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Nachrichten

Samstag, 14. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: In den USA hat der Kongress das größte staatliche Konjunkturpaket in der Geschichte des Landes verabschiedet. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte auch der Senat mit knapper Mehrheit für das fast 790 Milliarden Dollar schwere Maßnahmenbündel der Regierung. US-Präsident Barack Obama kann es nun wie geplant Anfang kommender Woche in Kraft setzen. Das Konjunkturprogramm soll etwa 3,5 Millionen Arbeitsplätze sichern und auch Neueinstellungen ermöglichen. Allein 286 Milliarden Dollar - und damit der größte Teil - dienen Steuererleichterungen, um den Binnenkonsum zu stärken. Die weiteren Mittel sind für Verkehrs- und Wissenschaftsinvestitionen, Bildungsausgaben und soziale Zwecke vorgesehen. - So sollen unter anderem Arbeitslose stärker unterstützt und eine staatliche Krankenversicherung aufgebaut werden.

ROM: Die in der G7 zusammengeschlossenen Industrienationen sind zu weiteren gemeinsamen Schritten bereit, um die Finanzkrise einzudämmen und die Märkte zu stabilisieren. Dies bleibe oberste Priorität der Wirtschaftspolitik, heißt es in einem Entwurf für die Abschlusserklärung des G7-Finanzministertreffens in Rom. Protektionistische Maßnahmen müssten vermieden werden. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte vor dem Treffen wiederholt vor Abschottungs-Tendenzen gewarnt. - An diesem Samstag wollen die Minister unter anderem über Ausstiegsstrategien aus den Staatsengagements nach der Finanz- und Wirtschaftskrise sprechen.

WASHINGTON: Kurz vor ihrer ersten Auslandsreise hat US-Außenministerin Hillary Clinton dem verfeindeten Nordkorea ein Friedensangebot gemacht. Die USA seien bereit, der kommunistischen Regierung einen Friedensvertrag, normale Beziehungen und Hilfslieferungen anzubieten, sagte Clinton. Im Gegenzug müsse die Regierung in Pjöngjang aber ihr Atomwaffen-Programm einstellen. Über dessen Einstellung und die Überwachung hatte es zuletzt Streit zwischen Nordkorea und den USA gegeben.--Clinton reist kommende Woche nach Asien. Stationen sind Japan, Indonesien, Südkkorea und China. Mit Blick auf China betonte die US-Außenministerin, sie hoffe auf eine bessere Zusammenarbeit vor allem beim Klimaschutz.

ISLAMABAD: Durch eine vermutlich von der US-Armee abgefeuerte Rakete sind im Nordwesten Pakistans mindestens 20 Menschen getötet worden. Die von einem unbemannten Flugzeug abgefeuerten Geschosse seien in einem Rebellenunterschlupf in der Stadt Ladha eingeschlagen, teilte ein ranghoher Behördenvertreter mit. Ladha liegt in der Region Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan. Sie gilt als Hochburg pakistanischer Taliban und El-Kaida-Kämpfer.

HARARE: In Simbabwe dauern trotz der Bildung der Einheitsregierung die Repressionen gegen die bisherige Oppositionspartei 'Bewegung für einen Demokratischen Wandel' (MDC) an. Die Partei wirft der Polizei vor, dem am Freitag festgenommenen Schatzmeister der MDC, Roy Bennett, die Nahrung zu verweigern. Bennett, der ursprünglich stellvertretender Landwirtschaftsminister in Simbabwe werden sollte, wird des Landesverrats beschuldigt. Auch versuchten Polizisten mit Warnschüssen und Hunden, hunderte MDC-Anhänger zu vertreiben, die vor der Polizeiwache in der Stadt Mutare im Osten des Landes die Freilassung Bennetts forderten. Zudem teilte die MDC mit, dass die Polizei inzwischen auch den Bürgermeister von Mutare, James Brown, ebenfalls ein Mitglied der früheren Oppositionspartei, verhaftet habe.

RANGUN: Ein Gericht in Birma hat unmittelbar vor dem Besuch des UN-Menschenrechtsbeauftragten Tomas Ojea Quintana zwei Oppositionspolitiker zu 15 Jahren Haft verurteilt. Dies teilte ein Sprecher der Oppositionspartei 'Nationale Liga für Demokratie' mit. Die Politiker seien unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in Rangun abgeurteilt worden. Sie hatten in einem offenen Brief an die Vereinten Nationen Birmas Militärregime kritisiert. Quintana will bei seinem Besuch auch die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Aung Sang Suu Kyi und weitere politische Gefangene treffen. - Im vergangenen Sommer war ihm ein Gespräch mit Suu Kyi verwehrt worden.

PRISTINA: Der Ministerpräsident des Kosovo, Hashim Thaci, hat Serbien zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen aufgefordert. Dafür müssten sich Serbien und das Kosovo gegenseitig als unabhängige Staaten anerkennen und Botschaften einrichten, sagte Thaci in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings nehme Serbien eine extrem nationalistische Haltung ein und stelle die territoriale Unversehrtheit des Kosovo in Frage. Thaci äußerte sich anlässlich des ersten Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung der früheren serbischen Provinz am kommenden Dienstag. Inzwischen haben 54 Staaten - darunter die USA, Deutschland und die meisten europäischen Länder - die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt.

POTSDAM: Die Tarifverhandlungen für die etwa 700.000 Beschäftigten der Bundesländer gehen an diesem Samstag in die voraussichtlich entscheidende Runde. Sollten die bis Sonntag geplanten Gespräche in Potsdam scheitern, sind Streiks im öffentlichen Dienst wahrscheinlich. Damit hatten die Gewerkschaften bereits während der Warnstreiks in den vergangenen zwei Wochen gedroht. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutsche Beamtenbund fordern acht Prozent mehr Entgelt und für die unteren Einkommensgruppen mindestens 200 Euro mehr. Dies haben die Arbeitgeber bisher abgelehnt.

NEU DELHI: Bei dem Eisenbahnunglück im ostindischen Bundesstaat Orissa sind nach jüngsten Behördenangaben 16 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 160 verletzt worden. Der aus Kalkutta kommende Expresszug war bei hoher Geschwindigkeit nahe der Stadt Jaipur aus den Gleisen gesprungen. Die Unglücksursache ist noch unbekannt. Ziel des Zuges sollte das südindische Chennai, das frühere Madras, sein.

ZUM SPORT: Kati Wilhelm ist zum vierten Mal Biathlon-Weltmeisterin geworden. Die dreimalige Olympiasiegerin aus dem thüringischen Zella-Mehlis gewann beim WM-Auftakt im südkoreanischen Pyeongchang nach fehlerfreiem Schießen das Sprint-Rennen. Zweite wurde ihre Teamkollegin Simone Hauswald.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden meist trocken. Sonst wolkig mit Schneeschauern vor allem in Alpennähe. Höchstwerte minus drei bis plus drei Grad.

Zuletzt meldeten:
Hamburg: minus 3 Grad, stark bewölkt;
Berlin: minus 2 Grad, bedeckt;
Dresden: minus 4 Grad, etwas Schnee;
Köln/Bonn: minus 1 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main: 0 Grad, wolkig und
München: minus drei Grad, etwas Schnee.

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