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Bundesliga

Saison-Aus für Clemens Fritz

Ex-Nationalspieler Clemens Fritz von Werder Bremen droht das vorzeitige Karriereende. Der 36 Jahre alte Kapitän fällt wahrscheinlich für den Rest der Saison aus - für den Sommer hatte er seinen Rücktritt angekündigt.

War es das für Clemens Fritz? Möglicherweise hat der Kapitän von Werder Bremen am vergangenen Samstag gegen Darmstadt 98 sein 331. und gleichzeitig letztes Bundesliga-Spiel bestritten. Beim 2:0-Sieg der Bremer gegen die "Lilien" zog sich Fritz einen Riss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk zu und musste in der 39. Minute ausgewechselt werden. Das teilte Werder am Mittwoch nach der Operation von Fritz mit. "Damit ist die Saison für Clemens wahrscheinlich beendet. Wir müssen von einer dreimonatigen Pause ausgehen", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann. "Er hat den anderen Spielern mit seiner Erfahrung Halt gegeben. Für uns alle ist das eine bittere Sache", sagte Bremens Trainer Alexander Nouri.

Fritz war 2006 von Bayer 04 Leverkusen nach Bremen gekommen. Zuvor hatte der 36-Jährige auch für Rot-Weiß Erfurt und den Karlsruher SC gespielt. In der Nationalmannschaft kam Fritz 22 Mal zum Einsatz. Er gehörte zum Kader des Nationalteams bei der Europameisterschaft 2008. Ein Jahr später gewann er mit Werder den DFB-Pokal.

Fritz hatte zuletzt erklärt, seine Karriere nach dem Ende der Saison beenden zu wollen. Dies hatte er schon nach der vergangenen Spielzeit vorgehabt, seinen Vertrag dann aber noch einmal um ein Jahr verlängert. "Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Er soll sich jetzt erstmal erholen. Danach sprechen wir in aller Ruhe darüber, wie es nach der Saison weitergeht", sagte Baumann dazu.

Verhandlungen mit Nouri ausgesetzt

Gleiches gilt auch beim Vertrag von Trainer Nouri. Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrages sollen erst nach einer Entscheidung im Abstiegskampf geführt werden. "Wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben, wollen wir uns zusammensetzen", sagte Baumann vor der Partie bei Bayer Leverkusen am Freitagabend: "Dann haben wir die Muße, uns über einen neuen Vertrag zu unterhalten."

Nouri sitzt seit September als Nachfolger von Viktor Skripnik bei den Bremern auf der Bank, sein Arbeitspapier gilt nur bis zum Saisonende. "Wir haben in einem gemeinsamen Gespräch festgelegt, dass die Gespräche ruhen, bis wir den Klassenerhalt geschafft haben", sagte Nouri.

asz/tk (dpa, sid)

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