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Nachrichten

Samstag, 06. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag.

MÜNCHEN: Die Tarifgespräche für die Ärzte an deutschen Universitäts- Kliniken dauern an. Zwar seien Fortschritte erzielt worden, es gebe aber noch eine Reihe strittiger Punkte, sagte ein Vertreter der Ärztegewerkschaft 'Marburger Bund' nach nächtlichen Verhandlungen in München. Man hoffe, dass es an diesem Samstag einen Durchbruch gebe. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der öffentlichen Arbeitgeber. Die Tarifgespräche waren am Freitag nach siebenwöchigen Streiks wieder aufgenommen worden. Die Gewerkschaft 'Marburger Bund' fordert für die Klinikärzte bessere Arbeitsbedingungen und deutlich höhere Einkommen.

BERLIN: Der Beschluss der Innenminister aus Bund und Ländern zur Einbürgerung ist bei Ausländerorganisationen auf Kritik gestoßen. In einer Stellungnahme des Bundesausländerbeirats heißt es, Einwanderer mit niedrigem Bildungsniveau oder Menschen mit einer anderen Schriftsprache hätten es jetzt schwer, überhaupt eingebürgert zu werden. Kritik kam auch von den Türkischen Gemeinden und den Grünen. Dagegen begrüßte der Zentralrat der Muslime die neuen Regelungen. Danach müssen einbürgerungswillige Ausländer künftig einen bundesweit einheitlichen Sprachtest ablegen und einen Integrationskurs mit abschließender Prüfung besuchen. Einen einheitlichen Wissenstest nach dem Vorbild Hessens und Baden-Württembergs wird es dagegen nicht geben.

LEIPZIG: Die am Dienstag freigekommenen Techniker René Bräunlich und Thomas Nitzschke haben während ihrer 99-tägigen Geiselhaft im Irak unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. In einem Interview der 'Leipziger Volkszeitung' schilderten die beiden Ingenieure aus Sachsen, sie seien tagelang in dunklen Erdlöchern eingepfercht worden. Misshandelt worden seien sie aber nicht. Während ihrer gesamten Geiselhaft seien sie in der Hand nur einer Entführergruppe gewesen. Berichte, wonach sie verkauft wurden, seien falsch.

WASHINGTON: Nach dem überraschenden Rücktritt von CIA-Direktor Porter Goss wird in den USA über die Motive hierfür spekuliert. Angeblich soll sich Goss vergeblich gegen eine Beschneidung seiner Kompetenzen durch den Nationalen Geheimdienstkoordinator John Negroponte gewehrt haben. Als Nachfolger von Goss, der sein Amt erst vor eineinhalb Jahren angetreten hatte, ist der Luftwaffengeneral Michael Hayden im Gespräch.

BAGDAD: Aus dem Irak wird ein neuer Selbstmord-Anschlag gemeldet. Nach Angaben des Innenministeriums riss ein Attentäter in Tikrit drei Offiziere der irakischen Armee mit in den Tod. Südlich von Bagdad verschleppten Aufständische sieben Iraker, unter ihnen drei Polizisten.

KABUL: Bei einem Kampfeinsatz im Osten Afghanistans ist ein amerikanischer Militärhubschrauber abgestürzt. Angaben zum Schicksal der zehn Insassen machte das US-Militär nicht. Auch die Absturzursache ist unklar. Der Hubschrauber sei nicht abgeschossen worden, erklärte die Armee.

SINGAPUR: Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur sind 1,2 Millionen Stimmberechtigte zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. In der Handels- und Finanzmetropole herrscht Wahlpflicht. Ein Sieg der seit mehr als 40 Jahren regierenden People's Action Party von Regierungschef Lee Hsien Loong gilt angesichts der guten Wirtschaftslage als sicher. Derzeit verfügt die Opposition nur über zwei der 84 Parlamentssitze.

LONDON: Nach der schweren Niederlage der Labour-Partei bei der Kommunalwahl in England wächst der Druck auf Premierminister Tony Blair. Unter den Abgeordneten der Regierungspartei kursiert nach Medienberichten der Entwurf eines Schreibens, in dem Blair aufgefordert wird mitzuteilen, wann er sein Amt an Finanzminister Gordon Brown übergeben wolle. Mit rund 26 Prozent der Stimmen war Labour bei der Wahl am Donnerstag weit hinter die Konservativen und sogar noch hinter die Liberaldemokraten zurückgefallen. Als Konsequenz bildete Blair am Freitag sein Kabinett um.

DOVER: Bei einem Brand auf einem Kreuzfahrtschiff im Ärmelkanal sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Wie die britische Küstenwache mitteilte, konnte das im Maschinenraum ausgebrochene Feuer am Samstagmorgen gelöscht werden. Das in Zypern registrierte Schiff mit mehr als 700 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord werde nun zur Küste geschleppt, berichtet der Sender BBC.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig, gebietsweise sind kurze Schauer oder Gewitter möglich. Höchstwerte zwischen 12 Grad an der Ostsee und 27 Grad am Niederrhein.

  • Datum 06.05.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8Myv
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