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Nachrichten

Samstag, 10. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat eine internationale Konferenz zur Lage im Land begonnen. Ministerpräsident Nuri al-Maliki sprach zur Eröffnung von einem ersten Schritt hin zu einer Stabilisierung der Lage. Diplomaten aus allen irakischen Nachbarstaaten und der fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates wollen einen Ausweg aus der Gewaltspirale suchen. Erstmals werden dabei auch die USA mit Iranern und Syrern an einem Tisch sitzen. US-Präsident George W. Bush hatte vorab an Syrien und den Iran appelliert, der jungen irakischen Demokratie zu helfen.

BAGDAD: Eine kaum bekannte Islamistengruppe hat mit der Tötung der beiden im Irak vermissten deutschen Staatsbürger gedroht. Die Gruppe namens 'Pfeile der Rechtschaffenheit' veröffentlichte im Internet ein Video, in dem eine ältere Frau die Bundesregierung bittet, die Forderungen der Geiselnehmer zu erfüllen. Dazu zähle auch der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Die beiden Deutschen werden seit Anfang Februar im Irak vermisst. Nach Medienberichten handelt es sich um eine mit einem Iraker verheiratete Frau und ihren erwachsenen Sohn. Die Bundesregierung lehnte es bisher ab, sich zur Identität der vermissten Personen zu äußern.

BERLIN: Der von der Regierung geplante Einsatz deutscher Tornado-Aufklärungsflugzeuge in Afghanistan bleibt trotz des Bundestagsbeschlusses fraglich. Zwar stimmten am Freitag 405 Abgeordnete für die Entsendung von sechs Tornados und 500 weiteren Bundeswehrsoldaten in die Krisenregion. Zwei Unionsabgeordnete reichten jedoch umgehend Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Sie befürchten ebenso wie andere Parlamentarier auch, dass Deutschland durch den Einsatz in das Kriegsgeschehen in Afghanistan hineingezogen wird. Insgesamt 157 Abgeordnete aus allen Fraktionen hatten gegen das Mandat gestimmt. Nach dem Willen der Regierung sollen die Tornados von Mitte April an die Militäroperationen der Nato unterstützen und Luftaufnahmen von Taliban-Stellungen liefern.

KABUL: Afghanische Sicherheitskräfte haben im Zusammenhang mit dem Mord an einem Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe acht Männer festgenommen. Sechs von ihnen würden verdächtigt, direkt an der Tötung des 65-jährigen Bauingenieurs Dieter Rübling beteiligt gewesen zu sein, teilten die Behörden der Provinz Sar-e-Pul mit. Es habe sich um einen gezielten Terrorangriff gehandelt, sagte Gouverneur Sajed Mohammed Ikbal. Der Generalsekretär der Welthungerhilfe sagte, die Organisation werde ihre Arbeit trotz des Mordes fortsetzen.

NEW YORK/BRÜSSEL: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Ergebnisse des EU-Gipfels zum Klimaschutz begrüßt. Die Europäische Union ziele mit ihren Beschlüssen darauf ab, die Entwicklung von Technologien zu fördern, die auch die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel brauchten, heißt es in einer Erklärung Bans. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht nach eigenen Angaben die EU jetzt als Vorreiter in der Energie- und Klimapolitik. Unter ihrer Leitung hatten die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel vereinbart, bis 2020 den Ausstoß gefährlicher Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um ein Fünftel zu reduzieren. Der Anteil der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse soll auf 20 Prozent steigen.

BERLIN: Der Sozialverband VdK hat die vom Bundestag verabschiedete Rente mit 67 scharf kritisiert und sich für eine deutliche Erhöhung der Altersbezüge ausgesprochen. Allmählich werde eine ganze Generation vom gesellschaftlichen Wohlstand abgekoppelt, schrieb VdK-Präsident Walter Hirrlinger in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag". Die Rente mit 67 sei nichts anderes als ein gigantisches Kürzungsprogramm. Zuvor hatten Vertreter der Opposition und der Deutsche Gewerkschaftsbund die Bundestags-Entscheidung kritisiert. Ohne einen funktionierenden Arbeitsmarkt für Ältere werde der Beschluss nur zu mehr Armut im Alter führen, hieß es. Mit den Stimmen der großen Koalition hatte der Bundestag am Freitag das Rentengesetz verabschiedet.

WIEN: In der österreichischen Hauptstadt beraten Vertreter Serbiens und der Kosovo-Albaner an diesem Samstag abschließend über den zukünftigen Status des Kosovo. Auf dem Tisch liegt der geänderte Plan des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari. Danach soll die seit 1999 unter UN-Verwaltung stehende serbische Provinz eine eingeschränkte Unabhängigkeit unter Aufsicht der Europäischen Union erhalten. Während die Kosovo-Albaner dem Plan zugestimmt haben, lehnt die serbische Regierung ihn weiterhin als Eingriff in ihre staaliche Souveränität ab.

MONTEVIDEO: US-Präsident George W. Bush ist auch in Uruguay, der zweiten Station seiner Lateinamerika-Reise, mit Protesten empfangen worden. Etwa 6.000 Menschen demonstrierten in Montevideo weitgehend friedlich gegen amerikanischen Imperialismus. Bush will sich an diesem Samstag mit Präsident Tabare Vazquez treffen, um unter anderem über ein mögliches bilaterales Freihandelsabkommen zu sprechen. Dieses stößt bei einigen südamerikanischen Staaten auf Widerstand.

WASHINGTON: Unter Ausschluss von Beobachtern hat im US-Gefangenenlager Guantanamo die Anhörung von 14 Terrorverdächtigen begonnen. Zu ihnen gehören die mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom September 2001, Khalid Scheich Mohammed und Ramzi Binalshib. Die Militärkommission entscheidet darüber, ob die 14 als so genannte feindliche Kämpfer eingestuft werden. Damit können sie dann ohne Anklage auf unbestimmte Zeit festgehalten werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Alpenvorland und in der Lausitz etwas Regen, oberhalb 500 Meter Schnee. Sonst meist heiter bis wolkig und trocken. Höchstwerte zwischen sechs und 12 Grad.

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