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Politik

"Saddam wurde maßlos überschätzt"

Die Festnahme Saddam Husseins und die US-amerikanische Irak-Politik haben die DW-WORLD-Leser auch in der vergangenen Woche stark beschäftigt. Nicht alle zeigen sich dabei einverstanden mit der Politik der Bush-Regierung.

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Festnahme Saddam Husseins

Saddam Husseins Einfluss nach seinem Untertauchen wurde meist maßlos überschätzt, ebenso wie jetzt die Auswirkung seiner Verhaftung. Er war nicht der Organisator der Attentate auf die US-Truppen, deshalb werden diese Anschläge auch weiter stattfinden, vielleicht sogar verstärkt. Denn die Zurschaustellung des Diktators war entwürdigend und wird von entsprechenden Gruppierungen möglicherweise als Provokation verstanden (sie widerspricht im Übrigen auch den Genfer Konventionen).

Dr. Ulrike Löw

Welch ein Zufall, dass Saddam Hussein AUSGERECHNET JETZT gefasst wird. Zum Glück, wie Bush schon sagte, ist eine schreckliche Ära des Iraks (hoffentlich) vorbei. Rice oder Cheney hätten Bush allerdings darauf aufmerksam machen sollen, dass die meisten von Saddams Waffen amerikanisch waren. Naja, vielleicht kann Amerika ja jetzt in Bushs sicherer zweiten Amtszeit ein bisschen ins reine mit sich selber kommen und die Probleme im Irak beheben, für die die US-Regierung selber von Anfang an mitverantwortlich war.

Benjamin Strohmann

Als Amerikaner, muss ich sagen, dass ich die Nase voll habe von den amerikanischen Medien und ihren Berichten über Saddam Hussein. Die Amerikaner haben überhaupt keine echte Vorstellung von Hussein, und alles, was uns von diesem Mann erzählt wird, ist ausschließlich von CNN und derartigen Medien. (…) Es wäre echt erfrischend, wenn wir in den USA echte, objektive Medienberichte erhielten.

Michael Martin

Ausschluss einiger internationaler Unternehmen von der Vertragsvergabe im Irak

Es ist ungeheuerlich, was die USA mit dem Irak und den Kriegsgegnern treiben! Sie lügen und betrügen mit einem falschen Kriegsgrund die Welt! Es gibt keine Massenvernichtungswaffen, die jemand bedroht hätten. Dann reißen sie sich den Irak und das Öl mit Gewalt unter den Nagel. Und dann erpressen sie sogar noch die anderen Länder, die Vernunft bewahrt haben, mit dem Entzug von Aufträgen, wenn sie nicht tun, was die USA wollen. Die USA erpressen frech die Welt! (…) Ich habe die USA viele Jahre verteidigt, sogar als Vorbild gesehen. So dumm ist man! Aber damit ist jetzt Schluss!

Barbara Engel

Die Frage ist eigentlich nicht, ob die USA ein Recht auf Ausschluss internationaler Firmen haben, die Frage ist, ob jemand sie daran hindern würde, die getroffene Entscheidung auf Ausschluss europäischer, kanadischer, chinesischer und russischer Firmen durchzusetzen.

Thurid Freitag

Gescheiterter EU-Verfassungsgipfel

Meiner Meinung nach wäre die doppelte Mehrheitslösung sehr vernünftig, da diese verhindern würde, dass Entscheidungen von einer Minderheit der Europäischen Bevölkerung blockiert werden.

Hans Glass

Ich hoffe, dass keine Einigung zustande kommt. Die Haltung von Spanien und Polen zeigt, dass diese Länder offensichtlich noch im 19. Jahrhundert. leben. Zudem lässt die vorgeschlagene Verfassung nicht den Hauch demokratischer Strukturen spüren: Die Völker sind nicht gefragt. Ein Europa der Polit-"Eliten"? Nein Danke!

Rolf-Dieter Gmeiner

Polen erweist sich als das Kuckucksei der Amerikaner, die an einer politischen und wirtschaftlichen Stärkung der EU nicht interessiert sind. Für ihre Haltung werden die Amerikaner sie sicher gut belohnen. Mit Nizza jedenfalls ist eine effektive Arbeit der EU nicht möglich, wenn ausschließlich Eigennutz das Maß aller Dinge bleibt und auch durchgesetzt werden kann.

Margret Kraus

Anmerkung in eigener Sache:
Wir freuen uns über jede Zuschrift, aber wir können nicht alle Leserbriefe veröffentlichen. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Die Inhalte entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.