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Nachrichten

Samstag, 1. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BAGDAD: Im Irak nimmt die Gewalt kein Ende. Bei einem Bombenanschlag in Bagdad wurden nach Angaben des Innenministeriums mindestens 33 Menschen getötet. Mehr als 40 Personen erlitten Verletzungen, als die Autobombe auf einem Markt des schiitischen Viertels Sadr City explodierte. Die USA setzten eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für Hinweise aus, die zur Ergreifung des neuen El Kaida-Chefs im Irak führen. Abu Ajjub el Masri gilt als Nachfolger des bei einem US-Luftangriff im Juni getöteten Extremistenführers Abu Mussab el Sarkawi.

GAZA-STADT: Die Entführer des vor knapp einer Woche verschleppten israelischen Soldaten haben Bedingungen für die Freilassung des 19-Jährigen gestellt. In einer Erklärung der palästinensischen Entführer heißt es, Israel müsse 1.000 arabische Gefangene auf freien Fuß setzen und seine Militäroffensive im Gazastreifen beenden. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums wies die Forderungen zurück. Die Polizei dementierte Berichte, wonach radikale Palästinenser einen weiteren Soldaten verschleppt hätten. Der Weltsicherheitsrat rief die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf. Einige Länder kritisierten Israels Vorgehen als 'unverhältnismäßig'.

TOKIO: Im Alter von 68 Jahren ist der ehemalige japanische Ministerpräsident Ryutaro Hashimoto gestorben. Er erlag einer schweren Krankheit; sein Zustand war schon seit längerem kritisch, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Hashimoto führte die japanische Regierung von 1996 bis '98, vorher hatte er sich auf internationalem Parkett bereits als Finanzminister einen Namen gemacht.

PARIS: Gegen die Stimmen der sozialistischen Opposition hat das französische Parlament abschließend die Verschärfung des Einwanderungsrechts gebilligt. Das Gesetzespaket enthält härtere Auflagen für den Familiennachzug sowie eine neu geschaffene Aufenthaltserlaubnis für besonders qualifizierte Arbeitnehmer. Illegale Einwanderer, die seit mehr als zehn Jahren in Frankreich leben, sollen nicht mehr automatisch das Recht auf Papiere haben. Bürgerrechtsgruppen und die Opposition kündigten für diesen Samstag landesweite Demonstrationen an. Die Sozialisten wollen den Gesetzestext vom Verfassungsgericht überprüfen lassen.

PEKING: Chinas Präsident Hu Jintao hat die höchstgelegene Eisenbahnstrecke der Welt eingeweiht. Die Verbindung in die tibetische Hauptstadt Lhasa sei eine große Errungenschaft, die der abgelegenen Region Wohlstand bringen werde, sagte Hu bei der Eröffnungszeremonie in der Stadt Golmud. Die neue Bahnstrecke führt über mehr als 5.000 Meter hohe Pässe. Exil-Tibeter haben zu einem Boykott der Verbindung aufgerufen. Sie fürchten, dass die neue Eisenbahnlinie die Kolonisierung des Hochlandes durch China weiter beschleunigt.

HELSINKI: Finnland hat zum 1. Juli von Österreich den Ratsvorsitz in der Europäischen Union übernommen. In der zweiten Jahreshälfte sind die Finnen damit für die Organisation der Ministerräte zuständig, in denen die 25 EU-Staaten ihre Entscheidungen treffen. Zu den schwierigsten Themen der Ratspräsidentschaft wird nach Einschätzung des finnischen Regierungschefs Matti Vanhanen die Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gehören. Im Herbst steht eine Bestandsaufnahme an. Finnland will zudem die Beziehungen der EU zu Russland verbessern. Zum Jahreswechsel übernimmt dann Deutschland turnusgemäß den EU-Vorsitz.

WASHINGTON: Der europäische Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS hat sich einen Großauftrag zur Ausstattung der US-Armee gesichert. Zusammen mit dem Unternehmen Sikorsky Aircraft bekam EADS den Zuschlag für den Bau von bis zu 352 Hubschraubern. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von mehr als zwei Milliarden Dollar.

BERLIN: Nach der Föderalismusreform ist die Erneuerung des Gesundheitswesens in Deutschland das nächste Reformprojekt der Großen Koalition in Berlin. Kurz vor der entscheidenden Koalitionsrunde dämpfte CSU-Parteichef Edmund Stoiber die Erwartungen. Man solle nicht unbedingt mit dem ganz großen Wurf rechnen, sagte er der 'Süddeutschen Zeitung'. Nach monatelangen Verhandlungen wollen die Spitzen von Union und SPD am Sonntag die Eckpunkte der Gesundheitsreform festlegen. Strittig ist vor allem die künftige Finanzierung. Stoiber bekräftigte sein Nein zu einer Einbeziehung der privaten Kassen in einen Gesundheitsfonds und zu Steuererhöhungen zur Finanzierung der Krankenversicherung von Kindern.

ZUM SPORT: Hunderttausende Fußball-Fans haben den Einzug der deutschen Nationalmannschaft in das WM-Halbfinale gefeiert. Bis spät in die Nacht fuhren Autokorsos mit Hupkonzerten durch die Straßen. Die Freudenfeste im ganzen Land verliefen weitgehend friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte am Freitagabend in Berlin Argentinien mit 5:3 nach Elfmeterschießen bezwungen. Halbfinalgegner am Dienstag ist Italien, das die Ukraine mit 3:0 aus dem WM-Turnier warf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken, nur im Südosten Schauer möglich. Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad Celsius, am Rhein noch darüber.

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