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Nachrichten

Samstag, 11. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

WASHINGTON: Nach dem Rücktritt von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld stellt die Armeeführung ihre Strategie im Irak auf den Prüfstand. Generalstabschef Peter Pace deutete Kurskorrekturen an, ohne allerdings Details zu nennen. Notwendig sei eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was geändert werden müsse, um die gesteckten Ziele zu erreichen, sagte Pace. Aus dem Pentagon hieß es ergänzend, in die Beratungen würden auch Militärs eingebunden, die im Irak eigene Erfahrungen gesammelt hätten.

WASHINGTON: Das Terror-Netzwerk El Kaida plant nach Geheimdienst- Informationen Anschläge auf Flugzeuge und Züge in Europa. Wie der amerikanische Fernsehsender CBS berichtet, basieren die Erkenntnisse auf Verhören von Terror-Verdächtigen aus Afghanistan und Pakistan. Erst am Freitag hatte der britische Geheimdienst vor geplanten Terroranschlägen gewarnt. Im August waren in Großbritannien Sprengstoff-Anschläge auf Transatlantikflüge vereitelt worden.

KARLSRUHE: Generalbundesanwältin Monika Harms hat die Deutschen angesichts der terroristischen Bedrohung zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die deutsche Bevölkerung glaube sicherer zu sein als die Menschen in den USA oder Großbritannien, sagte Harms der Zeitung "Bild am Sonntag". Die versuchten Kofferbomben-Anschläge im Sommer hätten aber gezeigt, dass die Ruhe in Deutschland trügerisch sein könne. Die Generalbundesanwältin betonte, von zentraler Bedeutung im Kampf gegen den Terrorismus sei die Überwachung des Internets.

BERLIN: Die rechtsextreme NPD kann ihren Bundesparteitag an diesem Wochenende nun doch im Berliner Bezirk Reinickendorf veranstalten. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden. Die NPD hatte damit in der Berufungsinstanz Erfolg. Zuvor hatte die Partei gerichtliche Absagen kassiert. Das Gericht begründete seinen Beschluss mit dem Gleichbehandlungsgebot für politische Parteien. Ein Bündnis aller im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien rief zum Protest gegen die Extremisten auf.

PARIS: Der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll ist in Nordfrankreich auf seinem Weg ins atomare Zwischenlager Gorleben zeitweise aufgehalten worden. Wie ein Sprecher des Atomkonzerns Areva mitteilte, wurde der Zug wegen der Anwesenheit von Kernkraftgegnern nahe der Gleise gestoppt. Nach Sicherung der Gleise sei er Richtung deutsche Grenze weitergefahren. Der Zug mit den zwölf Behältern war am Freitagabend in La Hague gestartet. An diesem Samstagabend soll er Niedersachsen erreichen. In Gorleben werden die Behälter frühestens Montag erwartet. Dort sind große Protestaktionen geplant.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat will an diesem Samstag über eine Verurteilung Israels wegen des tödlichen Angriffs auf Zivilisten im Gazastreifen abstimmen. In einem neuen, abgeschwächten Resolutionsentwurf wird nach Angaben westlicher Diplomaten Israel aufgerufen, seine Militäroperationen in den Palästinensergebieten sofort einzustellen und sich aus dem Gazastreifen zurückzuziehen. Die Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe und der Entsendung
einer UN-Beobachtergruppe wird nicht mehr erhoben. Bei dem israelischen Angriff in der Stadt Beit Hanun waren am Mittwoch 18 Zivilisten getötet worden, darunter mehrere Kinder.

NEW YORK: Angesichts steigender Opferzahlen in Sri Lanka hat UN-Generalsekretär Kofi Annan die Konfliktparteien eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. Zugleich appellierte er an Regierung und Tamilen-Rebellen, ihre Friedensverhandlungen so bald wie möglich wieder aufzunehmen. Am Freitag hatten sich die Spannungen durch die Ermordung eines tamilischen Politikers weiter verschärft. Der 2002 vereinbarte Waffenstillstand besteht nur noch auf dem Papier.

PEKING: EU-Handelskommissar Peter Mandelson hat in China eine weitere Marktöffnung in den Bereichen Telekommunikation, Bau und Banken angemahnt. Zum Abschluss seiner einwöchigen China-Reise sagte Mandelson, die Volksrepublik habe seit ihrem Beitritt zur Welthandelsorganisation vor fünf Jahren zwar einen Großteil der Verpflichtungen umgesetzt, es gebe aber noch Lücken. Auch Produktpiraterie und die Verletzung anderer Rechte geistigen Eigentums seien weiter ein Problem.

DAKAR: Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat sich besorgt über die hohe Kindersterblichkeit in Afrika gezeigt. Nach Angaben von UNICEF-Direktorin Ann Veneman kommt von den weltweit zehn Millionen Kindern, die jährlich an vermeidbaren Krankheiten sterben, jedes zweite aus Afrika. Eine der Hauptursachen sei Mangelernährung, sagte Veneman zum Abschluss eines Besuchs im Senegal.

MANILA: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde ist der Taifun 'Chebi' über den Norden der Philippinen gefegt. Die Behörden riefen die Bewohner auf, sich gegen Überschwemmungen zu wappnen und vor möglichen Erdrutschen in Sicherheit zu bringen. 'Chebi' war in der nordöstlichen Provinz Aurora auf Land getroffen und zog weiter nach Westen in Richtung Südchinesisches Meer. Erst Ende Oktober tobte ein Taifun über den Philippinen. 15 Menschen kamen ums Leben.

LOS ANGELES: Im Alter von 87 Jahren ist der amerikanische Schauspieler Jack Palance in seinem Haus in Kalifornien gestorben. Palance war in den 50er Jahren vor allem durch seine Rollen in Western bekannt geworden. 1992 bekam er einen Oskar als bester Nebendarsteller in dem Film 'Die Großstadt-Helden'.

ZUM FUßBALL: Im Freitagsspiel der ersten Bundesliga hat Bremen sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 1 : 3 verloren. Werder bleibt vorerst Tabellenführer, Dortmund rückte auf Platz vier vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Grau und regnerisch. Im Nordwesten kräftige Niederschläge, an den Küsten Sturmböen. Die Höchstwerte liegen bei sechs bis elf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 5 Grad, Regen;
Berlin und Dresden: 5 Grad, bedeckt;
Köln/Bonn: 6 Grad, Regen;
Frankfurt am Main: 4 Grad, nach Regen und
München: 3 Grad, bedeckt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 11.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Nes
  • Datum 11.11.2006
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