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Aktuell Welt

Salafist tritt doch bei Präsidentenwahl in Ägypten an

Der salafistische Prediger Hasem Abu Ismail darf doch bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten antreten. Das Kairoer Verwaltungsgericht stellte fest, dass seine verstorbene Mutter keine US-Bürgerin war.

Laut der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena wies das Kairoer Gericht das Innenministerium an, zu beglaubigen, dass Ismails Mutter "niemals eine andere Nationalität als die ägyptische besessen hat". Auch das Staatsfernsehen berichtete am späten Mittwochabend, Ismail sei nun "wieder Kandidat". Laut Gesetz dürfen Kandidaten und ihre Ehepartner nur die ägyptische Staatsbürgerschaft besitzen und müssen zudem von ägyptischen Eltern abstammen.

Kandidat erfreut sich offenbar großer Beliebtheit

Das Außenministerium hat laut Wahlkommission die Information weitergeleitet, dass die Mutter des 50-Jährigen im Jahr 2006 die US-Staatsbürgerschaft erhalten habe. Ismail hatte dies jedoch stets bestritten.

Der Kandidat scheint außerdem große Unterstützung unter den Wählern zu haben, denn die Salafisten waren unter Mubarak verboten und erhalten seit dem Machtwechsel viel Zulauf. Vergangene Woche hatten tausende Anhänger des Kandidaten der radikal-islamischen Salafisten-Bewegung auf den Straßen Kairos demonstriert.

Sie prangerten eine Verschwörung gegen Ismail an. Der langbärtige Anwalt und Prediger übt in seinen Reden massive Kritik an den USA. Er gilt aber unter den Salafisten als Pragmatiker.

Wahlen für den 23 und 24. Mai geplant

Video ansehen 02:18

Ägypten vor der Präsidentenwahl

Die Wahlkommission will die endgültige Kandidatenliste am 26. April veröffentlichen. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl, der ersten seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Hosni Mubarak im Februar 2011, ist für den 23. und 24. Mai vorgesehen. Kandidaten sind unter anderem der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, der Muslimbruder Chairat al-Schater und der frühere Geheimdienstchef Omar Suleiman.

GD/nis (afp, dapd, dpa)

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