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Nachrichten

Samstag, 10. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals auf seiner Ranch in Texas empfangen. Mit der Einladung auf sein Privatanwesen in Crawford will Bush die engen Bindungen zwischen den USA und Deutschland unterstreichen. Hauptthema der politischen Gespräche dürfte der Atomstreit mit dem Iran sein. Merkel will auf eine diplomatische Lösung des Konflikts drängen. Außerdem möchte die Kanzlerin den amerikanischen Präsidenten dafür gewinnen, dass er sich konstruktiv an den Verhandlungen über ein neues Weltklimaschutzabkommen im Dezember auf Bali beteiligt.

ISLAMABAD: Der seit einer Woche in Pakistan geltende Ausnahmezustand soll innerhalb eines Monat aufgehoben werden. Voraussetzung sei jedoch, dass sich die Sicherheitslage weiter verbessere, sagte Generalstaatsanwalt Malik Mohammed Qayyum. Oppositionsführerin Benazir Bhutto konnte ihr Haus in Islamabad inzwischen wieder verlassen, um sich mit Vertretern ihrer Partei und ausländischen Diplomaten zu treffen. Am Freitag war die ehemalige Regierungschefin vorübergehend unter Hausarrest gestellt worden. Damit hatten die Behörden verhindert, dass Bhutto an einer Demonstration gegen den von Präsident Pervez Musharraf verhängten Ausnahmezustand teilnehmen konnte.

KABUL: Bei einem Rebellenangriff im Osten Afghanistans sind neun Soldaten getötet worden. Unter den Toten seien sechs Ausländer und drei Afghanen, teilte die Internationale Schutztruppe ISAF mit. Zudem habe es etliche Verletzte gegeben. Bei den getöteten Nato-Soldaten soll es sich um US-Amerikaner handeln. - Im Norden Afghanistans schlug ein Selbstmord-Anschlag fehl. Nach Polizei-Angaben hatten Sicherheitskräfte ein verdächtiges Fahrzeug verfolgt, worauf sich der Fahrer in die Luft sprengte.

FRANKFURT AM MAIN: Nach dem Ende der Streiks im Güterverkehr hat die Lokführergewerkschaft GDL der Bahn erneut mit einer Eskalation des Arbeitskampfes in der nächsten Woche gedroht. Schon ab Dienstag könne es neue Streiks geben, sollte die Bahn kein neues Angebot vorlegen, sagte der Vorsitzende der GDL, Manfred Schell, in Frankfurt. Der Streik könne den Nah- , Fern- und Güterverkehr betreffen. An diesem Samstagmorgen hatte die GDL ihren 42-stündigen Streik im Güterverkehr beendet.

BERLIN: Das Umweltbundesamt hat eine zügige Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen gefordert. Ein Tempolimit brächte erhebliche Fortschritte in Sachen Klimaschutz und Verkehrssicherheit, sagte Behördenchef Andreas Troge der 'Berliner Zeitung'. Nach seiner Schätzung ließen sich mit einer Tempobegrenzung auf 120 Stundenkilometer fast drei Millionen Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid im Jahr einsparen. Das sind rund zehn Prozent aller auf Autobahnen entstehenden Emissionen. Das Umweltbundesamt geht damit noch über die Forderung des Hamburger SPD-Parteitages hinaus, der sich für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern ausgesprochen hatte.

HAMBURG: Die erste Nordsee-Sturmflut in diesem Herbst hat geringere Schäden verursacht als befürchtet. Auf Helgoland richtete Sturmtief "Tilo" jedoch Schäden in Millionenhöhe an. Auch auf mehreren anderen Nordseeinseln gab es zum Teil erhebliche Dünenabbrüche, mehrere Häfen wurden überschwemmt. In Hamburg erreichte das Hochwasser mit gut 3,30 Meter den höchsten Stand seit acht Jahren. Das Orkantief war in Böen mit bis zu 130 Kilometern in der Stunde über die deutsche Nordseeküste gezogen.

MOGADISCHU: In der Hauptstadt Somalias sind bei neuen schweren Kämpfen zwischen Soldaten aus Äthiopien und islamistischen Rebellen bis zu 50 Menschen getötet worden. Die äthiopischen Truppen setzten bei ihrer Offensive in Mogadischu auch Panzer ein. - Seit der Vertreibung der Islamisten von der Macht in Mogadischu durch äthiopische Einheiten und Soldaten der Übergangsregierung vor knapp einem Jahr kommt es immer wieder zu Kämpfen.

COLOMBO: Bei Gefechten mit Regierungstruppen im Norden Sri Lankas sind nach Militär-Angaben mindestens 17 tamilische Rebellen getötet worden. Auch ein Soldat sei ums Leben gekommen, teilte ein Armeesprecher mit. Die Aufständischen kämpfen bereits seit mehr als 20 Jahren für einen unabhängigen Tamilen-Staat im Norden und Osten des Landes. Dem Bürgerkrieg fielen schon zehntausende Menschen zum Opfer.

RANGUN: Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat sich optimistisch über die Chancen eines nationalen Versöhnungsprozesses in dem asiatischen Land geäußert. Die Friedensnobelpreisträgerin sei überzeugt, dass auch die regierenden Militärs dazu den Willen hätten, sagten Vertreter von Suu Kyis Partei 'Nationale Liga für Demokratie' - NLD - in Rangun. Sie hatten dort erstmals seit drei Jahren wieder mit Suu Kyi gesprochen. Die Militärjunta hatte das Treffen mit der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Politikerin gestattet. - Mit Bezug auf die blutige Niederschlagung der Protestbewegung im September sagte Suu Kyi nach Angaben eines NLD-Vertreters, Birma müsse einen Heilungsprozess durchlaufen. - Die Oppositionsführerin kam auch mit einem Vertreter der Militärjunta zusammen.

PEKING: China hat den Export von Spielzeug gestoppt, das in den USA wegen gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe vom Markt genommen wurde. Die Regierung in Peking habe eine Untersuchung des Spielzeugs angeordnet, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Produktionsstätten seien versiegelt worden. - In den USA und Australien waren mehrere Kinder erkrankt, nachdem sie in China hergestellte Kunststoffperlen eines Bastelsets verschluckt hatten. Nach Erkenntnissen der US-Behörde für Verbrauchersicherheit enthalten die Perlen giftige Chemikalien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiter wechselhaft mit Schauern, teils als Graupel oder mit Schnee vermischt. Im Nordosten freundlicher. Tagestemperaturen ein bis neun Grad.

Am Morgen meldeten:
Hamburg und Berlin: 3 Grad, wolkig;
Dresden: 1 Grad, Schneeregen;
Frankfurt am Main: 4 Grad, leichter Regen;
Köln/Bonn: 7 Grad, Regen und
München: 1 Grad, etwas Schnee.

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