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Aktuell Asien

Sabotage verursachte Unglück in Dhaka

Ende November hatte ein Brand in einer Textilfabrik in der Nähe der Hauptstadt von Bangladesch zahlreiche Todesopfer gefordert. Jetzt glauben die Behörden die Ursachen für das Unglück zu kennen.

In der Nacht zum 25. November 2012 war in einer Textilfabrik in Ashulia, 20 Kilometer nordwestlich von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, ein Großbrand ausgebrochen. Mehr als 100 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Weitere 200 Menschen, vor allem Textilarbeiterinnen, wurden mit Brandwunden in Krankenhäuser eingeliefert.

Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde der Brand durch Sabotage verursacht. Dem Fabrikbesitzer wird zudem Fahrlässigkeit vorgeworfen.

"Die Nachlässigkeit des Inhabers hatte den tragischen Tod der Arbeiter zur Folge", sagte Mainuddin Khandker, Chef des fünfköpfigen Ermittlungsteams.

Den Ermittlern zufolge soll gegen den Eigentümer sowie neun weitere Mitarbeiter aus dem mittleren Management Anklage wegen Fahrlässigkeit erhoben werden. Bereits Anfang Dezember hatte die Polizei drei Manager verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, nach dem Brandausbruch die Fabrik verschlossen und die Mitarbeiter in Sicherheit gewiegt zu haben.

In dem Gebäude wurde Kleidung für westliche Firmen produziert, unter anderem für die Bekleidungskette C&A und die US-Supermarktkette Walmart. Die Textilindustrie macht rund 79 Prozent der Export-Einnahmen des Landes aus. Die meisten Produkte gehen nach Europa und die USA.

gb/rb  (dpa/afp)