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Nachrichten

Samstag, 13. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

TOKIO: Ein schweres Seebeben im Pazifik hat nicht zu einer zunächst befürchteten großen Flutwelle geführt. Das zuständige Frühwarnzentrum in den USA nahm seine Warnungen für Hawaii und die Aleuten-Inseln zurück. An der Küste der japanischen Hauptinsel Hokkaido wurde nur eine kleinere Welle verzeichnet. Die dortigen Bewohner waren zuvor aufgerufen worden, sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen. Das Beben in etwa 30 Kilometer Meerestiefe östlich der Kurilen hatte eine Stärke von 8,3 auf der Richterskala.

MÜNCHEN: Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber kämpft um seine politische Macht. Aus Parteikreisen wurden Überlegungen bestätigt, ihn noch vor der Sommerpause zur Aufgabe seiner Ämter zu bewegen. Einen schnellen Putsch in der CSU schlossen Präsidiumsmitglieder aber aus, da dies die Partei zu zerreißen drohe. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat sich in der Führung die Haltung verfestigt, dass Stoiber nicht mehr zu halten sei. Mehrere Medien melden, Fraktionschef Joachim Hermann habe Stoiber gewarnt, im Falle einer geheimen Abstimmung würden ihn möglicherweise nur noch 60 Prozent der Landtagsfraktion als Spitzenkandidaten nominieren. Als neuer CSU-Chef wird Parteivize Horst Seehofer, als neuer Ministerpräsident Innenminister Günther Beckstein gehandelt.

PARIS: Die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie hat ihren Verzicht auf eine Kandidatur als Unabhängige bei der Präsidentenwahl erklärt und Innenminister Nicolas Sarkozy ihre Unterstützung zugesichert. Sie werde sich an der Seite von Sarkozy engagieren, sagte Alliot-Marie dem TV-Sender "France-2". Das konservative Parteienbündnis UMP will Sarkozy an diesem Sonntag vor 50.000 Anhängern offiziell zu seinem Kandidaten gegen die Sozialistin Ségolène Royal nominieren.

MOGADISCHU: Somalische Regierungstruppen haben mit Unterstützung äthiopischer Soldaten nach eigenen Angaben die letzte Bastion islamistischer Rebellen im Süden des Landes eingenommen. Ein Sprecher der ÜbergangsrRegierung sagte, der Küstenort Ras Kamboni an der Grenze zu Kenia sei nach heftigen Kämpfen am Freitagabend erobert worden. Derweil sollen sich mehrere Clan-Führer bereit erklärt haben, die Waffen niederzulegen und sich in die Armee integrieren zu lassen.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice wird an diesem Samstag in Israel erwartet. Sie beginnt dort ihre einwöchige Reise durch mehrere arabische Staaten sowie nach Deutschland und Großbritannien. Ziel der Reise sei, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen und die Unterstützung der arabischen Staaten für die irakische Regierung zu gewinnen, sagte sie vor ihrem Abflug.

MANILA: Die zehn ASEAN-Staaten wollen enger bei der Bekämpfung des Terrorismus zusammenarbeiten. Zum Auftakt ihres Gipfeltreffens im südphilippinischen Cebu unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs ein entsprechendes Abkommen, das unter anderem die leichtere Verfolgung und Auslieferung von Terrorverdächtigen vorsieht. Auf dem Gipfel soll zudem die radikalste Reform seit der Gründung des südostasiatischen Verbandes vor 40 Jahren eingeläutet werden. Dazu gehören die Einführung von Mehrheitsentscheidungen und die Verhängung von Sanktionen gegen Mitgliedsstaaten.

NEW YORK: China hat sein Veto im Weltsicherheitsrat gegen eine Birma-kritische Resolution verteidigt. Der chinesische UN-Botschafter Wang Guangya sagte, die Situation in dem Land stelle keine Bedrohung für die internationale Sicherheit da. Deshalb sei sie kein Thema für das höchste UN-Gremium, sondern eher für den UN-Menschenrechtsrat. Die USA wollten wegen Menschenrechtsverletzungen eine Verurteilung Birmas sowie eine Freilassung aller politischen Gefangenen erwirken. Neben China legte auch Russland sein Veto ein.

ACCRA: Bundespräsident Horst Köhler hat bei seinem Staatsbesuch in Ghana einen Schuldenerlass verkündet. Köhler habe dem ghanaischen Präsidenten John Kufuor mitgeteilt, dass Deutschland auf 270 Millionen Euro verzichte, bestätigten Sprecher beider Seiten. Köhler eröffnet in Ghanas Hauptstadt Accra gemeinsam mit Kufuor das zweite Afrika-Forum, das afrikanische und europäische Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenführt. Das Afrika-Forum war von Köhler initiiert worden. Ein erstes Treffen hatte vergangenes Jahr in Bonn stattgefunden. Ziel ist, den Dialog zwischen Afrika und Europa zu intensivieren.

MADRID: Unter dem Vorwurf, schwere Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben, ist die frühere argentinische Präsidentin Isabel Peron in ihrem spanischen Exil festgenommen worden. Unter Auflagen wurde sie später wieder freigelassen. Die argentinische Justiz wirft der 75-Jährigen vor, in ihrer Amtszeit zwischen 1974 und 1976 staatlich organisierten Terror gegen Anhänger linker Gruppen ermöglicht zu haben. Sie soll außerdem Verbindungen zu rechtsgerichteten Todesschwadronen unterhalten haben. Isabel Peron hatte die Präsidentschaft nach dem Tod ihres Ehemanns und Staatschefs Juan Domingo Peron übernommen. Im März 1976 wurde sie durch einen Militärputsch gestürzt. 1981 ging Peron ins Exil nach Spanien.

MOSKAU/MINSK: Russland und Weißrussland haben sich nach Beendigung der Ölpipeline-Blockade auch auf einen Kompromiss bei der Verzollung von Ölexporten geeinigt. Danach erklärte sich Moskau bereit, den neu eingeführten Exportzuschlag für nach Weißrussland geliefertes Öl auf 53 Dollar pro Tonne zu senken. Zuvor hatte es langwierige Verhandlungen der Ministerpräsidenten beider Länder gegeben. Die Regierung in Minsk verzichtete auf eine Transitgebühr für russisches Rohöl, das für Europa bestimmt ist.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An den Alpen länger sonnig, auch an der Ostsee freundlich. Vor allem in der Mitte und im Norden wolken- verhangen und regnerisch. Sehr mild mit maximal acht bis 15 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 13.01.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9gqK
  • Datum 13.01.2007
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