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Nachrichten

Samstag, 10. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

MÜNCHEN: Mit einer Grundsatzrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die internationale Münchner Sicherheitskonferenz offiziell eröffnet worden. Die Beratungen stehen unter dem Motto 'Globale Krisen - globale Verantwortung'. An der Konferenz nehmen hochrangige Vertreter aus 40 Staaten teil, unter ihnen der russische Präsident Wladimir Putin und US-Verteidigungsminister Robert Gates. Zentrale Themen sind der Streit über das Atomprogramm des Iran, der Nahost- Konflikt und der Nato-Einsatz in Afghanistan. Ein Aktionsbündnis hat zu einer Protestkundgebung gegen die Sicherheitskonferenz aufgerufen.

ESSEN: Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen haben ihre Beratungen in Essen fortgesetzt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Lage der Weltwirtschaft und die Wechselkurspolitik. Außerdem soll über Möglichkeiten diskutiert werden, wie die hoch spekulativen Hedge-Fonds kontrolliert werden können. An dem G7-Treffen in der Industriellen- Villa Hügel nehmen auch Vertreter aus Russland, China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika teil.

WASHINGTON: Das so genannte Nahost-Quartett hat die künftige Palästinenser-Regierung zur Anerkennung Israels aufgerufen. Sollte dies geschehen, könne die neue Regierung mit der Unterstützung der Staatengemeinschaft rechnen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Vereinten Nationen, der USA, der Europäischen Union und Russlands. Unter Vermittlung Saudi-Arabiens hatten sich die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah darauf verständigt, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die radikal-islamische Hamas weigert sich allerdings nach wie vor, das Existenzrecht Israels anzuerkennen.

KUALA LUMPUR: Die Kritik islamischer Staaten an den Bauarbeiten am Tempelberg in Jerusalem nimmt zu. Nach dem jordanischen König Abdullah verurteilte auch die Regierung Malaysias das israelische Vorgehen. Die Bauarbeiten verletzten die Gefühle der Moslems und störten die Friedensbemühungen für den Nahen Osten, erklärte das Außenministerium in Kuala Lumpur. Malaysia steht der Organisation der Islamischen Konferenz vor. Am Freitag hatten vor der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg tausende Moslems gegen die Arbeiten protestiert. Bei Zusammenstößen wurden zahlreiche Demonstranten und Polizisten verletzt. - Israels Behörden lassen am Fuße des Tempelbergs einen Fußgängeraufgang erneuern und archäologische Grabungen durchführen. Darin sehen die Moslems eine Gefährdung ihrer heiligen Stätten.

SEVILLA: Die geplante Stationierung von US-Abwehrraketen in Osteuropa stößt weiter auf Ablehnung in Moskau. Russland fühle sich bedroht, sagte Verteidigungsminister Sergej Iwanow beim NATO-Russland-Rat in Sevilla. Die Argumentation der USA, durch die Installation von Teilen ihres Raketenschutzschilds in Polen und Tschechien sollten Angriffe des Iran oder Nordkoreas abgewehrt werden, wies Iwanow zurück. Dies sei nicht nachvollziehbar, da die Raketen aus diesen beiden Ländern Osteuropa nicht erreichen könnten. Iwanow bekräftigte zudem den Widerstand Russlands gegen die Vorschläge des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari für eine weit reichende Unabhängkeit des Kosovo. Dies würde 'Begehrlichkeiten' in anderen nach Unabhängigkeit strebenden Regionen wie etwa Transnistrien, Südossetien oder Abchasien wecken.

PORT-AU-PRINCE: Die UN-Friedenstruppe in Haiti hat eine Großrazzia gegen die ausufernde Kriminalität in der Hauptstadt Port-au-Prince durchgeführt. An dem Einsatz im Armenviertel Cité Soleil waren mehr als 700 UN-Soldaten beteiligt. UN-Hubschrauber kreisten über dem Stadtteil. Bei mehrstündigen Kämpfen seien auch mutmaßliche Kriminelle getötet worden, sagte ein UN-Sprecher.

JAKARTA: Nach dem Rückgang des Hochwassers in weiten Teilen der indonesischen Hauptstadt haben dort die Aufräumarbeiten begonnen. Um Straßen und Gebäude von Schlamm und Müll zu befreien, sind hunderte Soldaten im Einsatz. Tankwagen der Feuerwehr versprühten Desinfektionsmittel, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Auch wenn viele Einwohner Jakartas inzwischen in ihre Häuser zurückkehren konnten, müssen noch immer zehntausende Menschen in Notunterkünften ausharren.

BERLIN: Im Bundesverkehrsministerium gibt es Pläne, die LKW-Maut auf deutschen Autobahnen bereits Mitte des Jahres um 20 Prozent zu erhöhen. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte, die vom Güterverkehr verursachten Kosten rechtfertigten eine Anhebung der Maut von 12,4 auf 15 Cent pro Kilometer. Zugleich sollten deutsche Spediteure entlastet werden, etwa durch eine Absenkung der Kfz-Steuer für Lastwagen über zwölf Tonnen.

BERLIN: Die SPD unterstützt den Vorstoß von CDU-Familienministerin Ursula von der Leyen, mehr Kinderbetreuungsplätze in Deutschland zu schaffen. Seine Partei werde noch in diesem Monat konkrete Finanzierungsvorschläge präsentieren, kündigte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil an. Die Ministerin hatte am Freitag ihre Forderung nach Schaffung von 500.000 zusätzlichen Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren bekräftigt. Die Zusatzkosten gab von der Leyen mit jährlich drei Milliarden Euro an.

ZUM SPORT: Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga trennten sich Hannover 96 und der VfL Wolfsburg 2:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An der Ostsee und in Alpennähe freundlich. Sonst viele Wolken und von Südwesten aufkommender Regen. Höchstwerte zwischen minus zwei Grad im Nordosten und acht Grad am Oberrhein.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 10.02.2007
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