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Nachrichten

Samstag, 14. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Nach dem Nein der Bürger Irlands zum EU-Reformvertrag hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier einen vorübergehenden Ausstieg des Landes aus dem europäischen Integrationsprozess als mögliche Option bezeichnet. Dann könnte der Vertrag zwischen den übrigen 26 Mitgliedsländern in Kraft treten, sagte Steinmeier am Rande seines China-Besuchs in Peking. - Bei dem Referendum hatten 53 Prozent der Iren den EU-Vertrag von Lissabon abgelehnt. - In 18 EU-Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, ist das Vertragswerk schon ratifiziert. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy forderten in einer gemeinsamen Erklärung, dass der Ratifizierungsprozess in den restlichen acht Mitgliedsstaaten weitergehen müsse.

PEKING: Nach den Irritationen wegen des Dalai-Lama-Empfangs im Berliner Kanzleramt sollen die chinesisch-deutschen Beziehungen wieder umfassend in Gang kommen. Man wolle den Menschenrechtsdialog mit Deutschland noch in diesem Herbst wieder aufnehmen, erklärte Außenminister Yang Jiechi nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Peking. Auch die Gespräche im Rahmen des so genannten strategischen Dialogs könnten in der zweiten Jahreshälfte wiederbelebt werden, hieß es nach einem Empfang bei Regierungschef Wen Jiabao. Steinmeier regte zudem eine Kooperation bei der Konfliktbewältigung in Afrika oder auch beim Klimaschutz an. -- Er trifft an diesem Samstag in Peking Bürgerrechtsanwälte und Intellektuelle sowie ranghohe KP-Funktionäre. In der Metropole Chongqing wird Steinmeier am Sonntag eine Konferenz über Städteentwicklung eröffnen.

TOKIO: Die Finanzminister der sieben größten Industrienationen und Russlands haben die Ölförderländer aufgefordert, ihre Produktion zu erhöhen, um den Preisauftrieb zu dämpfen. Die steigenden Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise stellten weltweit eine ernste Bedrohung für das Wirtschaftswachstum dar, erklärten die Minister der G-8-Staaten zum Abschluss zweitägiger Beratungen im japanischen Osaka. Die Ministerrunde beauftragte den Internationalen Währungsfonds IWF und die Internationale Energieagentur IEA zu prüfen, welche Rolle Spekulationen beim Anstieg des Ölpreises spielen. - Das Treffen in Osaka diente auch der Vorbereitung des G-8-Gipfels im Juli in Japan. - Nach einem Bericht der US-Zeitung 'New York Times' will der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien seine Förderung um 500.000 auf zehn Millionen Barrel täglich erhöhen.

TEHERAN: Im Atomstreit mit dem Iran hat EU-Chefdiplomat Javier Solana das neue Angebot der fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschlands unterbreitet. Nach Angaben einer Sprecherin informierte Solana in Teheran Außenminister Manuchehr Mottaki über die Vorschläge der sechs Staaten, die vor allem eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit vorsehen, wenn der Iran im Gegenzug die Anreicherung von Uran stoppt. - Der iranische Regierungssprecher Gholamhossein Elham bekräftigte aus Anlaß des Solana-Besuchs, sein Land halte am Atomprogramm fest. - Der UN-Sicherheitsrat hat bereits drei Mal Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Vor allem der Westen verdächtigt das Land, insgeheim nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teherabn weist dies zurück.

KANDAHAR: Die afghanische Armee und ausländische Truppen haben eine groß angelegte Suchaktion nach mehreren hundert Häftlingen gestartet, die von den radikal-islamischen Taliban aus einem Gefängnis in der Stadt Kandahar befreit worden sind. Ein Sprecher der NATO-geführten Afghanistan-Schutzttruppe ISAF teilte mit, mehr als 1.100 Gefangene seien nach dem Angriff der Taliban aus der Haftanstalt geflohen. Nach Angaben afghanischer Stellen sind unter den Flüchtigen mindestens 400 Tailban, die wegen teils schwerer Verbrechen inhaftiert gewesen seien. Die Aufständischen hätten das Gefängnis gestürmt, nachdem ein Selbstmordattentäter ein Loch in die Mauer der Anstalt gesprengt habe. Bei Schusswechseln seien sieben Polizisten, neun Häftlinge und ein Zivilist getötet worden.

TOKIO: Im Norden Japans sind bei einem Erdbeben der Stärke 7,2 mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Etwa zehn Personen würden noch vermisst, berichteten japanische Medien. Mehr als hundert Menschen hätten Verletzungen erlitten, teilten die Behörden der betroffenen Provinzen Iwate und Miyagi mit. Mehrere Häuser seien beschädigt, Straßen durch Erdrutsche verschüttet worden. Die Betreiber eines Atomkraftwerkes in der Präfektur Fukushima teilten mit, durch das Erdbeben sei innerhalb der Anlage eine geringe Menge radioaktives Wasser ausgetreten. Eine Gefahr für die Umgebung bestehe nicht. Das Kernkraftwerk laufe weiter.

WASHINGTON: Nach heftigen Regenfällen ist die Stadt Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa vom Hochwasser des Cedar River bedroht. Bis zu 10.000 der rund 120.000 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Mehrere hundert Gebäude wurden durch die Wassermassen beschädigt oder zerstört. In Des Moines, der Haupstadt Iowas, drohen ebenfalls Überschwemmungen. Gouverneur Chet Culver rief für Teile des Bundesstaates den Notstand aus.

BERLIN: Die SPD will noch in dieser Wahlperiode für Arbeitnehmer die flexiblen Übergänge in den Ruhestand ausbauen. Die Ende 2009 auslaufende Regelung der staatlich geförderten Altersteilzeit solle bis 2015 verlängert werden, heißt es in einem Papier, das das SPD-Präsidium an diesem Montag in Berlin beschließen will. In dem Entwurf sprechen sich die Sozialdemokraten weiter dafür aus, Arbeitnehmern eine Teilrente bereits vom 60. Lebensjahr an zu ermöglichen. Derzeit muss man dafür 63 Jahre alt sein.

ZUM SPORT: Bei der Fußball-Europameisterschaft hat das Team der Niederlande Vizeweltmeister Frankreich mit 4:1 besiegt und sich damit für das Viertelfinale qualifiziert. Im anderen Spiel der Gruppe C trennten sich Italien und Rumänien 1:1. - An diesem Samstag spielen Schweden gegen Spanien und Griechenland gegen Russland.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft, im Tagesverlauf zunehmend Schauer, vor allem im Westen und Norden. Am freundlichsten in Niederbayern. Maximal 14 bis 20 Grad Celsius.


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