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Nachrichten

Samstag, 13. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Bei der Präsidentenwahl im Iran steuert der ultrakonservative Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad auf eine zweite Amtszeit zu – begleitet von massiven Zweifeln der Opposition. Nach Auszählung der Stimmen aus rund 90 Prozent der Wahlurnen kam Ahmadinedschad laut Wahlkommission des Innenministeriums auf etwa 65 Prozent der Stimmen. Sein aussichtsreichster Herausforderer, Mir Hossein Mussawi, erreichte demnach etwa 33 Prozent. Mussawi warf dem Innenministerium vor, sowohl bei der Wahl selbst als auch bei der Auszählung der Stimmen regelwidrig agiert zu haben. In Teheran demonstrierten Anhänger Mussawis trotz eines Verbots gegen die Benennung von Ahmadinedschad als Wahlsieger. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat nach der Verschärfung der UN-Sanktionen den Bau neuer Atomwaffen angekündigt. Ein Programm zur Urananreicherung werde gestartet und sämtliches Plutonium in Waffen eingesetzt, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. Zudem drohte er mit militärischer Gewalt, falls die USA und ihre Verbündeten versuchen sollten, Nordkorea zu isolieren. Nur Stunden zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat als Reaktion auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas eine Verschärfung der Sanktionen gegen das kommunistisch geführte Land beschlossen. Die völkerrechtlich bindende Resolution wurde einstimmig beschlossen. Sie sieht eine stärkere Kontrolle von Frachtlieferungen nach und aus Nordkorea sowie neue Finanzsanktionen vor.

BRÜSSEL: Vor der Küste Omans haben bewaffnete Piraten einen Frachter gekapert. Es handelt sich um den ersten registrierten Angriff dieser Art im Hoheitsgewässer Omans, wie ein NATO-Sprecher am Freitag sagte. Entführt wurde demnach die "MV Charelle", die einer deutschen Reederei gehört und unter der Flagge von Antigua und Barbuda fährt. Der Frachter nahm Kurs auf Somalia. Derzeit befinden sich im Golf von Aden und im Indischen Ozean mindestens 14 Schiffe in der Gewalt somalischer Piraten, an Bord sind zusammen rund 200 Seeleute.

BERLIN: Nach dem schlechten Ergebnis der Sozialdemokraten bei der Europawahl hat deren Kanzlerkandidat, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Zweifel an seiner Führungsrolle zurückgewiesen. Die Bundestagswahl am 27. September sei längst noch nicht verloren, sagte Steinmeier dem Magazin "Focus". Die SPD will am Sonntag mit der Verabschiedung ihres Wahlprogramms wieder in die Offensive kommen. Die Spitzengremien werden bereits an diesem Samstag zusammenkommen, um letzte Feinheiten vor dem Parteitag abzustimmen.

FRANKFURT AM MAIN: Die Pleite der Karstadt-Mutter Arcandor bietet nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" möglicherweise neue Chancen für die ebenfalls insolvente Warenhauskette Hertie. Wie das Blatt berichtet, hat sich eine Investorengruppe zum Ziel gesetzt, aus Hertie und Teilen von Karstadt eine Kaufhaus-Kette vor allem in Klein- und Mittelstädten zu bilden. Diese entstünde neben der Warenhaus AG, die Metro durch die Zusammenlegung seiner Kaufhof-Filialen mit ausgewählten Karstadt-Häusern schaffen wolle.

DÜSSELDORF: In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt findet an diesem Samstag eine Trauerfeier für die deutschen Opfer des Flugzeugabsturzes über dem Atlantik statt. Insgesamt kamen 228 Menschen bei dem Unglück der Air-France-Maschine vor knapp zwei Wochen ums Leben. Die Suchmannschaften haben inzwischen 50 Leichen aus dem Meer geborgen.

BONN: Ohne konkrete Ergebnisse ist die Klimakonferenz der Vereinten Nationen zu Ende gegangen. In Bonn hatten seit dem 1. Juni rund 4.600 Vertreter von Regierungen, Umweltschutzorganisationen, Wirtschaft und Wissenschaft aus mehr als 180 Staaten über einen Entwurf für das angestrebte Protokoll von Kopenhagen diskutiert. Die Verhandlungen in der dänischen Hauptstadt beginnen in 177 Tagen. Bis dahin sollen noch drei weitere Verhandlungsrunden stattfinden. Umweltschützer reagierten mit Enttäuschung und Protest.

BERLIN: Deutschland sollte nach Ansicht der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Renate Künast, Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo aufnehmen. In einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" zeigte sich die Grünen-Politikerin entsetzt über die bislang ablehnende Haltung der Bundesregierung. Unterdessen haben die USA drei saudi-arabische Häftlinge aus Guantánamo zurück in deren Heimat gebracht. Damit sind in dieser Woche bereits zehn Gefangene aus dem Lager entlassen worden. US-Präsident Barack Obama will die Haftanstalt bis Anfang 2010 schließen.

BUENOS AIRES: Nach einem jahrelangen Kampf um eine Ausreisegenehmigung darf die kubanische Dissidentin Hilda Molina Familienangehörige in Argentinien besuchen. Molina habe von den kubanischen Behörden die Reiseerlaubnis bekommen, sagte die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner. Dies sei eine "sehr gute Nachricht". – Zuvor hatte sich die Europäische Union unzufrieden gezeigt über die Entwicklung der Menschenrechtslage in Kuba. Am Montag wollen die 27 EU-Außenminister eine offzielle Erklärung zu Kuba verabschieden.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat Simbabwe 73 Millionen Dollar Hilfe zugesagt. Das Geld solle aber nicht direkt an die Regierung, sondern an die Bevölkerung fließen, sagte Obama nach einem Treffen mit Premierminister Morgan Tsvangirai in Washington. Er sei nach wie vor besorgt über den Zustand der Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte, betonte Obama. Seit Februar führt der ehemalige Oppositionschef Tsvangirai in Simbabwe eine Regierung der nationalen Einheit. Der langjährige Staatschef Robert Mugabe gilt jedoch weiter als starker Mann. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken. Nur im Nordosten und am Alpenrand ist Regen möglich. Die Temperaturen steigen auf 16 bis 27 Grad.

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