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Nachrichten

Samstag, 13. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Aus Verärgerung über den Empfang des Dalai Lama durch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Volksrepublik China ein Treffen von deutschen und chinesischen Spitzendiplomaten abgesagt. Das berichtet der 'Spiegel'. Die für Dezember geplante Gesprächsrunde, bei der es in Peking um Menschenrechte gehen sollte, sei aus diesem Anlass ersatzlos gestrichen worden. Das Auswärtige Amt bestätigte die Absage, äußerte sich allerdings nicht zu den Gründen.

BERLIN: Einen Tag vor dem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung einer strategischen Partnerschaft zwischen beiden Ländern unterstrichen. Trotz Meinungsverschiedenheiten gebe es auch viele Gemeinsamkeiten, sagt sie in ihrer jüngsten Video-Botschaft im Internet. Als wichtigste außenpolitische Themen ihrer Gespräche mit dem russischen Staatschef nennt Merkel unter anderem den Umgang mit dem Iran sowie die Zukunft des Kosovo. Russland will seinerseits die umstrittenen Raketenabwehr-Pläne der USA besprechen. - Bereits heute beginnt in Wiesbaden der siebte so genannte 'Petersburger Dialog'. Unter Leitung des ehemaligen sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow und des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere diskutieren Vertreter beider Seiten über zivilgesellschaftliche Themen.

HAMBURG: Die afghanischen Entführer des vor kurzem freigelassenen deutschen Ingenieurs haben der Bundesregierung nach Informationen des Nachrichtenmagazins 'Spiegel' wegen des Einsatzes von Tornado-Aufklärungsflugzeugen massiv gedroht. Die fanatisierten Kidnapper hätten wiederholt gesagt, zitiert das Blatt die ehemalige Geisel, Deutschland werde deshalb in Afghanistan ebenso als Feind betrachtet wie die USA. Die afghanische Regierung habe sich zunächst geweigert, im Austausch für den Ingenieur Komplizen der Entführer freizulassen, heißt es weiter. Erst durch massiven Druck des Auswärtigen Amtes auf den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai habe die Führung in Kabul nachgegeben.

HANNOVER: Auf die Bahn kommen nach einem Bericht der Hannoverschen 'Neuen Presse' wegen des Lokführerstreiks Kosten in Millionenhöhe zu. Wie das Blatt schreibt, können Bundesländer und Verkehrsverbünde Rückzahlungen fordern. Der Geschäftsführer der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft, Wolf Gorka, sagte der Zeitung, die Deutsche Bahn erhalte in Niedersachen pro Tag rund eine Million Euro für die Fahrten ihrer Nahverkehrszüge. Die meisten anderen Bundesländer unterhielten ähnliche Verträge mit dem Konzern. Allein die Region Hannover will nach dem Bericht mehr als 100.000 Euro für wegen Streiks ausgefallener Zugverbindungen von der Bahn fordern.

HAMBURG: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die SPD davor gewarnt, die so genannte 'Agenda 2010' aufzugeben. Dem Nachrichtenmagazin 'Spiegel' sagte er, den Vorschlag, das Arbeitslosengeld für Ältere länger zu zahlen, könne er mittragen. Bedingung sei, dass damit kein sozialpolitischer Kurswechsel verbunden sei. Unterdessen hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in dieser Streitfrage für die CDU Gesprächsbereitschaft signalisiert. Notwendig sei allerdings eine kostenneutrale Regelung, die es erlaube, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung deutlich unter 3,9 Prozent zu senken.

SAN FRANCISCO: Der diesjährige Friedensnobelpreisträger Al Gore will künftig noch stärker auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam machen. Im kalifornischen Palo Alto sagte Gore, die internationale Gemeinschaft müsse rasch darauf reagieren. Er wolle den Nobelpreis nutzen, um das Bewusstsein in dieser Frage noch schneller zu verändern. Wenige Stunden zuvor hatte der frühere US-Vizepräsident zusammen mit dem UN-Klimarat den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Preis zugesprochen bekommen. Die Entscheidung des Nobelkomitees in Oslo wurde weltweit fast einhellig begrüßt. Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte, die Gefahren des Klimawandels gehörten zu den größten Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert.

PORT-AU-PRINCE: Auf Haiti sind bei Überschwemmungen infolge tagelanger schwerer Regenfälle mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden allein in einer Ortschaft nahe der Hauptstadt Port-au-Prince 23 Todesopfer geborgen. Tausend Einwohner seien dort durch die Fluten obdachlos geworden.

MADRID: Bei schweren Unwettern in Spanien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. In Alicante ertrank eine Frau in ihrer überfluteten Wohnung. Zwei Menschen wurden dort von Wassermassen fortgerissen. Sie werden vermisst. In der Region fielen in wenigen Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Auf Ibiza starb ein Kitesurfer, als er von einer Sturmböe erfasst und gegen die Fassade eines 50 Meter vom Strand entfernten Hotels geschleudert wurde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunehmend heiter und trocken, nur am Alpenrand gelegentlich etwas Regen. Die Höchstwerte erreichen neun bis17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 10 Grad, leicht bewölkt;
Berlin: 9 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 9 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 14 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 13 Grad bedeckt
München: 11 Grad, regnerisch.

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