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Nachrichten

Samstag, 15. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

TEHERAN: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Israel-feindliche Haltung bekräftigt. Bei einer Konferenz zur Unterstützung der Palästinenser bestritt Ahmadinedschad in Teheran ein weiteres Mal das Existenzrecht Israels und zweifelte den Holocaust an. Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice plädierte daraufhin auch mit Blick auf den iranischen Atomkonflikt für eine Resolution des Weltsicherheitsrates, die den Einsatz von Waffengewalt nicht ausschließt. Zudem sollte man über Sanktionen wie Einreisebeschränkungen für iranische Politiker und das Einfrieren iranischen Vermögens nachdenken, sagte Rice.

GAZA-STADT: Aus Protest gegen ausstehende Gehaltszahlungen haben palästinensische Polizisten im Gazastreifen ein Gebäude der Behörden besetzt. Auch eine Hauptverkehrsstraße wurde blockiert. Nach dem Wahlsieg der radikal-islamischen Hamas hatte Israel den Palästinensern zustehende Steuer-Einnahmen eingefroren. Die USA und die EU setzten ihre Hilfszahlungen an die Autonomie-Behörde aus, so dass diese nicht mehr in der Lage ist, ihren 140.000 Beamten die Gehälter zu bezahlen. Das russische Außenministerium kündigte eine Soforthilfe an, nannte jedoch keine Summe.

JERUSALEM: Israels bisheriger Übergangsregierungschef Ehud Olmert hat offiziell die Nachfolge des schwerkranken Ministerpräsidenten Ariel Scharon angetreten. In der Nacht zum Samstag lief die gesetzlich festgelegte Frist von 100 Tagen ab, an deren Ende ein amtsunfähiger Regierungschef durch einen Nachfolger ersetzt wird. Scharon liegt seit einem Schlaganfall Anfang Januar im Koma.

KABUL: Bei einer Offensive afghanischer Sicherheitskräfte gegen radikal-islamische Taliban-Kämpfer sind in der südlich gelegenen Provinz Kandahar fast 50 Menschen getötet worden. US-Kampfhubschrauber beschossen mutmaßliche Rebellenstellungen mit Raketen. Nach Angaben von Provinzgouverneur Assadullah Chalid hielten die Gefechte den ganzen Freitag an. Unter den Todesopfern sind auch sechs afghanische Polizisten.

ROM: Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi weigert sich weiter, den Sieg des Mitte-Links-Bündnisses von Oppositionsführer Romano Prodi bei der Parlamentswahl anzuerkennen. Er warte gespannt auf das amtliche Endergebnis, sagte Berlusconi. Die bisherigen Zahlen, nach denen Prodis Allianz die Wahl gewonnen habe, seien nur vorläufig. - Da aber nur wenige tausend strittige Stimmzettel überprüft werden, hat Berlusconis Rechtskoalition rechnerisch keine Chance mehr, die Wahl doch noch zu gewinnen.

WASHINGTON: Die USA haben die Entscheidung des Tschad kritisiert, die Beziehungen zum Nachbarland Sudan abzubrechen und die Grenze zu schließen. Mehr Kommunikationskanäle und mehr Dialog seien besser als weniger, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Er betonte zugleich, der Tschad sei verpflichtet, die Flüchtlinge aus der sudanesischen Krisenregion Dafur zu schützen. Der Präsident des Tschad, Idriss Déby, wirft dem Sudan vor, die Rebellen zu unterstützen, die am Donnerstag die Hauptstadt N'Djamena erobern wollten.

KATHMANDU: In Nepal halten die Proteste gegen den autoritär regierenden König Gyanendra an. Die Hauptstadt Kathmandu ist durch einen Generalstreik weitgehend lahmgelegt. Studenten blockierten nach Angaben von Augenzeugen Straßenkreuzungen und verbrannten Autoreifen. Am Freitag hatte die Opposition in dem Himalaya-Königreich ein Gesprächsangebot des Monarchen zurückgewiesen.

STUTTGART: Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie rechnen die Arbeitgeber mit einem Streik. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte der 'Stuttgarter Zeitung', es werde schwierig sein, noch vor einer möglichen Urabstimmung eine Einigung mit der IG Metall zu erzielen. Die Unternehmen scheuten einen Arbeitskampf nicht. - Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die 3,4 Millionen Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben 1,2 Prozent angeboten.

BERLIN: Mit Blick auf die diesjährigen Ostermärsche hat sich Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul für eine weltweite atomare Abrüstung eingesetzt. Atomwaffen müssten überall auf der Welt zurückgedrängt werden, sagte Wieczorek-Zeul in Berlin. Die SPD-Politikern nannte es ein selbstverständliches Ziel der internationalen Gemeinschaft, den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Dabei müsse aber jede militärische Option ausgeschlossen werden. - Am Karfreitag begannen die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung. Sie stießen allerdings nur auf geringes Interesse. Bis Montag sind bundesweit mehr als 70 Veranstaltungen geplant.

ROM: Mit der traditionellen Kreuzweg-Prozession des Papstes am Kolosseum haben die Osterfeierlichkeiten in Rom einen ersten Höhepunkt erreicht. Am späten Freitagabend versammelten sich tausende Menschen an dem antiken Amphitheater, um gemeinsam mit Benedikt XVI. des Leidensweges und der Kreuzigung von Jesus Christus zu gedenken.

KOPENHAGEN: Der Verdacht auf die Infektion eines Menschen mit dem Vogelgrippevirus in Dänemark hat sich nicht bestätigt. Wie ein Sprecher des behandelnden Krankenhauses in Kopenhagen mitteilte, ergaben eingehende Untersuchungen des 25-Jährigen, dass er nicht infiziert ist. Der Mann war mit Grippe-Symptomen aus einem Krankenhaus in Nykøbing auf Falster zu Spezialisten nach Kopenhagen gebracht worden.

JAKARTA: Bei einem Zugunglück auf der indonesischen Insel Java sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen und fast 30 verletzt worden. Der Unfall ereignete sich vor dem Bahnhof von Gubuk. Nach Behörden-Angaben hatte ein Zug vor dem Bahnhof gehalten, der zweite raste in ihn hinein, da der Lokführer ein Signal überhört hatte.

ZUM SPORT: Tennis-Profi Thomas Haas steht im Halbfinale des mit 380.000 US-Dollar dotierten ATP-Turniers in Houston/Texas. Der gebürtige Hamburger besiegte in der Runde der letzten Acht den Amerikaner Andy Roddick in drei Sätzen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet freundlich. Nach Südwesten wolkig, hier später aufkommender Regen. Tagestemperaturen zwischen 14 und 19 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: fünf Grad, fast wolkenlos;
Berlin: fünf Grad, wolkig;
Dresden: vier Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: sechs Grad, dunstig;
Frankfurt am Main: acht Grad, stark bewölkt und
München: sieben Grad, wolkig.

  • Datum 15.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8Gg3
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