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Wirtschaft

Saab meldet Insolvenz an

Zukunft ungewiss: Der wie Opel zum akut angeschlagenen US-Konzern General Motors gehörende Edelautobauer stellt einen Insolvenzantrag. Die schwedische Regierung hatte eine Rettung verweigert.

Arbeiter verlassen das Stammwerk Trollhättan in Schweden (2006)

Arbeiter verlassen das Stammwerk Trollhättan in Schweden (2006)

Der schwedische Autobauer Saab hat am Freitag (20.2.2009) Insolvenz angemeldet. Das sagte ein Unternehmenssprecher im schwedischen Radio. Saab teilte weiter mit, man habe bei Gericht den Antrag zu einer Neuorganisation der Marke als unabhängiges Unternehmen gestellt - was eine Loslösung vom angeschlagenen US-Autobauers General Motors (GM) bedeuten würde.

"20 Jahre nicht geschafft"

Bleibt hart: Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, links, mit Angela Merkel in Berlin (2007)

Bleibt hart: Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, links, mit Angela Merkel in Berlin (2007)

Die schwedische Regierung hatte zuvor staatliche Hilfen ausgeschlossen. "Wenn der größte Autokonzern der Welt es über 20 Jahre nicht geschafft hat, Saab überlebensfähig zu machen, wird das der schwedische Staat wohl kaum besser können", sagte Schwedens Regierungschef Fredrik Reinfeldt.

Das Unternehmen teilte mit, dass die 4000 Beschäftigten am späten Vormittag bei einer Betriebsversammlung über die Fortsetzung der Produktion unter einem Insolvenzverwalter informiert werden sollen.

Nun mit Opel?

Als mögliche Rettung für den Autobauer wird über ein Zusammengehen mit Opel spekuliert.

2008 verkaufte Saab 94.000 Autos und beschäftigt momentan 4000 Mitarbeiter. Das Unternehmen fährt seit Jahren hohe Verluste ein. Seit 1990 gehört Saab zu GM. Angesichts der Schieflage von General Motors gibt es auch in Deutschland Sorgen um die Zukunft der Tochter Opel. (sam)