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Nachrichten

Samstag, 11. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Im Geiseldrama um die in Afghanistan entführten 21 Südkoreaner haben sich Unterhändler der Taliban optimistisch über eine Verhandlungslösung geäußert. Die Gespräche mit südkoreanischen Diplomaten seien auf einem guten Weg, sagte ein Vertreter der Rebellen am Verhandlungsort Ghasni. Er stellte eine mögliche baldige Freilassung der Geiseln in Aussicht. Allerdings halten die Taliban an ihrer Forderung fest, dass im Gegenzug Gesinnungsgenossen aus afghanischer Haft freikommen. Dies wird von der Regierung in Kabul abgelehnt. Südkoreanische Diplomaten hatten die direkten Verhandlungen mit den Taliban am Freitagabend in einem Büro des Roten Halbmondes in Ghasni aufgenommen. - Keine Fortschritte gibt es im Fall des ebenfalls in Afghanistan entführten deutschen Bauningenieurs. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin erklärte, der Krisenstab sei rund um die Uhr um eine Freilassung der Geisel bemüht.

HAMBURG: Die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB hat nach Informationen des Nachrichtenmagzins 'Spiegel' insgesamt 7,8 Milliarden Euro in wackelige Anleihen auf dem US-Immobilienmarkt gesteckt und damit deutlich mehr als bislang vermutet. Bekannt war nur die Höhe der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erzwungenen Risikoübernahme von 3,5 Milliarden Euro. Nach dem Bericht liefen 6,5 Milliarden Euro der jetzt teilweise verlorenen Investitionen über die so genannte Rhineland Funding Capital Corporation. Auch die Postbank habe dort Garantien im Umfang von 600 Millionen außerhalb ihrer Bilanzen zur Verfügung gestellt, ihre Verbindung aber inzwischen vollständig gekappt und umgeschichtet.

DÜSSELDORF: Der Ferienflieger LTU und die Pilotengewerkschaft Cockpit haben sich nach stundenlangen Verhandlungen auf einen Tarifvertrag geeinigt. Damit wurde ein drohender Streik der rund 400 Piloten der Fluggesellschaft in letzter Minute abgewendet. Der erreichte Kompromiss sieht vor, dass die Piloten rückwirkend ab 1. Januar 2007 eine Gehaltserhöhung von drei Prozent erhalten. Ab 1. Juli 2008 erhöhen sich die Gehälter um weitere zwei Prozent. Der neue Tarifvertrag soll bis Ende 2008 gelten. Im Interesse der Passagiere sei LTU bis an die Grenze des Machbaren gegangen, teilte die Geschäftsführung in Düsseldorf mit. Es sollte unter allen Umständen vermieden werden, dass bereits gebuchte Flüge durch einen Streik gefährdet würden.

BERLIN: Im politischen Streit um eine mögliche Erhöhung der Hartz-IV-Zahlungen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund eine sofortige Anpassung des Regelsatzes gefordert. Wenn sich Lebensmittel- und Energiepreise für das den Hilfeempfängern zugestandene Minimum dauerhaft erhöhten, müsse es einen Inflationsausgleich geben, sagte die stellvertretende Vorsitzende Annelie Buntenbach. Bundessozialminister Franz Müntefering -SPD- hatte zuvor eine Überprüfung der Regelsätze bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe unter bestimmten Bedingungen in Aussicht gestellt. Auch CDU-Generalsekretär Reinhard Pofalla lehnte eine mögliche Anhebung der Leistungen nicht generell ab. Voraussetzung sei allerdings, dass für die Staatskasse keine Zusatzkosten entstünden.

NEW YORK: Trotz der anhaltenden Gewalt im Irak hat der UN-Sicherheitsrat ein stärkeres Engagement der Vereinten Nationen in dem Land beschlossen. Die 15 Mitglieder nahmen in New York einstimmig eine entsprechende Resolution an, die von Großbritannien und den USA eingebracht worden war. Danach soll die Zahl der UN-Mitarbeiter vor Ort deutlich erhöht werden. Ferner sollen die UN den Irak künftig auch in Sicherheitsfragen, bei der Energieversorgung und bei Verhandlungen mit Nachbarstaaten unterstützen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte an, er plane für Ende September eine Konferenz mit den Außenministern der Region. - Die Vereinten Nationen hatten sich nach zwei Anschlägen auf ihr Hauptquartier in Bagdad im Oktober 2003 weitgehend aus dem Irak zurückgezogen.

FREETOWN: In Sierra Leone haben die ersten Präsidenten- und Parlamentswahlen seit dem Abzug der UN-Friedensmission vor zwei Jahren begonnen. Sie gelten als Test für den Fortschritt bei Wiederaufbau und Aussöhnung nach dem Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land. In Agenturberichten ist von langen Schlangen vor den Wahllokalen die Rede. Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Wahlkampf war überschattet von Spannungen und gewaltsamen Zwischenfällen. Als Favoriten für das Amt des Staatschefs gelten Vize-Präsident Solomon Berewa von der regierenden Volkspartei SLPP und der Vorsitzende der größten Oppositionspartei APC, Ernest Bai Koroma.

HAVANNA: Nach mehr als 13 Jahren Haft ist in Kuba der Dissident Francisco Chaviano Gonzalez freigelassen worden. Der frühere Mathematik-Professor war im Mai 1994 festgenommen und unter dem Vorwurf verurteilt worden, Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Gonzalez hatte mehrere Bürgerrechtsorganisationen in Kuba gegründet. Gegen seine Verurteilung hatte auch die US-Regierung protestiert. Nach Angaben örtlicher Menschenrechtsaktivisten ist der inzwischen 54-Jährige schwer krank.

HOUSTON: Nach dem erfolgreichen Andocken der US-Raumfähre 'Endeavour' an der Internationalen Raumstation ISS sind Schäden am Hitzeschild des Shuttles entdeckt worden. Fotos zeigten einen 7,5 mal 7,5 Zentimeter großen Defekt an einer Kachel an der Unterseite der Fähre, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa mit. Bis Sonntag soll geprüft werden, ob eine Reparatur notwendig ist. Die sieben Astronauten der 'Endeavour' werden bis zu zwei Wochen in der Raumstation bleiben, unter anderem, um die Energieversorgung der ISS zu verbessern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen längere sonnige Abschnitte. Im Osten sowie südlich der Donau wechselnd bewölkt und teils gewittrige Schauer. Höchstwerte 18 bis 26 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: regnerisch, 17 Grad,
Berlin: dunstig, 20 Grad,
Dresden: regnerisch, 18 Grad,
Köln/Bonn: bedeckt, 15 Grad,
Frankfurt am Main: wolkig, 16 Grad und
München: regnerisch, 14 Grad.

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