gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel betrachtet den milliardenschweren Rettungsschirm für den Euro nur als vorläufige Lösung. Das Problem seien die hohen Haushaltsdefizite in den Mitgliedsländern, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Deutschland bestehe darauf, dass diese ihre Staatsfinanzen in Ordnung brächten und sich um eine bessere Wettbewerbsfähigkeit bemühten. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" bereitet Bundesfinanzminister Schäuble Maßnahmen zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung vor. Dazu gehörten eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild, die Überwachung der Euro-Haushalte durch unabhängige Forschungsinstitute und ein Sachverständigenrat. Der deutsche Wirtschaftsweise Bofinger warnte die Euro-Staaten unterdessen in der "Berliner Zeitung" davor, ihre Konjunktur "kaputt zu sparen".

ESSEN: Nach dem Verlust der schwarz-gelben Mehrheit im Bundesrat will die Regierung von CDU/CSU und FDP längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke ohne Beteiligung der Länderkammer durchsetzen. CDU-Kanzleramtsminister Pofalla kündigte in einem Gespräch mit der WAZ-Zeitungsgruppe ein gleichermaßen zustimmungsfreies wie verfassungskonformes Gesetz an. Auf diese Art und Weise habe auch die rot-grüne Bundesregierung unter Kanzler Schröder eine Laufzeit-Begrenzung durchgesetzt, sagte er.

ROSTOCK: Die Linkspartei wählt eine neue Führungsspitze. Auf ihrem Parteitag in Rostock wollen die Delegierten Nachfolger für die scheidenden Vorsitzenden Lafontaine und Bisky bestimmen. Für die Ämter bewerben sich die Berliner Bundestagsabgeordnete Lötzsch und der bisherige Parteivize Ernst aus Bayern. Vor der Wahl der neuen Führung muss der Parteitag mit Zweidrittel-Mehrheit die Satzung ändern, weil diese bislang ein Auslaufen der Doppelspitze in diesem Jahr vorsieht.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt ist ein Ende der Konfrontation zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften nicht absehbar. Bei neuen Ausschreitungen wurden nach Angaben von Augenzeugen drei Menschen Getötet. Rund um das von den Demonstranten besetzte Geschäftsviertel sind mehrere tausend Soldaten im Einsatz. Am Freitag waren dort bei Straßenschlachten mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 140 verletzt worden. Unter den Verletzten sollen auch Ausländer sein.

SACRAMENTO: Auf Kalifornien kommen wegen der schweren Finanzkrise drastische Kürzungen zu. Das kündigte Gouverneur Schwarzenegger bei der Vorstellung des neuen Haushalts an. Der Republikaner will den Rotstift vor allem bei Sozialhilfeprogrammen und im Gesundheitswesen ansetzen. Steuererhöhungen lehnte Schwarzenegger kategorisch ab.

NEW ORLEANS: Im Golf von Mexiko hat ein weiterer Versuch begonnen, die Ölpest direkt am Hauptleck am Meeresboden einzudämmen. Die Einsatzkräfte wollen nun das austretende Erdöl in rund 1500 Meter Tiefe absaugen und auf ein Tankschiff pumpen. Gegen den Widerstand von Umweltschützern, Wissenschaftlern und Fischern erlaubten die US-Behörden inzwischen den Einsatz Öl-zersetzender Chemikalien auch unter Wasser.

SYDNEY: Eine 16-jährige Australierin hat nach sieben Monaten auf hoher See ihre Weltumseglung abgeschlossen und damit alle bisherigen Rekorde gebrochen. Jessica Watson fuhr unter dem Jubel von vielen tausend Zuschauern in den Hafen von Sydney ein. Die 16-Jährige umrundete die Erde nonstop und ohne Unterstützung. Den bisherigen Rekord als jüngster Weltumsegler ohne Hilfe hält der Australier Jesse Martin, der seine Reise 1999 im Alter von 18 Jahren beendete.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Süden immer wieder Regen. In den übrigen Landesteilen einzelne Schauer, aber auch Auflockerungen. Höchstwerte zwischen acht und 14 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 8 Grad, wolkig
Berlin: 8 Grad, regnerisch
Dresden: 7 Grad, bedeckt
Köln/Bonn: 8 Grad, bedeckt
Frankfurt am Main: 9 Grad, stark bewölkt
München: 7 Grad, regnerisch

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