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Aktuell Afrika

Sambia sagt Menschenhändlern den Kampf an

Nach dem Tod von 19 Flüchtlingen in einem Lastwagen will die sambische Regierung stärker gegen den Menschenhandel im Land vorgehen. Größte Schwachstelle sind die durchlässigen Grenzen.

Symbolbild Flüchtlinge in Sambia

Angolanische Flüchtlinge im Nachbarland Sambia (Archivbild)

Woher die Menschen stammen, die am Donnerstag tot in einem Lastwagen aufgefunden wurden, konnte bislang nicht genau geklärt werden. Medienberichten zufolge soll es sich um Somalier oder Äthiopier handeln. Die sambische Regierung geht davon aus, dass das Fahrzeug mit über 50 Menschen an Bord aus Tansania kam. Sie alle sollen Opfer von Menschenhändlern sein.

Überlebende aus Somalia berichteten, dass die Lüftung in dem LKW nicht funktionierte und sie nicht wussten, wo sie hingebracht werden sollten. Das Fahrzeug mit Container-Aufbau wurde nach Angaben der Einwanderungsbehörde beim Grenzübertritt vom Kongo nach Sambia gestoppt. Nachdem Geräusche aus dem Container drangen, forderten die Beamten den Fahrer auf, die Türen zur Fracht zu öffnen. Sein Fluchtversuch wurde kurz darauf von kongolesischen Grenzschützern beendet.

Sambia ist sowohl Ziel-, Transit- als auch Ursprungsland für Menschen, die zu Sex- und Zwangsarbeit gezwungen werden. Das Problem war der Regierung längst bekannt, doch erst der tragische Tod der Flüchtlinge sorgt nun offenbar für Handlungsbedarf. "Das darf so nicht weitergehen", sagte Innenminister Davies Mwila einem lokalen Radiosender. "Unsere Grenzen sind so porös." Seine Regierung will nun die notwendigen Schritte einleiten, um die Grenzen besser zu sichern. Wie sie die mehr als 5600 Kilometer lange Linie allerdings kontrollieren will, bleibt offen.

djo/cgn (afp, dpa)