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Nachrichten

Samstag, 12. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat sich zu direkten Gesprächen mit Nordkorea bereiterklärt, um das Land an den Verhandlungstisch über sein umstrittenes Atomprogramm zurückzubringen. Nordkorea solle ermutigt werden, "positive Schritte hin zu einer Denuklearisierung" zu unternehmen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley. Wann und wo ein bilaterales Treffen stattfinden werde, sei jedoch noch nicht entschieden. Bisher hatte die US-Regierung direkte Verhandlungen mit Nordkorea ausgeschlossen, solange die Führung in Pjöngjang nicht im Atomstreit einlenkt und auf ihr Nuklearprogramm verzichtet.

CARACAS: Venezuela wird von Russland Kurzstreckenraketen kaufen. Er habe mit Moskau entsprechende Abkommen unterzeichnet, teilte Präsident Hugo Chavez in Caracas mit. Die Raketen verfügten über eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern und dienten ausschließlich Verteidigungszwecken. Seit 2005 hat Russland bereits Verträge mit Chavez über die Lieferung von Waffen im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar abgeschlossen. Die USA beobachten dies mit Sorge.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Kritik zurückgewiesen, sie habe sich nur aus wahltaktischen Gründen für den Verkauf des angeschlagenen Autobauers Opel an den Zulieferer Magna und seine russischen Partner eingesetzt. Die Regierung rette keine Unternehmen, sondern wahre ihnen in der Finanzkrise eine Chance, sagte die CDU-Vorsitzende der "Süddeutschen Zeitung". Der Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, sieht das Geld der Steuerzahler riskant angelegt, da durch Staatshilfen Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten anderer Automobilhersteller ausgelöst würden. Der Vertreter der Bundesländer in der Opel-Treuhand, Dirk Pfeil, geht davon aus, dass die 4,5 Milliarden Euro versprochener staatlicher Hilfe nicht ausreichen werden. Pfeil hält betriebsbedingte Kündigungen beim Autobauer nach wie vor für möglich. Die Regierung Belgiens, wo das Opel-Werk in Antwerpen laut Magna-Konzept geschlossen werden soll, warf Deutschland Protektionismus vor.

SCHWERIN: Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschef Erwin Sellering unterstützt den Vorstoß Bayerns für ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD. Zwar sei ein Verbot kein Allheilmittel, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass auf Andersdenkende würden dadurch nicht verschwinden, schreibt Sellering in einem Beitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag". Aber ein Verbot sei ein erster Schritt. Außerdem sei es nicht einzusehen, dass eine Partei wie die NPD Steuergelder bekomme. In Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen sitzen die Rechtsextremen im Landtag.

KABUL: Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, hat sich angesichts der international kritisierten Bombardierung von zwei Tankwagen in Afghanistan demonstrativ hinter den deutschen Oberst gestellt, der den Luftangriff angeordnet hatte. Diese Entscheidung werde das Resultat einer ganz sorgfältigen Beurteilung der Lage gewesen sein, sagte Schneiderhan. Nach Informationen des Ersten Deutschen Fernsehens wird die Bundeswehr durch eine Untersuchung der afghanischen Regierung entlastet. Der Bericht, der Präsident Hamid Karsai an diesem Samstag übergeben werden soll, gebe den radikal-islamischen Taliban die Hauptschuld für den Tod der Zivilisten bei dem Angriff.

BERLIN: Von dem angeblich in Afghanistan untergetauchten deutschen Islamisten Eric Breininger ist ein neues Propagandavideo aufgetaucht. Ein Sprecher des Bundeskriminalamtes bestätigte entsprechende Informationen der Online-Ausgabe der Zeitung "Die Welt". Das im Internet entdeckte Video werde zur Zeit von Fachleuten überprüft. "Die Welt" berichtet, der aus dem Saarland stammende Islamist halte ein Sturmgewehr in der Hand und rufe zu Spenden für seine Terrorgruppe auf. Die deutschen Behörden fahnden nach Breininger.

MOSKAU: Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Inguschetien sind zwei Menschen getötet worden. Nach Auskunft der Behörden sprengte sich der Attentäter in der Gebietshauptstadt Nasran in der Nähe eines Polizei-Kontrollpostens in seinem Auto in die Luft. In Inguschetien hat die Gewalt in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Viele Anschläge gehen auf das Konto islamistischer Rebellen, die gegen die Moskau-treue Regionalregierung aufbegehren.

PEKING: Nach einer Serie mysteriöser Angriffe mit Injektionsnadeln in der chinesischen Provinz Xinjiang sind drei Angeklagte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Urteilen im Umfang von 15, zehn und sieben Jahren, die nach Überfällen auf eine Frau und einen Taxifahrer verhängt worden seien. Die Verurteilten - zwei Männer und eine Frau - sind vermutlich muslimische Uiguren. Die Nadel-Angriffe sorgen seit Wochen in Xinjiang für Unruhe. Allein in der Provinzhauptstadt Urumqi gaben seit vergangener Woche mehr als 500 Menschen an, sie seien mit Injektionsnadeln attackiert worden. Nach offiziellen Angaben sind sowohl Han-Chinesen als auch Uiguren unter den Opfern. Die Han-Chinesen machen aber vor allem die muslimische Minderheit für die Angriffe verantwortlich. In wütenden Protesten forderten sie deshalb die Behörden auf, für ihre Sicherheit zu sorgen.

LOS ANGELES: Mit eintägiger Verspätung ist die US-Raumfähre "Discovery" zur Erde zurückgekehrt. Das Shuttle mit sieben Astronauten an Bord landete nach zweiwöchigem Aufenthalt im All sicher auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien. Ursprünglich war die Landung der Fähre bereits gut 24 Stunden früher in Florida vorgesehen. Anhaltend schlechtes Wetter hatte die Raumfahrtbehörde NASA jedoch zu mehreren Lande-Aufschüben und schließlich zur Umleitung des Shuttle an die US-Westküste gezwungen.

LOS ANGELES: Zahlreiche Werke des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol sind aus einer privaten Sammlung in Los Angeles gestohlen worden. Zu den entwendeten Gemälden im Wert von mehreren Millionen Dollar zählen unter anderem zehn Porträts berühmter Sportler aus den siebziger Jahren wie Pele und Muhammad Ali. Für die Wiederbeschaffung der Siebdrucke wurde eine Belohnung in Höhe von einer Million Dollar ausgesetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt und meist trocken. Im Nordosten sowie zwischen Main und Donau auch sonnige Abschnitte. Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 11 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 14 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 12 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 13 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 14 Grad, wolkig und

München: 13 Grad, bedeckt.

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