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Aktuell Afrika

Südsudan bedauert Abschuss von UN-Hubschrauber

Wieder ein trauriger Tag für die Vereinten Nationen: Die südsudanesische Armee hat einen UN-Hubschrauber abgeschossen und dabei vier Menschen getötet. Die Regierung spricht von einem Versehen.

Im Südsudan ist ein Hubschrauber der Vereinten Nationen abgeschossen worden. Dabei kamen die vier Besatzungsmitglieder, die alle aus Russland kamen, ums Leben. Nach Angaben der Vereinten Nationen war der Helikopter klar gekennzeichnet und befand sich auf einem Aufklärungsflug in der umkämpften Region Jonglei.

Umkämpfter Bundesstaat

Die südsudanesische Armee räumte nach ersten Dementis ein, den Helikopter versehentlich abgeschossen zu haben. Man habe den Hubschrauber für ein sudanesisches Flugzeug gehalten, das Rebellen mit Waffen beliefert.

Im Bundesstaat Jonglei kämpfen Rebellen gegen die Armee, außerdem bekriegen sich dort verfeindete Stämme. Die Regierung hat die Gegend deswegen Anfang des Jahres zum Notstandsgebiet erklärt.

UN-Hilfe für Südsudan

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Abschuss scharf. Er forderte die Regierung in Juba auf, den Vorfall zu untersuchen und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.

Die UN-Mission im Südsudan (United Nation Mission in South Sudan - UNMISS) unterstützt den Friedensprozess im Südsudan, der sich im Juli 2011 für unabhängig vom Sudan erklärt hatte. An dem Einsatz sind auch einige Bundeswehrsoldaten und deutsche Polizeibeamte beteiligt. Der Bundestag hatte ihren Einsatz erst kürzlich bis zum 31. Dezember 2013 verlängert.

det/hf (afp, dapd, dpa)

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