1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 11. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Nach gewaltsamen Protesten von Regierungsgegnern ist in Thailand ein Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Zuvor hatten Demonstranten den Tagungsort in Pattaya gestürmt. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva rief unterdessen für den Badeort den Notstand aus. Die Demonstranten fordern weiter seinen Rücktritt. Schon vor dieser Eskalation behinderten die Proteste den Gipfel. Etwa 2.000 rot gekleidete Regierungsgegner hatten sich rund um den Tagungsort versammelt. Die Demonstranten sind Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. - Am Mittwoch bereits forderten rund 100.000 Menschen in Bangkok den Rücktritt der Regierung und des führenden Beraters von König Bhumibol, den früheren Ministerpräsidenten Prem Tinsulanonda. Sie werfen ihm vor, Drahtzieher des Putsches zu sein, bei dem Thaksin 2006 gestürzt wurde.

PARIS: In einer dramatischen Aktion haben französische Soldaten fünf Landsleute aus der Hand somalischer Piraten befreit. Bei dem Einsatz im Indischen Ozean wurden nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums allerdings der Kapitän der Jacht und zwei Seeräuber getötet. Möglicherweise verlor der Schiffsführer durch Schüsse der französischen Spezialeinheit sein Leben. Die Besatzung der Jacht hatte Warnungen französischer Truppen vor den Piraten nicht beachtet. Die Franzosen -unter ihnen ein Kleinkind- wollten nach Sansibar. - Unterdessen forderten die Piraten, die einen entführten US-Kapitän auf einem Rettungsboot gefangen halten, Lösegeld. Die US-Marine zieht inzwischen verstärkt Kräfte in der Nähe des Bootes zusammen. Aber auch die Piraten nehmen mit gekaperten Schiffen Kurs auf das Rettungsboot. Unter den beteiligten Schiffen soll auch die "Hansa Stavanger" mit fünf Deutschen und weiteren Besatzungsmitgliedern an Bord sein.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama sieht erste Signale für eine wirtschaftliche Erholung. Nach einem Treffen mit Notenbank-Chef Ben Bernanke und Wirtschaftsberatern im Weißen Haus sprach Obama von einem ersten Hoffnungsschimmer für die US-Wirtschaft. Optimistisch mache ihn, dass es Fortschritte bei der Darlehensvergabe der Banken an mittelständische Unternehmen gebe. Zudem erreichten die Bürger jetzt Auswirkungen der Steuersenkungen, die Teil des Milliarden-Dollar-Konjunkturpakets seien. Dennoch warnte der US-Präsident vor überzogenen Erwartungen auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung. Es gebe noch viel zu tun, so Obama.

WASHINGTON: In den USA geht die Serie der Bankenpleiten weiter. Die Finanzaufsichtsbehörde FDIC gab die Schließung der New Frontier Bank aus dem US-Bundesstaat Colorado sowie der Cape Fear Bank aus North Carolina bekannt. Die New Frontier Bank ist das größte Finanzinstitut, das seit Jahresbeginn Bankrott machte. Damit stellten in diesem Jahr in den USA bereits 23 Banken ihre Geschäfte ein.

PARIS/MADRID: Die französische Polizei hat auf einem Pariser Bahnhof ein mutmaßliches Führungsmitglied der baskischen Terrororganisation ETA festgenommen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums soll der Festgenommene die Nummer zwei des logistischen Apparats der ETA sein. Bei seiner Festnahme habe er zahlreiche falsche spanische und französische Ausweise bei sich gehabt, hieß es.

BRÜSSEL: Vom heutigen Samstag an fallen europaweit die strengen Verpackungsvorschriften, die bislang Einheitsgrößen für zahlreiche Artikel des täglichen Bedarfs vorschrieben. Ab sofort können Zucker, Milch, Butter, Schokolade oder Bier in beliebig großer oder kleiner Verpackung angeboten werden. Das sieht eine neue EU-Verordnung vor. Ausgenommen sind lediglich Wein und Spirituosen. Verbraucherschützer fürchten, dass die Hersteller die neuen Regeln für versteckte Preiserhöhungen nutzen könnten. Die Lebensmittelindustrie argumentiert dagegen, man könne so flexibler auf Kundenwünsche reagieren.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fürchtet bei einem Ende der Wirtschaftskrise eine weltweite Inflation. Steinbrück sagte der 'Bild'-Zeitung, die Staaten pumpten mit ihren enormen schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen so viel Geld in den Markt, dass im Falle eines konjunkturellen Aufschwungs die Gefahr einer Überlastung der Kapitalmärkte drohe. Kurzfristig gebe es zwar kein Inflationsproblem. Aber mittelfristig müsse man sich darum kümmern, wie man die Milliarden an Liquidität wieder aus der Welt bekomme, die jetzt in die Wirtschaft gepumpt würden, sagte Steinbrück. Zudem lehnte er weitere Steuersenkungen ab.

BERLIN: Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, befürchtet deutliche Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf seine Branche. Kannegiesser sagte der 'Bild'-Zeitung, die Produktion könne dieses Jahr um mehr als zehn Prozent schrumpfen. Es sei deshalb zu befürchten, dass Stellen gekürzt würden. Außerdem müssten hunderttausende Beschäftigte der Branche auf die für Mai vereinbarte Lohnerhöhung vorerst verzichten. Mit der Gewerkschaft sei vereinbart worden, dass krisengeschüttelte Unternehmen die Möglichkeit hätten, die Lohnerhöhung um bis zu sieben Monate zu verschieben, sagte Kannegiesser.

ROM: Papst Benedikt der XVI. hat während der Karfreitagsprozession an die Opfer des schweren Erdbebens in den mittelitalienischen Abruzzen erinnert. Er werde für alle Leidenden im Katastrophengebiet beten, sagte der Papst im Kolosseum in Rom. Weltweit begingen Millionen Christen den Karfreitag. In Jerusalem folgten tausende Pilger dem Weg, den Jesus zu seiner Kreuzigung genommen haben soll. - In Deutschland verurteilten Bischöfe beider Konfessionen die politischen Missstände in der Welt. Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, verurteilte die deutschen Waffenexporte. Damit mache sich Deutschland schuldig an der Ausbreitung von Gewalt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig, nachmittags im Westen Aufzug von Wolken und vereinzelte Schauer. Höchstwerte 18 bis 24 Grad.

Am Morgen meldeten bei zumeist sonnigem Himmel:

Hamburg: 11 Grad;
Berlin, Dresden und Köln: 10 Grad;
Frankfurt: 12 Grad und
München: 8 Grad.

Audio und Video zum Thema