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Nachrichten

Samstag, 10. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: Ungeachtet der Forderung des Weltsicherheitsrates nach einer Waffenruhe ist die israelische Offensive gegen die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas in die dritte Woche gegangen. Angriffsziele waren unter anderem Tunnel im Gazastreifen durch die von Ägypten aus Waffen in das Palästinensergebiet geschmuggelt werden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich enttäuscht, dass die Waffenstillstands-Resolution des Sicherheitsrates für den Gazastreifen missachtet werde. Er kritisierte dafür Israel aber auch die Hamas, die ihren Raketenbeschuss fortsetzte.-- Seit Beginn der Militäroffensive wurden etwa 800 Menschen getötet. Unter ihnen sind auch 13 Israelis. Die UN kündigten an, die Hilfslieferungen im Gazastreifen wieder aufzunehmen. Es gäbe glaubhafte Sicherheitsgarantien für UN-Mitarbeiter hieß es zur Begründung.

KAIRO: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist zum Auftakt seiner Nahost-Mission in Kairo mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak zusammengekommen. Im Zentrum stehen Bemühungen, den Waffenschmuggel durch Tunnelsysteme aus Ägypten in den Gazastreifen zu unterbinden. Dies gilt als wichtigste Voraussetzung für eine Waffenruhe. - Weitere Gesprächspartner Steinmeiers sind Außenminister Ahmed Abul Gheit, der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, sowie der palästinensische Präsident Mahmud Abbas. Danach reist der Außenminister weiter nach Israel.

KIEW: Russland wird nach Einschätzung der Ukraine bald die Wiederaufnahme seiner Gaslieferungen nach Europa bekanntgeben. Damit sei zu rechnen, sobald die Gespräche zwischen der Europäischen Union und der russischen Regierung beginnen würden, sagte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko. Eine von Tschechiens Regierungschef Mirek Topolanek angeführte EU-Delegation will an diesem Samstag in Moskau mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zusammentreffen. Nach Aussage von Topolanek sind Russland und die Ukraine mit dem Einsatz internationaler Beobachter einverstanden. Diese sollen den Erdgasfluss über die Ukraine Richtung Westen überwachen.--Russland und die Ukraine streiten über Schulden, höhere Preise und Transitgebühren. Gazprom hatte der Ukraine deswegen zu Jahresbeginn den Gashahn zugedreht und dem Land vorgeworfen, es würde Lieferungen für Westeuropa aus den Transit-Pipelines stehlen.

KABUL: Der künftige US-Vizepräsident Joe Biden ist in Afghanistan eingetroffen. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Präsident Hamid Karsai und dem Kommandeur der internationalen Streitkräfte in Afghanistan, US-General David McKiernan. Der künftige US-Präsident Barack Obama hat wiederholt angekündigt, die US-Truppen in Afghanistan würden um bis zu 30.000 Mann aufgestockt. Dies sei wegen der verschlechterten Sicherheitslage notwendig.

ERFURT: Die CDU hat auf ihrer Klasurtagung die "Erfurter Erklärung" verabschiedet. Die Parteispitze beschloss dabei Steuer- und Abgabensenkungen für das zweite Konjunkturpaket sowie einen Deutschlandfonds mit Bürgschaften zur Rettung angeschlagener Unternehmen. Die CDU erteilte dem Vorschlag von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nach Senkung des Eingangssteuersatzes von 15 auf 12 Prozent eine klare Absage. Außerdem sprachen sich die Christdemokraten für eine Regierungsbildung mit der FDP nach der Bundestagswahl aus.

HAMBURG: Ungeachtet der Finanzkrise will der Einzelhandelskonzern Edeka in diesem Jahr 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das sagte Unternehmens-Chef Markus Mosa dem "Hamburger Abendblatt". Außerdem rechnet er für das laufende Jahr mit wieder sinkenden Lebensmittelpreisen. 2008 hätten diese im Schnitt um fünf Prozent zugelegt. Diese Preiserhöhungen würden jetzt zum Teil zurückgenommen, sagte Mosa.

SEATTLE: Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing streicht nach einem Auftragseinbruch Tausende von Stellen. 4.500 der 68.000 Arbeitsplätze im Bereich Verkehrsflugzeuge würden wegfallen, also knapp sieben Prozent, teilte der Konzern in Seattle mit. Beim Airbus-Konkurrenten hatten die Kunden 2008 nur noch 662 Maschinen geordert, mehr als die Hälfte weniger als im Vorjahr. --- Die EADS-Tochter Airbus hatte hingegen mehr als 750 bestellte Flugzeuge gemeldet und war wieder an Boeing vorbeigezogen.

PARIS: Der europäische Flugzeughersteller Airbus kann die ersten Maschinen des Militärtransporters A400M nach eigenen Angaben frühesten 2012 ausliefern, zwei Jahre später als bisher vereinbart. Airbus wolle die Produktion erst aufnehmen, wenn das Flugzeug ausgereift sei und dies bei Testflügen bewiesen habe, teilte der Mutterkonzern EADS in Paris mit. Drei Jahre nach dem für September 2009 geplanten Erstflug könne mit der Auslieferung begonnen werden. Airbus kämpft seit längerem mit technischen Schwierigkeiten bei dem Transportflugzeug. Zuletzt hieß es, die neu entwickelten Triebwerke seien noch nicht einsatzfähig.

RIAD: Piraten haben den vor der Küste Somalias gekaperten saudiarabischen Supertanker 'Sirius Star' wieder freigegeben. Das bestätigte ein Beamter des saudischen Ölministeriums unter Berufung auf den staatlichen Ölkonzern Aramco. Das Schiff habe die somalischen Hoheitsgewässer bereits verlassen, hieß es. Die mögliche Zahlung eines Lösegeldes wollte Aramco nicht bestätigen. Der Tanker mit zwei Millionen Barrel Rohöl an Bord war mit 25 Mann Besatzung am 15. November gekapert worden. Die Piraten halten derzeit noch etwa ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt und haben in diesem Jahr bereits mehrere Millionen Dollar erpresst.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig, nur im Nordosten bedeckt. Dort auch Nieselregen oder Schnee. Maximal minus fünf bis plus ein Grad.

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