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Nachrichten

Samstag, 14. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ANKARA: In der Türkei sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen eine Kandidatur von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl zu protestieren. Die Demonstranten waren aus allen Landesteilen nach Ankara gereist. Der Nachfolger von Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer wird im Mai vom Parlament gewählt, wo die islamisch-konservative Regierungspartei eine klare Mehrheit hat. Kritiker Erdogans befürchten eine zunehmende Islamisierung der Türkei.

MOSKAU: Bei einer Demonstration von Regierungsgegnern sind in der russischen Hauptstadt zahlreiche Oppositionelle festgenommen worden. Unter ihnen befindet sich auch der Oppositionspolitiker und ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow. Er ist ein scharfer Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Schon am Freitag hatte die Polizei etliche Oppositionsanhänger in Gewahrsam genommen. Der so genannte 'Marsch der Dissidenten' durch das Moskauer Stadtzentrum war von den Behörden verboten worden.

BAGDAD: Im Irak nimmt der blutige Terror kein Ende. Nach Angaben der Polizei wurden allein in der Pilgerstadt Kerbela etwa 40 Menschen getötet, als eine Autobombe an einer Bushaltestelle explodierte. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe des Grabmals von Imam Hussein, der von den Schiiten als Märtyrer verehrt wird. Weitere Anschläge mit Toten und Verletzten wurden aus Bagdad und Umgebung gemeldet.

CASABLANCA: In der marokkanischen Stadt Casablanca haben sich zwei Selbstmordattentäter in der Nähe des amerikanischen Kulturinstituts in die Luft gesprengt. Eine Passantin wurde verletzt. Erst am Dienstag hatten drei Selbstmordattentäter auf der Flucht vor der Polizei die an ihrem Körper angebrachten Sprengsätze gezündet. Seitdem suchten die Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben nach mindestens zehn weiteren mutmaßlichen Attentätern.

ALGIER: Die amerikanische Botschaft in Algerien hat vor möglichen Anschlägen in der Hauptstadt Algier gewarnt. Zu den Zielen könnten das zentrale Postamt und der Sitz des algerischen Fernsehens gehören, heißt es in einer Mitteilung an US-Bürger. Am Mittwoch waren bei Anschlägen in Algier mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Zu der Bluttat bekannte sich die Terrorgruppe El Kaida im Maghreb.

KABUL: Von zwei in Afghanistan verschleppten Franzosen gibt es ein neues Lebenszeichen. Einem kanadischen Fernsehsender wurde eine Videoaufnahme zugespielt, in der die beiden Mitarbeiter der Organisation 'Terre d'Enfance' zu sehen sind. Die Franzosen waren Anfang April zusammen mit ihren afghanischen Begleitern in der südwestafghanischen Provinz Nimros entführt worden. Im Osten Afghanistans sprengte sich ein Selbstmord-Attentäter inmitten einer Gruppe von Grenzpolizisten in die Luft. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet.

BERLIN: Der Druck auf Baden-Württembergs Regierungschef Günter Oettinger wegen seiner umstrittenen Trauerrede für seinen verstorbenen Amtsvorgänger Hans Filbinger hält an. Nachdem er von Kanzlerin Angela Merkel gestern öffentlich kritisiert worden war, verlangten Politiker der Grünen, der FDP und der SPD sowie der Zentralrat der Juden inwzischen eine Entschuldigung Oettingers bei den Opfern des Nationalsozialismus. Er hatte Filbinger als Gegner des NS-Regimes bezeichnet, obwohl dieser als Marinerichter an mehreren Todesurteilen gegen Deserteure gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mitbeteiligt gewesen war. Deshalb war Filbinger 1978 als Ministerpräsident zurückgetreten.

BREMEN: Die Grünen sind zu einem so genannten Kleinen Parteitag in Bremen zusammengekommen. Die etwa 80 Delegierten debattieren über den Klimaschutz, die Familienpolitik und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Bundesvorsitzende Claudia Roth warf der Bundesregierung beim Klimaschutz pure Rhetorik vor. Der Bau von 40 neuen Kohlekraftwerken oder der Verzicht auf ein generelles Tempolimit passten nicht zum Plan, dem Klimawandel zu begegnen. Roth sagte wörtlich unter Anspielung auf die Einigung beim EU-Gipfel Ende März auf gemeinsame Obergrenzen: Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfe sich nicht am Sonntag als Klima-Queen feiern lassen und in der Woche bremsen.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat die Frist zur Abschaltung seines Atomreaktors Yongbyon verstreichen lassen. Die USA und andere Länder appellierten nochmals an die Regierung in Pjöngjang, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Bei den so genannten Sechs-Nationen- Gesprächen in Peking war im Februar vereinbart worden, dass Nordkorea seine wichtigste Atomanlage bis zu diesem Samstag stilllegt. Im Gegenzug sollte Nordkorea umfangreiche Energiehilfen erhalten.

PEKING: China hat einen weiteren Satelliten für sein eigenes Navigationssystem ins All geschossen. Der Satellit habe seine Erdumlaufbahn wie geplant erreicht, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Das chinesische Navigationssystem 'Compass' soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Die Volksrepublik will damit unabhängig vom amerikanischen Navigationssystem GPS werden.

WASHINGTON: Die sieben führenden Industriestaaten G7 beurteilen die weltwirtschaftliche Entwicklung trotz einiger Risiken positiv. Die Weltwirtschaft befinde sich in der stärksten nachhaltigen Wachstumsphase seit mehr als 30 Jahren, erklärten Vertreter der Finanzministerien und Notenbanken der G7-Gruppe nach einem Treffen in Washington. Sie zeigten sich zuversichtlich, dass Probleme wie etwa steigende Handelsdefizite, nervöse Aktienmärkte und die Krise auf dem US-Immobilienmarkt das weltwirtschaftliche Wachstum nicht stoppen könnten. Die G7-Gruppe forderte zudem Schwellenländer mit großen Leistungsbilanz-Überschüssen wie insbesondere China zu mehr Beweglichkeit bei ihren Wechselkursen auf. An diesem Samstag beginnt in der US-Hauptstadt die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds IWF und Weltbank.

CARACAS: Acht Monate nach seiner schweren Erkrankung hat Kubas Revolutionsführer Fidel Castro nach Angaben des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez die Führung des Landes weitgehend wieder übernommen. Castro erledige bereits einen großen Teil der Regierungsarbeit, sei aber noch nicht offiziell in die Ämter zurückgekehrt, sagte Chávez in Caracas. Erst vor wenigen Tagen hatte der bolivianische Präsident Evo Morales berichtet, Castro werde Ende April wieder arbeiten. Castro hatte aufgrund der Erkrankung die Amtsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder Raul übergeben.

ANKARA: Beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Lastwagen sind in der Türkei mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Kinder. Der Bus befand sich auf dem Weg von Izmir nach Kappadokien, ein wegen seiner Felsformationen beliebtes Reiseziel in Mittelanatolien. Wie es genau zu dem Unfall in der Nähe der Stadt Aksaray kam, ist noch ungeklärt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, nur gebietsweise einige Schleierwolken bei sommerlichen 23 bis 28 Grad.

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