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Nachrichten

Samstag, 11. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Die marode Immobilienbank Hypo Real Estate wird mit weiteren Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden Euro gestützt. Das teilte der Bankenrettungsfonds Soffin mit. Nötig werden die neuen Garantien wegen massiver Liqiditätsprobleme. Mit dem Geld soll zudem der Start einer sogenannten "Bad Bank" ermöglicht werden, in die der Bankkonzern riskante Wertpapiere im Umfang von 180 Milliarden Euro auslagern will. Die EU-Kommission muss die Kapitalspritze noch billigen. - Der inzwischen verstaatlichte Immobilienfinanzierer stand während der weltweiten Finanzkrise mehrfach vor dem Aus. Das Gesamtvolumen der Staatsgarantien für die Hypo Real Estate beläuft sich nach Angaben des Soffin nun auf bis zu 142 Milliarden Euro.

WASHINGTON: Nach den Euro-Finanzministern hat auch der Internationale Währungsfonds grünes Licht für die Auszahlung weiterer Kredite an den Schuldensünder Griechenland gegeben. Der IWF in Washington begründete die Freigabe dieser zweiten Tranche in Höhe von insgesamt neun Milliarden Euro mit dem guten Beginn des Sparprogramms der griechischen Regierung. Besonders positiv bewertete der IWF die "grundlegenden Reformen auf dem Arbeitsmarkt". Der IWF steuert 2,5 Milliarden Euro bei, von den Euro-Partnern kommen 6,5 Milliarden Euro.

BRÜSSEL: Die Außenminister der Europäischen Union sind zu Beratungen über die Ausrichtung der gemeinsamen Außenpolitik auf neue strategische Partner zusammengekommen. Bei dem informellen Treffen liegt ein besonderes Augenmerk auf der Türkei. Mit ihr finden seit fast fünf Jahren Beitrittsverhandlungen statt, die aber nur schleppend vorankommen. Hauptgrund ist die ungelöste Zypern-Frage. Der deutsche Außenminister Westwelle sagte, die Debatte über einen Beitritt sei zu kurz gegriffen. Vielmehr gehe es derzeit darum, dass die Türkei westlich orientiert bleibe und es keinen Richtungswechsel gebe. Die EU-Außenbeauftragte Ashton warb dafür, die strategischen Beziehungen zur Türkei auch abseits einer Mitgliedschaft zu stärken.

NEW YORK: Neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September findet an diesem Samstag in New York die jährliche Gedenkenfeier für die fast 3000 getöteten Menschen statt. Die Feier wird überschattet vom Wirbel um einen US-Pastor, der eine öffentliche Koran-Verbrennung angekündigt hatte. Auch der umstrittene Bau einer Moschee in der Nähe des einstigen World Trade Centers, das bei den Terroranschlägen zerstört wurde, sorgt für heftige Diskussionen. Am Vorabend brachten in New York tausende Bürger mit einer Kerzenwache ihre Solidarität mit Muslimen zum Ausdruck. Zuvor hatte Präsident Obama zu Toleranz aufgerufen. Gegner der USA sei nicht die islamische Religion sondern seien Terrororganisationen, die den Islam verfälscht hätten.

PJÖNGJANG: Trotz diplomatischer Spannungen hat Nordkorea dem Süden neue Treffen zur Zusammenführung von Familien vorgeschlagen, die wegen der Teilung des Landes getrennt leben. Wie die amtliche Nachrichtenagentur des kommunistischen Nordens berichtet, sollten diese Ende September am Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste stattfinden. Dort waren zuletzt vor rund einem Jahr Verwandte zusammengekommen, die durch den Koreakrieg von 1950 bis 1953 getrennt wurden. Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind angespannt, weil die Regierung des Südens dem Norden vorwirft, im März eines ihrer Marineschiffe versenkt zu haben. Dabei waren 46 Seeleute ums Leben gekommen.

BERLIN: In der Türkei sind nach einem Bericht des Zweiten Deutschen Fernsehens drei mutmaßliche deutsche Islamisten festgenommen worden. Es handele sich um eine Frau und zwei Männer, von denen einer von den deutschen Behörden gesucht werde, meldete der Sender. Der 24-jährige soll seit Herbst 2009 in einem Trainingslager der Taliban gewesen sein und gegen afghanische und amerikanische Truppen gekämpft haben. - Das Auswärtige Amt in Berlin teilte lediglich mit, drei Deutsche säßen in der Türkei in Auslieferungshaft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und in der Mitte nach Nebelauflösung längere Zeit sonnig. Nach Norden hin wechselnd bis stark bewölkt aber meist trocken. Tageshöchsttemperaturen 19 bis 25 Grad Celsius.

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