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Nachrichten

Samstag, 10. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Beim Absturz eines Flugzeugs mit dem polnischen Staatspräsidenten Kaczynski an Bord sind nach Angaben russischer Behörden alle Insassen ums Leben gekommen. Es gebe keine Überlebenden, teilte der Regionalgouverneur von Smolensk mit. Laut Agenturberichten befanden sich bis zu 132 Menschen in der in Warschau gestarteten Maschine vom Typ Tupolew. Das Unglück ereignete sich beim Landeanflug auf Smolensk im Westen Russlands. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte Nebel. Der russische Präsident Dmitri Medwedew setzte eine Untersuchungskommission unter Leitung von Regierungschef Wladimir Putin ein. Lech Kaczynski wollte an diesem Samstag an Feierlichkeiten zum Gedenken an das Massaker von Katyn vor 70 Jahren teilnehmen. Katyn liegt in der Nähe von Smolensk.

POTSDAM: Nach dem Tod von drei deutschen Soldaten bei schweren Gefechten in Afghanistan besucht Bundeskanzlerin Merkel an diesem Samstag das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Von dort aus werden alle Auslandseinsätze zentral gesteuert. Bei ihrem kurzfristig angekündigten Besuch in Potsdam wird die Kanzlerin von Generalinspekteur Wieker begleitet. - Am Freitag hatten Angehörige, Kameraden und Regierungsvertreter bei einer Trauerfeier im niedersächsischen Selsingen Abschied von den getöteten Soldaten genommen. Dabei räumte Merkel ein, dass sich der Afghanistan- Einsatz schwieriger gestalte als ursprünglich angenommen. Zugleich verteidigte sie den Einsatz als wichtig auch für die Sicherheit Deutschlands. - Unterdessen wurde das Feldlager der Bundeswehr in Kundus erneut beschossen.

BISCHKEK: In Kirgisistan haben Tausende Menschen an der Beisetzung von Opfern der gewaltsamen Unruhen teilgenommen. Die Chefin der nach dem blutigen Umsturz eingesetzten Übergangsregierung, Otunbajewa, bezeichnete die Getöteten als "Helden Kirgisistans". Zuvor hatte sie den entmachteten Staatspräsidenten Bakijew aufgefordert, das Land zu verlassen. In diesem Fall erhalte er freies Geleit.

WASHINGTON: US-Außenministerin Clinton hat der kubanischen Führung vorgeworfen, sie wolle die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nicht normalisieren. Der kubanische Präsident Raul Castro und sein Bruder, der langjährige Staatschef Fidel Castro, seien nicht daran interessiert, dass die USA ihr Embargo gegen Kuba aufgäben, sagte Clinton. Bei einer Normalisierung der Beziehungen hätte die Regierung in Havanna nämlich keine Rechtfertigung mehr für Versäumnisse der vergangenen 50 Jahre.

BANGKOK: Ungeachtet der massiven Proteste gegen seine Regierung will sich Thailands Ministerpräsident Abhisit dem Druck der Straße nicht beugen. Er werde nicht zurücktreten, erklärte Abhisit in einer Fernsehansprache. In der Hauptstadt Bangkok widersetzten sich Oppositionsanhänger auch an diesem Samstag der Aufforderung der Behörden, ihre Demonstrationen aufzulösen. Das Militär versuchte mit Wasserwerfern, die Regierungsgegner auseinanderzutreiben.

RIO DE JANEIRO: Bei den heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen im Großraum Rio de Janeiro sind nach jüngsten Berichten mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Die brasilianischen Behörden befürchten einen weiteren Anstieg der Opferzahl, da noch immer zahlreiche Menschen vermisst werden. Angesichts neuer Regenfälle besteht zudem die Gefahr weiterer Erdrutsche.

MADRID: Spanien hat der Auslieferung des mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrechers Vlahovic zugestimmt. Wie die Regierung in Madrid auf ihrer Internetseite mitteilte, gab sie einem entsprechenden Gesuch der Behörden in Bosnien, Serbien und Montenegro statt. Vlahovic, der Anfang März in der Nähe seines Wohnsitzes im Osten Spaniens festgenommen worden war, wird unter anderem Völkermord während des Bosnienkriegs in den 1990er Jahren vorgeworfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten sowie Richtung der Alpen wechselnd bis stark bewölkt. Sonst von Norden her längere sonnige Abschnitte und trocken. Die Höchstwerte liegen bei 8 Grad an der Ostsee und bis 16 Grad am Oberrhein.

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