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Asien

Südkorea und China wollen Eiszeit beenden

Die Krise auf der koreanischen Halbinsel überschattet das Verhältnis des demokratisch regierten Südens zum großen Nachbarn. China - die Schutzmacht des nordkoreanischen Regimes - reicht Südkorea nun die Hand.

China will nach Angaben der Regierung in Seoul trotz seiner Besorgnis wegen eines neuen US-Raketenabwehrsystems in Südkorea die Beziehungen zum Nachbarn wieder weitgehend normalisieren. Beide Seiten hätten sich bei Gesprächen auf diplomatischer Ebene geeinigt, "den Austausch und die Zusammenarbeit in allen Bereichen so früh wie möglich wiederherzustellen", teilte das Außenministerium in Seoul mit.

Das Präsidialamt kündigte zudem an, dass sich Präsident Moon Jae In und der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping in der nächsten Woche am Rande des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Vietnam treffen würden. Das sei der "erste Schritt" zur Umsetzung der Vereinbarungen, den Austausch wiederaufzunehmen, hieß es.

Wichtige Handelspartner

Die chinesische Seite bekräftigte demnach, sie sei weiter gegen das Raketenabwehrsystem des Typs THAAD in Südkorea. Doch Seoul und Peking seien der Ansicht, dass die Stärkung ihrer Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse sei. Beide Länder sind wichtige Handelspartner. Gute Beziehungen zu China sind für Südkorea auch wichtig, um eine Lösung im Konflikt um das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas zu finden.

Die USA hatten in diesem Jahr trotz Kritik aus China und Russland das THAAD-System aufgebaut, das Südkorea und die im Land stationierten US-Soldaten vor potenziellen Raketenangriffen Nordkoreas schützen soll. China geht davon aus, dass das Frühwarnsystem auch sein eigenes Raketenpotenzial erfassen kann.

jj/cw (dpa, rtr)