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Kultur

Saddam Husseins Autokollektion dezimiert

Dem Chaos und den Plünderungen in Bagdad ist auch die Autokollektion von Saddam Hussein in dessen Innenstadtpalast zum Opfer gefallen. Die von zwei Abrams-Panzern bewachte Allee im Zentrum der Hauptstadt säumten am Samstag Wracks aus der umfangreichen Sammlung des Diktators. Ein rosa Chevrolet-Cabrio Bel Air aus dem Jahr 1955 wurde von einem US-Panzer zermalmt. Bei einem schwarzen Packard-Cabrio, dem Lieblingsfahrzeug der Chicagoer Mafia während der Prohibitionszeit in den USA, war die Kühlerhaube vollkommen demoliert.

In der Garage des prunkvollen Palasts standen dagegen noch einige unversehrte Exemplare. Neben einem prächtigen Rolls Royce Silver Shadow mit Vorhängen im hinteren Bereich befand sich eine gepanzerte schwarze Cadillac-Fleetwood-Limousine mit Standartenträgern auf den Kotflügeln für offizielle Anlässe. Auch andere Modelle fanden bei den Plünderern offenbar kein Interesse: ein weißer Buggy, der Nachbau eines Ford T und ein Ford 8 mit holzverstärkter Karosserie. Ganz hinten in der teilweise eingestürzten Garage schien ein klassisches Londoner Taxi mit geöffneten Türen auf einen Fahrgast zu warten, der niemals einstieg.