1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 15. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt sind nach bisherigen Berichten mindestens drei Menschen getötet und etwa 70 verletzt worden. Die Explosion ereignete sich im Diplomatenviertel von Kabul, in dem unter anderem die US-Botschaft liegt. Der Sprengsatz sei vor dem Hauptquartier der NATO-Truppen detoniert, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul mit. In einigen Berichten ist von einem Selbstmordattentäter die Rede. Über dem Stadtviertel sei eine dichte Rauchwolke zu sehen. Ein Taliban-Sprecher bekannte sich zu dem Anschlag und erklärte, die Bombe habe 500 Kilogramm Sprengstoff enthalten.

FRANKFURT AM MAIN: Nach Einschätzung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung wird die Bundeswehr noch fünf bis zehn Jahre in Afghanistan bleiben müssen. Grund ist die Sicherheitslage in dem Land. Ziel sei es, dass das Land selbst für seine Sicherheit sorgen könne, sagte der CDU-Politiker im Hessischen Rundfunk. Bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte sei man vorangekommen, bei der Polizei gebe es aber noch "Nachholbedarf". - Eine Truppenreduzierung der Bundeswehr sei auch nach den afghanischen Präsidentschaftswahlen in der kommenden Woche nicht möglich, da mit einer Stichwahl im September oder Oktober zu rechnen sei. Danach werde man die Lage bewerten, so der Minister.

GAZA-STADT: Bei schweren Gefechten zwischen Sicherheitskräften der Hamas und muslimischen Fundamentalisten sind im Gazastreifen 22 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Während der Kämpfe in der südlichen Stadt Rafah sei auch der radikale Kleriker Abdel Latif Mussa umgekommen, teilte ein Hamas-Sprecher mit. Mussa galt als Anführer der Palästinensergruppe "Dschund Ansar Allah", die dem Terrornetzwerk El Kaida nahesteht. Er hatte beim Freitagsgebet ein "Islamisches Emirat" im Gazastreifen ausgerufen. Kurz darauf hatten Agenturberichten zufolge Sicherheitskräfte die Moschee gestürmt und später auch Mussas Haus umstellt.

RANGUN: Als erster ranghoher US-Vertreter hat der demokratische Senator Jim Webb ein Gespräch mit dem Juntachef in Birma, Than Shwe, geführt. Webb wurde am Regierungssitz in Naypyidaw empfangen, wie Agenturen aus Birma berichten. Hauptthema des Gesprächs dürfte das Gerichtsverfahren gegen die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gewesen sein. Die 64-Jährige war am Dienstag zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, was weltweit auf Proteste gestoßen ist. Der US-Senator wollte nach seiner Begegnung mit dem Juntachef nach Rangun weiterreisen, um dort auch Suu Kyi aufzusuchen.

MEXIKO-STADT: Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Häftlingsgruppen sind in einem Gefängnis in Mexiko 19 Menschen getötet worden. Außerdem seien mehr als 20 Personen verletzt worden, teilten die Behörden im Bundesstaat Durango mit. An den Auseinandersetzungen in Gómez Palacio waren wohl Drogenhändler aus dem organisierten Verbrechen beteiligt. Ein Behördensprecher bezeichnete die Haftanstalt als Zeitbombe.

WASHINGTON: Im Zuge der Finanzkrise wird aus den USA die bisher größte Bankenpleite des Jahres gemeldet. Wie die Einlagensicherungsbehörde FDIC mitteilte, musste die Colonial BancGroup mit Sitz in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama schließen. Ihre 346 Filialen und die Einlagen von mehr als 20 Milliarden Dollar werden vom Konkurrenten BBßamp;T übernommen. Die Bankenaufsicht schloss am Freitag eine Reihe weiterer Institute. Damit mussten seit Jahresbeginn in den USA bereits 77 Banken aufgeben.

MÜNCHEN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Wirtschaftskrise die Neuverschuldung in Deutschland verteidigt. Neue Schulden müssten in Kauf genommen werden, um Wachstum anzustoßen, sagte Merkel dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Neuverschuldung müsse im Zuge einer "soliden"Finanzpolitik" jedoch spätestens 2011 wieder sinken, sagte Merkel. Steuererhöhungen nach der Wahl schloss die Kanzlerin aus. Deutschland müsse mit Wachstum schnell aus der Krise kommen, höhere Steuern und Abgaben wären da der falsche Weg.

BERLIN: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Bundesbürgern Impfungen gegen die sogenannte Schweinegrippe empfohlen. Je mehr Bürger sich impfen ließen, desto größer sei der Schutz für die Gesamtbevölkerung, erklärte die SPD-Politikerin. Die Geschichte der Pandemien zeige, dass nach einem ersten relativ harmlosen Verlauf eine zweite Welle mit oft schwereren Verläufen kommen könne. Für Panik gebe es jedoch keinen Anlass, betonte Schmidt.

HAMBURG: Die Deutsche Post will sparen und bis Ende 2011 bundesweit alle noch selbst betriebenen 475 Filialen aufgeben. Die Dienste sollen künftig von Partnern wie Einzelhändlern übernommen werden, sagte ein Post-Sprecher dem "Hamburger Abendblatt". Die Umwandlung stößt vor allem bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Kritik. Mit dem Schritt gebe der Konzern praktisch sein eigenes Vertriebsnetz auf, so die Gewerkschaft.

BERLIN: Im Olympiastadion wird an diesem Samstag von Bundespräsident Horst Köhler die 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaft offiziell eröffnet. Mit mehr als 2.000 Athleten aus rund 200 Ländern ist sie das drittgrößte Sportereignis der Welt nach den Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft. - Vor der offiziellen Eröffnung fand bereits am Freitagabend am Brandenburger Tor ein Auftaktfest statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig oder locker bewölkt und trocken. An den Küsten wolkiger. Höchsttemperaturen 20 bis 30 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist leichter Bewölkung:

Hamburg und München: 17°;
Berlin und Dresden: 14°;
Köln/Bonn: 13° sowie
Frankfurt am Main: 15°.

Audio und Video zum Thema