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Reise

Sachsen und Tschechien wollen Welterbetitel

Die traditionsreiche Bergbauregion Erzgebirge/Krusnohori will zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören - grenzübergreifend. Die deutsch-tschechische Kulturlandschaft birgt einmalige Zeugnisse der Industriegeschichte.

Erzgebirge - Annaberg-Buchholz (picture-alliance/DUMONT Bildarchiv/J. Scheibner)

Silberstadt Annaberg-Buchholz

Am kommenden Montag soll der gemeinsame Unesco-Antrag für die Aufnahme der "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" unterzeichnet werden.. Insgesamt geht es um 22 Bestandteile, 17 auf deutscher und 5 auf tschechischer Seite, wie das sächsische Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Nach der Signierung wird der Antrag über die Kultusministerkonferenz und das Auswärtige Amt dem Welterbezentrum der Unesco in Paris zugeleitet.

Bei dem Welterbeantrag handelt es sich bereits um den zweiten Versuch. Im April 2016 hatten Sachsen und Tschechien einen ersten Aufnahmeantrag zurückgezogen, nachdem der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos), der offiziell die Empfehlungen ausspricht, zu einer Schärfung des Konzepts geraten hatte. 

In der jetzt vorliegenden, überarbeiteten Fassung ist nunmehr die Struktur grundlegend geändert. So wurden die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile zu 17 zusammengefasst, die rund 400 Denkmale des Erzbergbaus umfassen. Gibt es nach dem Prüfverfahren eine positive Empfehlung, könnte der Eintrag in die Welterbeliste im Sommer 2019 erfolgen. 

Die Unesco fördert seit 2003 - zusätzlich zum materiellen Erbe wie etwa Baudenkmälern - den Erhalt von Alltagskulturen und lebendigen Traditionen, Wissen und Fertigkeiten. Inzwischen sind der entsprechenden UN-Konvention mehr als 170 Staaten beigetreten; Deutschland ist seit 2013 dabei. Fördergelder sind mit dem Welterbetitel nicht verbunden.

is/ch (kna)
 

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