1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 12. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BISCHKEK: Bei den schweren Ausschreitungen in der zentralasiatischen Republik Kirgisistan sind nach Behördenangaben mindestens 49 Menschen getötet worden. Mehr als 600 Personen seien verletzt worden. Jugendliche hatten sich in der Stadt Osch und Umgebung Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften geliefert. Auch am Samstag waren noch in mehreren Orten des Landes Schusswechsel zu hören. Zahlreiche Autos und Gebäude stünden in Flammen, so ein Polizeisprecher. Die Region Osch ist die Hochburg des früheren kirgisischen Präsidenten Bakijew. Seit dessen Sturz im April kommt Kirgisistan nicht zur Ruhe.

BRATISLAVA: In der Slowakei wird an diesem Samstag ein neues Parlament gewählt. Mehr als vier Millionen Bürger sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Umfragen lassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierung und Opposition erwarten. Zwar dürften die Sozialdemokraten unter dem populären Ministerpräsidenten Fico stärkste Partei werden. Unklar ist aber, ob seine beiden rechtspopulistischen Koalitionspartner wieder den Einzug ins Parlament schaffen. Ansonsten könnte die christlich-liberale Ex-Sozialministerin Radicova an der Spitze eines Mitte-Rechts-Bündnisses als erste Frau die Führung der slowakischen Regierung übernehmen. 

DÜSSELDORF: Nordrhein-Westfalen steht eine instabile Regierung bevor. Die Landes-SPD erklärte mehr als einen Monat nach der Landtagswahl die Suche nach Koalitionspartnern für beendet und will in der Opposition bleiben. Die bisherigen Sondierungsgespräche hätten deutlich gemacht, dass ein Politikwechsel mit der CDU nicht möglich sei, sagte SPD-Landeschefin Kraft. Aber auch eine Minderheitsregierung mit den Grünen will sie nicht bilden. Die SPD werde nun im Düsseldorfer Parlament Gesetzesentwürfe zu Sachthemen anstoßen und sich um Mehrheiten bemühen. Somit bleibt Ministerpräsident Rüttgers mit seiner schwarz-gelben Koalition geschäftsführend im Amt, ohne Mehrheit im Landtag.

BERLIN: Die Wehrpflicht steht weiter in der politischen Diskussion. Das Verteidigungsministerium plant nach übereinstimmenden Medienberichten längst mit einer Abschaffung der Wehrpflicht und einer massiv verringerten Truppenstärke, obwohl es noch keine formale Entscheidung über die Aussetzung der Wehrpflicht gibt. Demnach sollen schon vom kommenden Jahr an keine neuen Rekruten eingezogen werden. Verteidigungsminister zu Guttenberg sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", bei einer hochprofessionellen Einsatzarmee wie der Bundeswehr gebe es kaum noch Kapazitäten, Rekruten auszubilden. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Kauder, sprach sich hingegen für das Festhalten an der Wehrpflicht aus. Sie sei das Bindeglied zwischen Gesellschaft und Bundeswehr, sagte der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". 

WIEN: Die Maßnahmen gegen die Schuldenkrise Griechenlands beginnen nach den Worten von Ministerpräsident Papandreou zu greifen. Das Staatsdefizit sei in den ersten fünf Monaten 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent zurückgegangen, sagte Papandreou auf einer Tagung in Wien. Er könne mit mehr Optimismus in die Zukunft schauen. - EU und Internationaler Währungsfonds hatten für Griechenland ein Rettungspaket über 110 Milliarden Euro beschlossen.

LONDON: Der britische Energiekonzern BP erwägt nach Medienberichten wegen der hohen Kosten für die Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Dividendenzahlung an die Aktionäre zu stoppen. Damit reagiere BP auf den starken Druck aus den USA, melden übereinstimmend die BBC und die Londoner Zeitung "The Times". 2009 hatte BP umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro Dividende gezahlt.

LITTLE ROCK: Bei der Überflutung eines Campingplatzes im US-Bundesstaat Arkansas sind nach neuen Angaben der Behörden mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Rund 30 Menschen würden noch vermisst, teilte das Büro des Gouverneurs in Little Rock mit. Nach heftigen Regenfällen war ein Fluss in der Nähe des Campingplatzes über die Ufer getreten und hatte die in einem Nationalpark gelegene Ferienanlage mit meterhohen Flutwellen überschwemmt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit Auflockerungen und auch einigen sonnigen Abschnitten. Vereinzelt Schauer oder Gewitter. Höchstwerte zwischen 15 Grad an den Küsten und bis zu 27 Grad südlich der Donau.

Zuletzt meldeten:

Hamburg:                14 Grad, wolkig
Berlin:                     17 Grad, leicht bewölkt
Dresden:                 17 Grad, starkt bewölkt
Köln/Bonn:              18 Grad, bedeckt
Frankfurt am Main:  17 Grad, stark bewölkt
München:                23 Grad, wolkig

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema