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Nachrichten

Samstag, 13. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag.

ROSTOCK: Die FDP hat in Rostock ihren 57. Bundesparteitag eröffnet. Die rund 660 Delegierten wollen bei dem zweitägigen Treffen über die Position der Liberalen unter anderem in der Umwelt- und Energiepolitik beraten. In einem Dringlichkeitsantrag soll ferner die BND-Spitzelaffäre erörtert werden. Mit Spannung wird erwartet, wie die Delegierten FDP-Chef Guido Westerwelle aufnehmen. Er hatte nach der Bundestagswahl durchgesetzt, Anfang Mai auch an die Spitze der Bundestagsfraktion zu treten. Dies hatte vor allem unter den Anhängern des bisherigen Fraktionschefs Wolfgang Gerhardt Unmut ausgelöst.

BERLIN: In der Affäre um die Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst gibt es neue Informationen. Nach einem Bericht der 'Berliner Zeitung' führte der frühere BND-Direktor Volker Foertsch mehrere Journalisten als Quellen. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Aussageprotokoll von Foertsch im Rahmen einer staatsanwaltschaftlichen Vernehmung. Darin bestätige er, dass er in Abstimmung mit der BND-Leitung Kontakt zu Journalisten gehalten habe. Ziel sei dabei gewesen, schädliche Veröffentlichungen zu vermeiden. Foertsch leitete von 1994 bis 1998 die BND-Abteilung Innere Sicherheit.

NÜRNBERG: Die Bundesagentur für Arbeit wird in diesem Jahr voraussichtlich einen deutlich höheren Überschuss erzielen als geplant. Angesichts einer günstigen Entwicklung in den ersten Monaten werde im laufenden Haushaltsjahr ein Überschuss von etwa 4,5 Milliarden Euro erwartet, sagte Finanzvorstand Raimund Becker in Nürnberg. Einen Prozentpunkt der vorgesehenen Beitragssatzsenkung wolle man aus eigener Kraft finanzieren. Dafür würden im kommenden Jahr 7,3 Milliarden Euro benötigt.

STUTTGART: Das abermalige Scheitern der Tarifverhandlungen für die 22.000 Ärzte an Universitätskliniken verstärkt den Druck auf die Verhandlungspartner, doch noch eine Lösung zu finden. Nachdem die Ärztegewerkschaft Marburger Bund für kommende Woche eine nahezu flächendeckende Ausweitung der Streiks ankündigte, teilte die Landesregierung Baden-Württemberg mit, sie werde einen eigenen Lösungsweg sondieren. Nach dem Scheitern hatten sich die Ärztegewerkschaft und die Länder gegenseitig Kompromissunfähigkeit vorgeworfen.

MÜNCHEN: Deutschlands größte Krankenkasse, die Barmer Ersatzkasse, bereitet nach Informationen des Nachrichtenmagazins 'Focus' einen Zusammenschluss mit der AOK vor. Danach wird die Barmer von 2008 an mit den Allgemeinen Ortskrankenkassen Hamburg, Rheinland und Westfalen-Lippe fusionieren. Dafür habe das Bundesgesundheitsministerium sein Einverständnis signalisiert, heißt es weiter.

ABUJA: Nach der Explosion einer Ölpipeline in der Nähe der nigerianischen Hafenmetropole Lagos werden bis zu 300 Tote befürchtet. Etwa 150 Leichen, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren, wurden noch am Freitag in einem Massengrab beerdigt. Die Polizei geht davon aus, dass sie zu Öldieben gehörten, die die Leitung der staatlichen Ölgesellschaft angebohrt hatten, um Öl abzuzapfen. Augenzeugen berichteten, die Diebe hätten vor der Explosion schon viele Kanister gefüllt gehabt. Öldiebstahl ist vor allem unter den Armen des Landes verbreitet.

JAKARTA: In Indonesien haben die Behörden wegen des drohenden Ausbruchs des Vulkans Merapi die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bis zu 14.000 Bewohner, die an den Hängen des Vulkans leben, müssen ihre Häuser jetzt sofort verlassen. Diejenigen, die in der Nähe des Kraters wohnen, sind bereits evakuiert worden. Der Merapi spuckt schon seit Wochen Rauch und Lava aus. Der Lavastrom erreichte inzwischen eine Länge von anderthalb Kilometern. Der Merapi liegt auf der Insel Java und gehört zu den aktivsten der fast 130 Vulkane Indonesiens.

KATHMANDU: Nepals maoistische Rebellen haben Bedingungen für einen Frieden in dem Land gestellt. Rebellenchef Prachanda forderte von der neuen Regierung in einer Erklärung unter anderem die Freilassung aller politischen Gefangenen, die Abschaffung des Parlaments sowie die Umstrukturierung der Armee. Er bestätigte zudem, dass er an Friedensverhandlungen teilnehmen werde. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Mit wochenlangen Streiks und Demonstrationen hatten die Maoisten und die früheren Oppositionsparteien Ende März ein Ende der Alleinherrschaft von König Gyanendra herbeigeführt.

SEOUL: Zwischen Nord- und Südkorea sollen erstmals seit der Teilung der Halbinsel im Jahr 1948 wieder Züge rollen, allerdings zunächst nur im Probebetrieb und nur auf einer kurzen Strecke. Das wurde in Seoul nach einer neuen inner-koreanischen Gesprächsrunde bekanntgegeben. Danach soll am 25. Mai ein Zug mit Reisenden vom süd-koreanischen Donghae über die Demarkationslinie zum Kumgang-Berg in Nordkorea fahren. Im Gegenzug soll ein Zug aus Kaesong nach Munsan im Süden fahren. Beide Ziele liegen jeweils etwa 25 Kilometer voneinander entfernt.

BERLIN: Das Stasi-Drama 'Das Leben der Anderen' ist mit sieben Lolas der große Gewinner beim 56. Deutschen Filmpreis. Die Debütarbeit von Florian Henckel von Donnersmarck wurde am Freitagabend in Berlin nicht nur zum bestem Spielfilm des Jahres gekürt. Ulrich Mühe wurde für seine Rolle eines Stasi-Hauptmanns als bester Schauspieler ausgezeichnet. Weitere Preise vergab die Deutsche Filmakademie an Ulrich Tukur als Nebendarsteller sowie für Regie, Drehbuch, Kamera und Szenenbild. Der Filmpreis in Silber ging an das Sozialdrama 'Knallhart' von Detlev Buck über den brutalen Alltag eines Jugendlichen im Berliner Problembezirk Neukölln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Emsland bis nach Rügen meist trocken und heiter. Sonst mehr Wolken und verbreitet Schauer und Gewitter. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 25 Grad.

Am Vormittag meldeten bei überwiegend bewölktem Himmel:

Hamburg: 14 Grad;
Berlin: 18 Grad;
Dresden: 16 Grad;
Köln/Bonn: 15 Grad;
Frankfurt am Main: 14 Grad und
München: 14 Grad.

  • Datum 13.05.2006
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