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Südsudan: Unabhängigkeit und die Rolle der Medien

Seit dem 9. Juli ist der Südsudan unabhängig. Die neue Nation muss sich vielen Herausforderungen stellen, das gilt auch für die Rolle der Medien.

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Der Südsudan ist die jüngste Nation der Welt, und die dortige Bevölkerung hat gewaltige Hoffnungen für die Zukunft des Landes. Allerdings: Frieden und Sicherheit bleiben ebenso unbeständig wie die Arbeitsbedingungen der örtlichen Journalisten.

„Unsere Journalisten haben ein angespanntes Verhältnis zu den Sicherheitskräften im Südsudan“, sagt Josphine Achiro. Die Programmmanagerin von Radio Bakhita, einer der meistgehörten Stationen im Süd-Sudan, äußerte sich im Rahmen des diesjährigen Global Media Forums der Deutschen Welle in Bonn. „Immer wieder“, so die Mitarbeiterin des Hauptstadtsenders aus Juba, „werden wir durch Politiker und Regierungsbeamte bedroht, nur weil wir die Sicht anderer wiedergeben.“

Karte Südsudan (nach der Unabhängigkeit am 9.7.2011)

Manuela Römer, Projektmanagerin und Medientrainerin der DW-AKADEMIE, bestätigt das. Sie hat schon mehrere Journalismustrainings im Sudan begleitet und verweist auf mangelndes gegenseitiges Vertrauen zwischen Journalisten und Staatsbediensteten im Allgemeinen. „Journalisten müssen wissen, dass sie ohne Furcht arbeiten können“, sagt sie mit Bezug auf Vorfälle, bei denen Medienvertreter verhaftet oder ihre Ausrüstung beschlagnahmt wurde.

„Staatsbeamte wollen die Medien kontrollieren und einschränken, aber auf der anderen Seite brauchen sie die Medien, um wichtige Informationen an die Öffentlichkeit zu übermitteln.“ Die DW-AKADEMIE versucht hier zu vermitteln, indem sie nicht nur Journalisten, sondern auch andere Akteure in ihre Projekte einbezieht – so zum Beispiel Mitarbeiter des südsudanesischen Informationsministeriums. „Das ist wichtig, wenn es um die Rolle der Medien geht“, sagt Römer.

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