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Aktuelles

Südkorea sieht Chance zum Dialog

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hat sich offen für neue Atomgespräche mit dem kommunistischen Norden gezeigt. Die koreanische Halbinsel stehe vor großen Veränderungen, sagte Lee in einer Rede zum neuen Jahr.

Porträt Lee Myung Bak (Foto: dpa)

Südkoreas Präsident Lee will Provokationen ernst nehmen

Trotz neuer Drohungen aus Nordkorea will Südkorea die Tür zum Dialog mit der neuen Führung des kommunistischen Nachbarlandes offen halten. Die wichtigste Aufgabe sei es, Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu erhalten, sagte Präsident Lee Myung Bak in einer vom Fernsehen ausgestrahlten Rede zum neuen Jahr am Montag (02.01.2012).

Mit den Veränderungen würden sich aber auch neue Chancen ergeben: "Falls Nordkorea Aufrichtigkeit an den Tag legt, kann eine neue Ära auf der koreanischen Halbinsel beginnen." Lee stellte aber auch klar, Südkorea werde auf Provokationen Nordkoreas strikt reagieren.

Der Norden will seine Armee stärken

Kim Jong Un (Foto: AP)

Folgte seinem Vater an die Macht in Pjöngjang: Kim Jong Un

Die Rede des südkoreanischen Präsidenten erfolgte einen Tag nachdem Nordkorea in einer Neujahrs-Ansprache mitgeteilt hatte, dass es seine Streitkräfte stärken und den Sohn des jüngst verstorbenen Kim Jong Il "bis zum Tod" verteidigen werde.

Pjöngjang hatte Seoul unter anderem dafür kritisiert, private Kondolenzbesuche in Nordkorea nach dem Tod Kim Jong Ils im Dezember bis auf zwei Ausnahmen verboten zu haben.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich nach zwei militärischen Zwischenfällen im Jahr 2010 verschärft. Nordkoreas Militär hatte im November eine südkoreanische Insel beschossen. Auch macht Südkorea den Norden für den Untergang eines seiner Kriegsschiffe im März desselben Jahres verantwortlich. Bei beiden Vorfällen waren 50 Menschen ums Leben gekommen.

uh/sti (dpa, dapd,rtr)