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Nachrichten

Samstag, 13. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

VANCOUVER: Mit einer farbenprächtigen Show sind die 21. Olympischen Winterspiele eröffnet worden. Überschattet wurde die mehrstündige Zeremonie mit der Entzündung des Olympischen Feuers im kanadischen Vancouver vom Tod des Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili aus Georgien. Der 21-Jährige hatte wenige Stunden zuvor am Freitag beim Training auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler die Kontrolle über seinen Schlitten verloren, war aus der Bahn geschleudert worden und gegen einen Stahlträger geprallt. Die olympischen Rodel-Rennen werden dennoch wie geplant stattfinden. - In Vancouver sind etwa 2.700 Athleten aus 82 Ländern am Start, so viele wie nie zuvor in der olympischen Geschichte. Deutscher Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie war der dreimalige Bob-Olympiasieger André Lange.

KABUL: Im Süden Afghanistans hat die größte Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban seit dem Sturz ihres Regimes Ende 2001 begonnen. 12.500 Soldaten der internationalen ISAF-Schutztruppe und 2.500 Mann der afghanischen Armee rücken nach Angaben eines NATO-Sprechers gegen die Aufständischen in der Region Mardscha in der Provinz Helmand vor. Dort haben die Taliban eine Art Gegenregierung ausgerufen. Mardscha ist eines der größten Opium-Anbaugebiete der Welt. Die verbündeten Truppen lieferten sich laut eigenen Berichten mehrere Gefechte mit Taliban. Insgesamt sei der Widerstand aber eher gering, hieß es weiter.

BERLIN: In der Diskussion über die Konsequenzen aus dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Hoffnung auf eine Erhöhung der Regelsätze gedämpft. Das Gericht habe ausdrücklich nicht gesagt, die Hartz-IV-Sätze seien unzureichend, sagte Schäuble der "Frankfurter Rundschau". Damit stellte sich der CDU-Politiker gegen seine Parteikollegin, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, die mehr Leistungen für Kinder von Langzeitarbeitslosen gefordert hatte. -- Außenminister Guido Westerwelle steht wegen seiner Äußerung in der Debatte parteiübergreifend in der Kritik. Zuletzt distanzierte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel von seiner Wortwahl. Der FDP-Vorsitzende hatte mit Blick auf eine mögliche Erhöhung der Hartz-IV-Sätze von sozialistischen Zügen der Debatte und spätrömischer Dekadenz gesprochen.

KÖLN: Der Skandal um Pfusch beim U-Bahn-Bau in Köln nimmt immer größere Dimensionen an. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" könnten fehlerhafte Betonarbeiten in einer Baugrube die Ursache für den Einsturz des Stadtarchivs im März 2009 gewesen sein. Es sei vermutlich zu wenig Beton verarbeitet worden, berichtet das Blatt. - Am Donnerstag war bekannt geworden, dass an den Baustellen für einige U-Bahn-Haltestellen viele Stahlbügel zur Stabilisierung der Grubenwände fehlen. Bauarbeiter sollen die Bügel gestohlen und an Schrotthändler verkauft haben.

WASHINGTON: Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erfolgreich eine an Bord eines Flugzeugs installierte Laserkanone getestet. Der Hochenergie-Laser habe vor der US-Pazifikküste eine Rakete im Flug zerstört, teilte das Militär in Washington mit.

HUNTSVILLE: Eine Dozentin hat in der Universität des US-Bundesstaats Alabama drei Kollegen erschossen. Drei weitere Angestellte der Fakultät wurden verletzt. Der mutmaßlichen Täterin sei die lebenslange Verbeamtung als Hochschullehrerin versagt worden, teilte die Polizei mit. Sie wurde festgenommen.

NEW YORK: Einen Monat nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat der frühere US-Präsident Bill Clinton eine positive Bilanz der Hilfsaktionen in dem schwer zerstörten Land gezogen. Nur durch den Einsatz der Helfer und durch großzügige Spenden aus aller Welt könnten die Überlebenden versorgt werden, erklärte Clinton in New York. Der Ex-Präsident, der die Rettungsaktionen koordiniert hatte, war erst am Freitag nach einer Herzbehandlung aus einem Krankenhaus entlassen worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Häufig stark bewölkt und vor allem im Osten und nördlich der Mittelgebirge zeitweise Schneefall. Temperaturen zwischen minus vier und plus ein Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Berlin: minus 3 Grad, Schneefall;
Dresden und Köln/Bonn: minus 4 Grad, etwas Schnee;
Frankfurt am Main: minus 3 Grad, bedeckt und
München: minus 5 Grad, etwas Schnee.

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