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Nachrichten

Samstag, 1. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Neue Ölbohrplattformen vor der Küste sollen in den USA nur noch dann genehmigt werden, wenn sie zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nachweisen. Damit solle eine Wiederholung der Katastrophe im Golf von Mexiko verhindert werden, erklärte US-Präsident Obama in Washington. Er wies Innenminister Salazar an, innerhalb von 30 Tagen einen Bericht über neue technische Möglichkeiten zur Absicherung der Offshore-Förderung vorzulegen. Wegen der Ölpest haben inzwischen vier US-Bundesstaaten - Louisiana, Florida, Alabama und Mississippi - den Notstand ausgerufen. Experten befürchten, dass aufgrund heftigen Südwindes das Öl bis Montag die Küsten aller vier Staaten erreichen wird. Der Ölteppich hat mittlerweile eine Ausdehnung von mehr als 2100 Quadratkilometern.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat die Bereitschaft der deutschen Wirtschaft begrüßt, einen Beitrag zur Griechenland-Hilfe zu leisten. Das Unverständnis der Bürger "über Spekulationen auf den Märkten" sei sehr gut nachzuvollziehen, sagte Merkel der "Bild am Sonntag". Dagegen sprach SPD-Chef Gabriel von einer "Beruhigungspille". Die Steuerzahler sollten besänftigt werden, da sie erneut für das Zocken von Banken bezahlen müssten, sagte Gabriel der "Neuen Westfälischen Zeitung". Die Europäischen Union und der Internationale Währungsfonds verhandeln mit Griechenland über einen Rettungsplan, mit dem der drohende Staatsbankrott des Euro-Landes verhindert werden soll. Deutsche Banken, Versicherer und Industriefirmen wollen sich beteiligen und einen Milliardenbetrag aufbringen.

ESSEN: Forderungen nach sicheren Arbeitsplätzen, gerechten Löhnen und einem starken Sozialstaat stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Kundgebungen zum Tag der Arbeit. Die zentrale Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes findet in Essen statt. Anders als in den Jahren zuvor waren in der Nacht zum 1. Mai die Krawalle weitestgehend ausgeblieben. In Berlin kam es am Rande der Feiern und Veranstaltungen zur Walpurgisnacht lediglich vereinzelt zu Festnahmen. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Auschreitungen zu verhindern. In Hamburg wurden sechs Personen festgenommen, die Mülltonnen angezündet und Polizisten mit Flaschen beworfen hatten.

BERLIN: Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Silvana Koch-Mehrin, hat ein europaweites Burka-Verbot ins Gespräch gebracht. Nach dem Votum des belgischen Parlaments für ein Verbot des Ganzkörperschleiers sagte die deutsche Politikerin, sie wünschte, dass auch in Deutschland - und in ganz Europa - das Tragen aller Formen der Burka untersagt würden. Die vollständige Verhüllung von Frauen sei ein "aufdringliches Bekenntnis" zu Werten, die in Europa nicht geteilt würden, so die FDP-Politikerin.

ANKARA: Bei einem Angriff kurdischer Rebellen auf einen türkischen Armeeposten sind vier Soldaten getötet und sieben verletzt worden. Nach Behördenangaben attackierten zahlreiche, mit Sturmgewehren bewaffnete Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans den Posten nahe der Stadt Nazimiye in der Provinz Tunceli. Danach hätten sie sich ein mehrstündiges Feuergefecht mit den Soldaten geliefert. Auch mehrere Rebellen seien getötet worden, hieß es weiter. - Die Türkei wie auch die EU stufen die PKK als terroristische Organisation ein. Sie kämpft für mehr Unabhängigkeit der Kurden. Dem Konflikt fielen seit Mitte der achtziger Jahre Schätzungen zufolge rund 45.000 Menschen zum Opfer.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens zwei Menschen getötet und neun verletzt worden. Die beiden Attentäter zündeten ihre Sprengsätze am Eingang eines Marktes in der Stadt Mingora im Swat-Tal. Dieses grenzt an die Stammesgebiete, die als Zufluchtsort von radikal-islamischen El-Kaida- und Taliban-Kämpfern gelten.

SCHANGHAI: Bei der Weltausstellung in Schanghai sind die Tore für das breite Publikum geöffnet. Am ersten Besuchertag waren sämtliche 500.000 Tickets ausverkauft, so die Veranstalter. Am Tag nach der spektakulären Eröffnungsfeier mit einem großen Feuerwerk bildeten sich vor den Pavillons lange Schlangen. Die sechsmonatige Schau steht unter den Motto "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben" .

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt. In der Nordwesthälfte einzelne Schauer. Im Süden und Südosten teils länger anhaltender Regen. Höchstwerte zwischen zehn und 20 Grad.

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