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Nachrichten

Samstag, 10. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Auszeichnung von US-Präsident Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis ist in seiner Heimat kontrovers aufgenommen worden. Vertreter der Republikaner erklärten, Obama habe den Preis vor allem seiner Popularität und nicht seiner "tatsächlichen Leistung" zu verdanken. Dagegen warfen die Demokraten den Konservativen vor, sich mit ihrer Kritik auf die Seite religiöser Extremisten gestellt zu haben. Im Ausland hatte die Preisvergabe an den US-Präsidenten nach nur neunmonatiger Amtszeit zwar Überraschung ausgelöst, größtenteils war sie aber positiv aufgenommen worden. Obama selbst erklärte, er betrachte die Auszeichnung als Aufruf zum Handeln. Das Preisgeld von 970.000 Euro will er für wohltätige Zwecke spenden.

ISLAMABAD: Bei einem Überfall auf das Hauptquartier der pakistanischen Streitkräfte sind alle vier Angreifer getötet worden. Bei dem rund einstündigen Gefecht seien auch mehrere Soldaten ums Leben gekommen, teilte ein Armeesprecher mit. Die Angreifer hatten versucht, auf das Gelände der Garnison in Rawalpindi zu gelangen, bevor sie an einem Kontrollposten das Feuer eröffneten und Granaten warfen. -- Erst am Freitag hatte ein Selbstmordattentäter in der nordwestlichen Stadt Peshawar 49 Menschen mit in den Tod gerissen. Am Montag wurden bei einem Bombenanschlag auf das Büro des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Islamabad fünf Menschen getötet.

WARSCHAU: Als vorletztes EU-Land vollendet Polen an diesem Samstag die Ratifizierung des Reformvertrags von Lissabon. Präsident Lech Kaczynski will in seinem Warschauer Amtssitz die Ratifikationsakte unterzeichnen. Teilnehmen an der feierlichen Zeremonie wollen auch der schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt als EU-Ratspräsident sowie Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek. -- Die EU-Reform, mit der die Union aus 27-Staaten handlungsfähiger und demokratischer werden soll, muss damit nur noch in Tschechien letzte Hürden nehmen. Der europaskeptische Präsident Vaclav Klaus lässt offen, ob er ein Inkrafttreten bis Jahresende ermöglichen will.

BERN: Wenige Stunden vor der geplanten Unterzeichnung hat die Schweiz die Zeremonie für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien in Zürich endgültig bestätigt. Im Beisein der Außenminister der USA und Russlands und anderer europäischer Politiker würden die Außenamtschefs Armeniens und der Türkei an diesem Samstag die Protokolle unterzeichnen, mit denen die Nachbarn ihre lange Feindschaft begraben wollten, teilte das Außenministerium in Bern mit. Die Schweiz hat zuletzt zwischen den verfeindeten Nachbarn vermittelt. - Die Türkei und Armenien hatten ihre Beziehungen 1993 wegen des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach abgebrochen. Ein weiterer Streitpunkt zwischen der Türkei und Armenien ist die noch nicht erfolgte türkische Anerkennung der Massaker an Armeniern 1915 im Osmanischen Reich.

PEKING: Japan, China und Südkorea haben Nordkorea zu einer raschen Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über das Atomprogramm des kommunistischen Landes aufgerufen. Nach einem Gipfeltreffen in Peking erklärten der chinesische Regierungschef Wen Jiabao, sein japanischer Kollege Yukio Hatoyama und der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak, sie würden weiter mit friedlichen Mitteln nach einer atomaren Abrüstung der koreanischen Halbinsel streben. -- Die internationalen Atomgespräche, an denen auch die USA und Russland beteiligt sind, waren im April abgebrochen worden. Anfang der Woche hatte Nordkorea seine Bereitschaft zur Wiederaufnahme angedeutet. Als Vorbedingung fordert das kommunistische Regime in Pjöngjang allerdings bilaterale Gespräche mit den USA.

MANILA: Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten nach den verheerenden Unwettern weiter angestiegen. Derzeit sprechen die Behörden von 245 Opfern der Katastrophe. Helfer suchen weiter nach Vermissten in den Schlamm- und Geröllmassen. Tagelanger strömender Regen hatte vor allem im Norden des Landes gewaltige Erdrutsche ausgelöst, die zahlreiche Häuser samt ihrer Bewohner mitrissen.

BERLIN: Die Bundestagsfraktion der Linken hat ihre Beratungen im brandenburgischen Rheinsberg bei Berlin wieder aufgenommen. Die Abgeordneten wollen ein Zehn-Punkte-Papier verabschieden. Die Linke will damit weiter für Verbesserungen bei Hartz IV, die Rücknahme der Rente mit 67 und den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan kämpfen. Am Freitag hatte der bisherige Fraktionschef Oskar Lafontaine überraschend auf eine Wiederwahl in dieses Amt verzichtet. Er will sich nun auf den Parteivorsitz konzentrieren und nach Einschätzung von Beobachtern verstärkt in die saarländische Landespolitik eingreifen, wo nach der jüngsten Landtagswahl eine Koalition zwischen SPD und Linken möglich ist.

FRANKFURT AM MAIN: Bundesbank-Chef Axel Weber will seinem Vorstandskollegen Thilo Sarrazin nach dessen umstrittenen Äußerungen über Einwanderer offenbar Kompetenzen entziehen. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf eine Sitzungsvorlage der Bundesbank schreibt, soll Sarrazin die Zuständigkeit für die Bereiche Bargeldumlauf und Risiko-Controlling verlieren. Er wäre dann nur noch für Informationstechnologie zuständig. Der frühere Berliner Finanzsenator hatte in einem Interview türkischen und arabischen Einwanderern in der Hauptstadt vorgeworfen, sie seien weder integrationswillig noch integrationsfähig.

KÖLN: Mit Neuheiten aus 97 Ländern ist in Köln die "Anuga" eröffnet worden, die weltgrößte Fachmesse für Nahrungsmittel. Wie die Veranstalter mitteilten, liegen in diesem Jahr besonders die verzehrfertigen Speisen im Trend. Viele der etwa 9500 Anbieter haben auch koschere Produkte oder Halal-Food für jüdische oder muslimische Verbraucher im Angebot. Die "Anuga" in Köln dauert fünf Tage.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und teils kräftiger Regen. Nur im äußersten Osten bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen acht bis 18 Grad.

Zuletzt meldeten

Hamburg und Berlin: 6 Grad, wolkig;

Dresden: 9 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 12 Grad, Regen;

Frankfurt am Main: 11 Grad, Regen und

München: 12 Grad, Nieselregen.

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