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Korruptionsskandal

Südkoreas Ex-Präsidentin wegen Korruption angeklagt

Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen die frühere Staatschefin Südkoreas offiziell Klage. Die im März entmachtete Politikerin Park sitzt bereits seit einigen Wochen in Haft.

Die inhaftierte Park Geun-hye wurde formell unter anderem wegen Bestechlichkeit, Nötigung, Amtsmissbrauchs und der Verletzung von Staatsgeheimnissen angeklagt, teilten die Strafverfolger in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit. Sie soll mit Hilfe ihrer Vertrauten Choi Soon-sil von südkoreanischen Unternehmen Geld im Gegenzug für politische Einflussnahme erhalten haben

Neben Park wurde auch Anklage gegen den Vorstandsvorsitzenden der Konzerngruppe Lotte, Shin Dong-bin, erhoben. Er wurde aber nicht verhaftet. Park und Choi sollen der Staatsanwaltschaft zufolge Verabredungen getroffen haben, durch die sie vom Lotte-Konzern rund sechs Millionen US-Dollar erhielten. Der Konzern bestreitet dies.      

Der Chef der Samung-Konzerngruppe, Jay Y. Lee, war vor einigen Wochen ebenfalls aufgrund von Verwicklungen in den Korruptionsskandal verhaftet worden. Die inhaftierten Park, Choi und Lee beteuern allesamt ihre Unschuld.

Park wirft ihrer Vertrauten Choi vor, ihre Freundschaft ausgenutzt zu haben. Park hatte 2012 als erste Frau das Präsidentenamt in Südkorea übernommen.

myk/chr (rtre, afp, ape)