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Kultur

Salma Hayek will lateinamerikanisches Publikum "stolz machen"

Die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek hat gemeinsam mit der US-Filmproduktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer ein neues Filmunternehmen gegründet. Das Film-Repertoire soll den Fokus Lateinamerika haben.

Salma Hayek

Salma Hayek, mexikanische Schauspielerin und Mitgründerin von "Ventanazul"

Die Firma mit dem Namen "Ventanazul" will sich in ihren Filmen vorwiegend mit lateinamerikanischen Themen beschäftigen, die jedoch für ein breites Publikum bestimmt sind. Hollywood-Star Hayek soll nach Angaben von MGM die Präsidentschaft der Firma übernehmen. Chef der Produktion wird Jose Tamez.

"Uns ist es wichtig zu integrieren statt zu trennen", erklärte Salma Hayek US-Medienberichten zufolge. Pro Jahr sollen zwei bis vier Filme mit lateinamerikanischen Darstellern entstehen, die von MGM produziert und vermarktet werden. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass sich das Traditionshaus an der Finanzierung der Filme beteiligen will. Diese Filme sollen alle ansprechen, so Hayek. Aber sie hoffe auch, das lateinamerikanische Publikum "stolz zu machen".

Produzentin und Schauspielerin zugleich

Die Darstellerin, die1966 in Coatzacoalcos im Bundesstaat Veracruz in Mexiko geboren wurde, trat zunächst in verschiedenen mexikanischen Telenovelas und Filmproduktionen auf. Als sie sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten machte, war sie in ihrer Heimat bereits eine Berühmtheit. Mitte der 1990er Jahre erlebte sie an der Seite von Antonio Banderas in dem Film "Desperados" schließlich ihren Durchbruch in Hollywood. Es folgten unter anderem Rollen in "From Dusk Till Dawn" (1996) und "Dogma" (1999). Mit dem Film "Frida" (2002) gelang ihr sogar ein Doppel-Coup: Sie besetzte nicht nur die Titelrolle, sondern überzeugte auch als Produzentin. Für ihre Darstellung der mexikanischen Malerin Frida Kahlo wurde sie sowohl für einen Oscar als auch für einen Golden Globe nominiert.

Zusammen mit ihrem aktuellen Produktionspartner Jose Tamez produziert Hayek eine amerikanische Adaptation der kolumbianischen Telenovela "Ugly Betty", die zu Jahresbeginn ebenso mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde und in Deutschland unter dem Titel "Verliebt in Berlin" im Fernsehen läuft. Privat ist Salma Hayek mit dem französischen Geschäftsmann François-Henri Pinault verlobt, mit dem sie im Sommer ihr erstes Kind erwartet.

MGM - eine Firma mit großer Tradition

Mit der MGM hat sich Hayek eine der weltweit bekanntesten Filmproduktions- und -verleihgesellschaften ins Boot geholt. Charakteristisch und allseits bekannt ist das Logo - der brüllende Löwe, der aus einem Kreis von goldenen Filmstreifen durch die Leinwand zu kommen scheint. Die 1924 gegründete Firma war zunächst ein Zusammenschluss der Filmstudios "Metro Picture Company", "Goldwyn Picture Corporation" und "Louis B. Mayer Pictures".

Während das Unternehmen in den 1930er Jahren noch als größter Produzent von Kinofilmen galt, verlor es in den 1950ern viel Geld, stand kurz vor dem Bankrott und trennte sich gleichzeitig von Geschäftsführer Louis B. Mayer. Die Rettung brachte 1959 ein Tonfilm-Remake von "Ben Hur", der der Produktionsfirma 80 Millionen Dollar einspielte und sie so vor dem finanziellen Aus retten konnte. Mayers Nachfolger, Kirk Kerkorian, kaufte 1981 die US-amerikanische Filmgesellschaft "United Artists" und 1997 die "Orion Pictures Corporation", die sich MGM als Tochterunternehmen anschlossen. Allerdings verkaufte Kerkorian MGM mitsamt Anhang im Jahr 2005 schon wieder. Mittlerweile ist das Unternehmen inklusive Tochterunternehmen der "Sony Pictures Entertainment" angegliedert. (chg)

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